Waldsterben 2.0 – Politik und Wissenschaft suchen nach Lösungen

Zwei trockene und heiße Sommer bringen den deutschen Wald an seine Belastungsgrenze. Nicht nur Fichten, auch Buchen und Eichen halten der Hitze nicht mehr stand. Die Situation ist so dramatisch, dass in den ostdeutschen Wahlkämpfen nahezu täglich neue Vorschläge unterbreitet werden. Der Thüringer CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring spricht von einer nationalen Katastrophe und fordert den Einsatz der Bundeswehr zur Beseitigung von Schadholz. Ministerpräsident Bodo Ramelow kontert mit einem Aktionsplan Wald. Doch nicht einmal die Wissenschaft weiß derzeit, welche Baumsorten den Klimawandel am ehesten überstehen könnten. Mehr

 

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  1. Wenn wir den Wald nicht nutzen sollen, wenn keine Nadelbäume mehr gepflanzt werden dürfen, woher soll dann der ökologische, nachhaltige Rohstoff Holz herkommen? Der Holzbedarf in Deitschland steigt so, dass dieser von der heimischen Forstwirtschaft nicht gedeckt werden kann. Woher kommt dann das Bauholz? Aus dem Ausland, z.B. aus Sibirien, wo keine nachhaltige Forstwirtschaft betrieben wird. Aufforstungen kennt dort keiner. Sollen wir tatsächlich unseren Rohstoff Lieferanten Wald in Deutschland still legen, um unseren Holzbedarf mit Raubbau zu decken? Deutschland hat weltweit das schärfste Waldgesetz, welches eine nachhaltige Forstwirtschaft vorschreibt. Kahlschläge sind verboten. Jeder Waldbesitzer, der für seine Aufforstungen öffentliche finanzielle Förderung von EU, Bund und Land haben möchte, muss Mischwald pflanzen. Monokulturen, wie sie häufig angeprangert werden, haben einen geschichtlichen Ursprung. Wiederaufforstungen nach den Reparationshieben der Siegermächte nach dem 2. Weltkrieg, hatten den gesellschaftlichen Anspruch, schnell viel Bauholz zu schaffen. Hinzu kamen Engpässe iim Saatgut und Pflanzen. Diese führten zu Nadelholzwäldern aus Fichte und Kiefer. Seid den 1990er Jahrdn, wird in Deutschland der Nadelholzwald in Mischwälder um gebaut. Den Förstern und Waldbesitzern die Schuld für „Monokulturen“ zu zu schieben, ist nicht nur unfair, sondern schlicht falsch. Schade, dass sich viele Menschen keine Gedanken mach, aus was ihr Dachstuhl, ihr Parkett, oder ihre Möbel sind – aus Holz!!

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