Vollgelaufene Keller, Schimmel im Wohnzimmer – Millionenschäden in Eigenheimen durch steigendes Grundwasser

In zahlreichen deutschen Städten steigen die Grundwasserspiegel; eine Folge zunehmender Starkregen wie auch vermehrter Bautätigkeit inklusive Tiefgaragen. Das Grundwasser sucht sich neue Wege und drückt in Kellerräume älterer Häuser. report München über die Angst vor dem Wasser aus der Tiefe und die Suche nach Lösungen. Mehr

 

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  1. Wassereinbruch in einem Keller in Bad Cannstatt – schon vor den „tiefgreifenden“ Baumaßnahmen von Stuttgart 21
    Bad Cannstatt – direkt am Neckar hat das 2. höchste Mineralwasservorkommen Europas. Stuttgartt – direkt um den geplanten Bahnhofsneubau – war Sumpfgebiet. Durch 17 km Röhren durch die Stadt wird Grundwasser abgepumpt – wie lang ist unbekannt, weil nicht ab zu schätzen ist, wie die Wasserströmung nach dem Bau des unterirdischen Bahnhofs aussehen wird. Abgeleitet wird das Wasser in den Neckar -nach Bad Cannstatt. Die exakte Strömung der Mineralwasser ist nicht ausreichend ermittelt – entgegen politischer Aussagen. Ebensowenig die Auswirkung von 4 geplanten Tunnelröhren durch den Neckar (neckaraufwärts Richtung Esslingen).
    Mehr Informationen zum Wassereinbruch in den Keller finden Sie in der Cannstatter Zeitung oder über Anfragen des Bezirksbeirates in Bad Cannstatt.
    Mit freundlichen Grüßen

  2. Dass steigende Grundwasserspiegel in den Städten eine Folge zunehmender Starkregen wie auch vermehrter Bautätigkeit inklusive Tiefgaragen sein sollen, halte ich für ein erfundenes ode täuschendes Argument. Also her mit den Fakten: Weder regnet es mehr noch muß da eine Tiefgarage das Wasser hochdrücken. Weshalb dann? Weil es ein Dogma von sinkenenden Grundwasserpiegeln gab, hervorgerufen durch eine „Versiegelung“ der Landschaft. Deshalb wurde erlaubt, dass immer mehr Garagendachrinnen und andere Rinnen nicht mehr in die Kanalisation geleitet werden, sondern versickern dürfen. Das ist nun millionenfach geschehen. Das Regenwasser wird z.B. unter der Fertiggarage „versickert“. Also, ziehen Sie doch die zur Verantwortung, die Wasser versickern lassen wollten, um der „Versiegelung“ der Böden was entgegenzustzen, die Umweltretter. Also: Wieviel „Versickerungsgenehmigungen“ gibt es heute?

    Grüße: Georg Keckl

  3. Nasse Enteignung und Zerstörung der Kulturlandschaft, Abschaffung des Hochwasserschutz durch Renaturierungswahn der Brandenburger Umweltveränderungen und Naturschutzverbände.
    Wenn Sie Interesse an dieser Problematik haben erfahren Sie unter Hochwassernet. de und Spreemücke.de mehr.
    Wir würden uns freuen wenn sie über dieses Thema mal berichten würden, da nicht nur in Brandenburg sondern auch in Mecklenburg ein Natur-und Siedlungs zerstörendes Problem ist.
    Es gibt auch schon ein Aktionsbündnis mehrerer Bürgerinitiativen.
    Mfg.
    D.Lahode
    Sprecher der BI Müggelspree

  4. Guten Abend,

    vor zwei Jahren habe ich bei den Pfingstregengüssen den kompletten Kellerinhalt meines Hauses in 84032 Landshut Ulmenstr. 5 verloren. Ursache war eindringendes Grundwasser. Dieses eindringende Grundwasser war in meinem Elternhaus, Baujahr 1954, bis dahin nicht bekannt.
    Nachdem der Kellerinhalt entsorgt war und die Putzschäden größtenteils beseitigt sind, dringt jetzt immer noch Grundwasser nach heftigen Regenfällen ein. Der Keller ist dauerhaft nicht mehr nutzbar.
    Offenbar steigt der Grundwasserspiegel an. Zu allem Überfluß hat jetzt die Stadt Landshut informiert, daß mein Haus ab jetzt nach neuester Kartierung in einem Überflutungsgebiet liegt und die Empfehlung gegeben die Gebäudeversicherung anzupassenund eventuelle Mieter von der neuen Situation zu informieren.
    Grundwasserschäden sind in Gebäudeversicherungen nicht versicherbar. Gegenb Hochwasserschäden bezahle ich nun etwa die dreifache Prämie.
    In der unmittelbaren Nachbarschaft (200 m Entfernung) wurde in Abfließrichtung des Grundwassers von meinem Haus eine Wohnanlage mit Tiefgarage vor zwei Jahren erreichtet.

    Kann ich meine Beeinträchtigung einklagen und zumindest Hochwasserschutzmaßnhamen erzwingen. Hochwasser ist nicht nur Oberflächenwasser, sondern auch steigendes Grundwasser.

    Wie soll ich vorgehen? Mitstreiter sind gesucht!

    Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger

    • Sehr geehrter Herr Prof. Pettinger,

      unter hochwassernet.de/Rechsangelegenheiten können Sie verfolgen, wie ich mich wehre.
      Das fürte allerdings bis zur Strafanzeige wegen Volksverhetzung, weil ich die Bürger vor der drohenden Gefahr gewarnt habe.
      Es gibt inzwischen ein Brandenburger Aktionsbündnis zum Erhalt der Kulturlandschaft und gegen Nasse Enteignung.
      Die Wasserwirtschaft in den Händen von Umweltschützern, wird uns noch viel Unheil bringen.
      Fraglich weshalb sich die Bürger das gefallen lassen.

    • Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Pettinger,
      wir sind eine Gruppe von Bürgern, die in Bad Reichenhall in einem Gebiet wohnen, dass durch Grundwasser und Hochwasser gefährdet ist. Jetzt möchte die Stadt in direkter Nachbarschaft vier Häuser mit Keller und großer Tiefgarage errichten. Die Gebäude werden im Grundwasser stehen und hinzu kommt, dass das Oberflächenasser versickert werden soll. Wir befürchten einen Anstieg des Grundwasserspiegels und damit zumindest nasse Keller. Die Stadt ignoriert unsere Bedenken. Es wurde zwar ein Baugrundgutachten angefertigt, dieses wird aber unter Veschluss gehalten.
      Wir versuchen jetzt mit einem öffentlich bestellten und vereidigten Gutachter die Situation VOR dem Bau der Tiefgarage zu dokumentieren (Beweissicherungsverfahren) und hoffen, dass wir dann etwas in der Hand haben, was bei Gericht Gültigkeit hat.
      Gibt es denn bei Ihnen eine „Ursache“ für den Anstieg des Grundwassers?
      Wir sind derzeit am überlegen, ob wir uns einen eigenen Pegel setzen lassen

  5. Seit 1981 hatten wir vier Hochwasser in den gesamten Kellerräumen unseres Reiheneckhauses in Frankfurt in der Willi Brundert-Siedlung,60488 Frankfurt Main.Davon waren die letzten 2 Jahren nach Gewitterlagen die Keller voll gelaufen.Unter unseren Kellerräumen steht circa 1meter unter der Bodenplatte das Grundwasser,so auch in der gesamten Siedlung.Im letzten Jahr war der Schaden>20.000,00€.

  6. Auch in Bad Tölz gibt es seit etwa 2 Jahren Probleme mit nassen Kellern und zwar an mehreren Stellen in der Stadt, die kilometerweit voneinander entfernt sind.
    Es wurden Abwasserkanäle saniert und einige Tiefgaragen gebaut.
    Wie hoch das Grundwasser steht ist bei Baugenehmigungen anscheinend unwichtig. Wie soll man denn als Betroffener nachweisen, dass eine Baumaßnahme in der Nachbarschaft ursächlich für einen feuchten Keller ist?
    Man findet wahrscheinlich nicht einmal einen Gutachter, der sich zutraut einen Zusammenhang herzustellen.

  7. Bei uns in der Stadt, Neumünster in Schleswig-Holstein, gibt es neben dem Regen ein hausgemachtes Problem. Der Stadtkern liegt in einer Senke und wird von der Schwale durch flossen. In die Schwale mündet der Dosenbek , eine Entwässerung des Dosenmoores. Dieses war trockengelegt um Torf abzubauen, wurde aber renaturiert um so auch ein austrocknen des Einfelder Sees zu verhindern.
    Das Moor und auch der See liegen am nördlichen Rand der Stadt. dieser liegt geografisch höher als das Zentrum und das Grundwasser fließt ungefähr von Nord nach Süd. In den 90er Jahren wurden die Grundstückseigentümer unter Androhung von Regenwasserabgaben dazu gezwungen, auf ihren Grundstücken Regenwasser zu versickern. Dadurch kam es zu einem Anstieg des Grundwasserspiegels der nun so hoch ist, das es bei Starkregenfällen zur Überflutung von Kellern und Straßen kommt.
    Beschleunigt wurde das Ganze durch eine offene Bebauung, die Anliegern untersagt, die Böden zu versiegeln und Regenwasser in die Kanalisation einzuleiten, sondern sie zu versickern auf den Grundstücken zwingt. Eine Trennwasserführung zwischen Regen und Abwasser sorgt mittlerweile dafür, das die Abwasserkanäle durch das Wassersparen in den Haushalten extra gespült werden müssen, um ihre Funktion zu gewährleisten.
    All das sorgt für steigende Kosten, beim Abwasser, beim Regenwasser und durch Nutzungseinschränkungen und Schäden.

  8. In der Nähe – ca. 50 m – von 12 Reihenhäusern entfernt war fürher ein kleiner See. Der wurde zugeschüttet, das Grundstück bebaut. Danach haben wir bei starkem Regen durch das Fundament sickerndes Wasser im Keller, zuletzt Anfang Juni 2015. Jetzt soll neben der Bebauung weiter gebaut werden. Ich meine dass sich dadurch der Druck auf den ehemaligen See, auf das sicher noch vorhandene unterirdische Wasser erhöht. Bedenken werden seit ca. 8 Monaten von der Stadt Flensburg nicht beantwortet. Was tun?

  9. Guten Tag, schön, dass sich auch Norddeutsche zu Wort melden. Wir haben seit 2011 massive Probleme mit Grundwasser, das sprudelnd durch die Kellersohle ins Haus kam. Bedingt durch Straßenbaumaßnahmen direkt vor unseren Haustüren war zuerst der Vorgarten unter Wasser gesetzt worden, danach gab es Starkregen und dann eben den Wassereinbruch im Keller. Der Einbau von Pumpen hilft, die Keller einigermaßen trocken zu halten. Von der Gemeinde kam keine Hilfe, die verdichtete Strasse sei nicht der Grund für den Wassereinbruch, das sei alleine dem gestiegenen Grundwasser zuzurechnen. Keine Versicherung verkauft uns noch eine Police gegen solche Ereignisse, die Kosten für die Baumaßnahmen tragen wir alleine und über den Verkaufswert unseres Hauses mag ich schon gar nicht mehr nachdenken. Nach uns die Sintflut..? Sicherlich gibt es Tausende von Betroffenen, aber man fühlt sich doch recht einsam mit solchen Problemen.

  10. Dem Grundwasser wird, weil man es oft nur in extremen Fällen sieht, zu wenig Beachtung geschenkt. Wenn im Boden Kiesbänke vorhanden sind ist das ein Zeichen, dass es sich hierbei um einen Grundwasserleiter handelt. Und wie der Name sagt, sich bei hohen Pegelständen oder Starkregen mit (Grund-) Wasser füllt. Wenn Grundwasserströme durch Tiefbauten (Keller, Tiefgaragejn usw.) “ unterbrochen und umgeleitet“ werden, entstehen Schäden an anderer Stelle. Hier nützt auch kein amateurhaftes Abpumpen. Im Gegenteil: Der Einsturz des Stadtarchivs in Köln am 3. März 2009 ist vermutlich durch Abpumpen entstanden!

  11. Grundwasser in den Kellern auch bei uns seit dem Donauausbau mit Stauhaltung zwischen Regensburg und Straubing.
    Durch diese große Baumaßnahmen mit einem massiven Eingriff in den Grundwasserströmen (fast kein freier Zufluß mehr von Grundwasser in die Donau) werden z.B. in unserem Gemeindebereich Pfatter keine Niedrigstände des Grundwassers wie vor der Baumaßnahme (Vollstau Staustufe Straubing 1995) mehr erreicht. Wir haben jetzt unsere Grundwasser bei ca. 1,5 – 2m unter Geländekante gegenüber vorher bei 2,5 – 3 m. Starke Regenfälle in einem kurzen Zeitraum wie im Jahreswechsel 2002/2003 sowie im Juni 2013 führten in unserer Gegend zu nie dagewesenen langen und hohen Grundwasserständen (2-3 Monate). Es standen viele Keller, die vorher nie Probleme hatten, unter Wasser und auch bei wasserdichter Wanne drang Grundwasser über Hausanschlüsse oder Kellerfenster ein. Es wurden Grundwasserstände im Ort erreicht die selbst beim Hochwasser 1988 nicht vorhanden waren.
    Wir kämpfen seit 2002 mit unserer Interessenvertretung Grundwassergeschädigte der Gemeinde Pfatter, dass wir unserer ursprünglichen Zustand wieder bekommen. Obwohl im Palnfeststellungsbeschluß steht, dass der schadlose Abfluß von Grundwasser während und nach der Baumaßnahme erhalten bleiben muß, wird bisher alles zurückgewiesen. Planfeststellungsbeschlüsse mit alten Berechnungen, nachträglich geschaffenen Naturschutzgebiete die den Abfluß von Vorflutern behindern und viele andere Dinge sind in Stein gemeiselt und lassen uns Betroffene im Regen stehen.
    Ich hoffe die Sendung trägt dazu bei, dass unsere Politik dieses Thema mehr beachtet und entsprechend handelt.

    Manfred Lichtl
    Sprecher IV Grundwassergeschädigte

  12. Es gibt neue technische Möglichkeiten die Grundwasserspiegel auch sehr lokal, beispielsweise bis hin zu in einem einzelnen Haus zu überwachen und präventiv entsprechende Maßnahmen zu veranlassen – beispielsweise das Abpumpen.
    Auf [Hier hat die Redaktion einen Link entfernt, vgl. Kommentarrichtlinien] wird diese Lösung erklärt. Vielleicht könnte das an der ein oder anderen Stelle Abhilfe schaffen?!

    Beste Grüße
    Timo Schmidt

  13. Hi, wenn die Wände abgedichtet sind muss der Raum und alles darin gut getrockned werden.
    Die e-Lufttrockner schaffen das am besten. Hier ein Testbericht [Hier hat die Redaktion einen Link entfernt, vgl. Kommentarrichtlinien] der Geräte. Wenn der Raum dann trocken ist, kann man damit super Wäsche trocknen.
    Gruß Stef

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