Tiere als Ersatzteillager – Deutschlands Vorreiterrolle in Sachen Gentechnik

Die Genschere CRISPR eröffnet Biomedizinern neue Welten. An der Münchner LMU haben Forscher mit ihr nun Schweineherzen so verändert, dass sie zum Menschen passen. Ein Pavian hat bereits ein solches Herz erhalten und lebte damit monatelang. Eine weltweite Sensation. Schon bald wollen die Forscher die Herzen auch in Menschen transplantieren. Aber es regt sich Kritik. Sollen genmanipulierte Tiere künftig als Ersatzteillager gezüchtet werden? Mehr

 

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  1. Eine weltbewegende Ethikfrage: Dürfen Tiere als Organersatzteillager herhalten?
    (Exkurs: der Handel mit menschlichen Organteilen von armen Menschen, bzw. Hinrichtung auf Bestellung.)

    Was ist wohl ethischer – den Tod EINES** Tieres oder das tägliche Gute Nacht Gebet, das bald ein kompatibler Spender in der Nachbarschaft über die Wupper geht und die Organe noch brauchbar sind und gleichzeitig alle anderen die vor einem auf der Warteliste stehen, den Löffel abgegeben haben?

    Wir gehen davon aus, das jeder Mensch so lange leben möchte wie ersiees kann und dazu jede Chance ergreift.
    CRISPR eröffnete ungeahnte Möglichkeiten und dessen Nutzungswelle rollt erst an. Wenn es wie in der IT läuft (Verdoppelung alle 2 Jahre, bei Halbierung der Kosten) oder Handies, dann dürften wir (unsere IT Zeit begann 1981 mit ASSEMBLER Maschinensprache) das vermutlich sogar noch erleben.
    ** wie viele Tiere werden wohl täglich gekeult oder ihre Schnitzel nach Ablauf des MhD entsorgt?

    • Ergänzung: LEISTUNGSVerdoppelung alle 2 Jahre

      Damit droht den Deutschen das „Windradschicksal“ – in einer Dokumentation wurde nach 8 Jahren endlich der Bau des beantragten Windrades genehmigt – Problem: es wird aber seit Jahren nicht mehr hergestellt
      Übersetzt: bevor dieser Professor in/für Deutschland den Durchbruch schafft wird er aus anderen Ländern überrollt..

  2. Dieselbe Tierart zwecks Verzehr zu töten, die medizinische Anwendung
    in der hier dargestellten Weise unterbinden zu wollen – wie will man das begründen? Stelle ich mir abenteuerlich vor.

  3. Solange es in Deutschland sehr viel mehr Tiere gibt, die qualvoll leben und dann für nur einige wenige Mahlzeiten getötet werden, spricht tierrechtlich nichts dagegen, 100 Schweine lebenswert, also tiergerecht zu züchten, ein kurzes aber schönes Leben zu geben und dann nicht für einige wenige Mahlzeiten, sondern für ein ganzes Menschenleben schmerzlos zu töten.

    Die Zucht für Herztransplantationen zu verbieten, aber Massentierhaltung für Fleichgewinnung zu erlauben, wäre das kleinere Übel zu verbieten, das größere Übel aber zu erlauben.

    Ich bin nicht generell gegen Tierhaltung zur Fleichgewinnung, nur gegen ein Übermaß an Qualen bei der Massentierhaltung. Natürlich wirkt jede Tiertötung erstmal negativ. Aber in der Natur gibt es dies auch: Fleischfresser jagen andere Tiere und töten sie, um sie zu fressen – nicht immer schmerzfrei. Lediglich die Art und der Umfang unserer Tierhaltung ist – meiner Meinung nach – unangemessen.

  4. Hallo zusammen! …hört sich gut an…wer hat den Bericht gesponsert? Mir fällt dazu ein:
    „Wer nicht davor zurückschreckt, Tierversuche zu machen, der wird auch nicht zögern, darüber Lügen zu verbreiten.“ – George Bernard Shaw, Nobelpreisträger

    Denn die Tierversuchs-Branche ist bekannt dafür, ihre angeblichen „Erfolge“ bei Tierversuchen als große Durchbrüche bei der Bekämpfung menschlicher Krankheiten medienwirksam zu vermarkten. AIDS, Krebs, Parkinson, Schlaganfall und viele weitere Krankheiten wurden im Tierversuch schon unzählige Male „geheilt“, doch dann hört man von den angeblichen Wundermitteln nie wieder etwas, weil sich herausstellt, dass sie beim Menschen nicht wirken.
    Auch die Xenotransplantationsforschung verspricht seit Jahren den serienmäßigen Austausch defekter Organe, unter der Federführung von Bruno Reichart . Ein 6-monatiges Überleben konnte allerdings nur bei 2 von 14 Tieren erzielt werden, und das auch nur unter dauerhafter Verabreichung eines umfangreichen Medikamenten-Cocktails!!!
    Seit 25 Jahren arbeiten die Münchner Forscher nun im Bereich der Transplantation von Schweineherzen in Paviane. In dieser Zeit wurden immer wieder Hoffnungen geschürt, dass angeblich bahnbrechende Ergebnisse aus den Tierstudien bald schon Patienten retten könnten. Nichts dergleichen ist passiert. Die Xenotransplantation hingegen ist ein archaischer Ansatz, der seit 3 Jahrzehnten Erfolg verspricht und nichts davon hält. Zudem birgt er ein unkalkulierbares Risiko für den Menschen. Aber dazu fällt mir schon wieder etwas Passendes ein:
    „Es ist schwierig, jemanden dazu zu bringen, etwas zu verstehen, wenn er sein Gehalt dafür bekommt, dass er es nicht versteht.“ – Upton Sinclair
    Es gibt übrigens genug Ärzte und Wissenschaftler, die das auch so sehen!! Also kein wissenschaftlicher Konsens, denn es gibt genug Alternativen!!
    Also doch so:
    Kurz gesagt: Wer für Tierversuche ist, der weiß zu wenig darüber oder verdient sein Geld damit (Milliarden Steuergelder!!), bzw. möchte sich profilieren (Fachzeitschrift-Publikationen)!!
    Freundliche Grüße sendet Eva Sieg

    • Was ist denn das für ein dämlicher Kommentar!

      Wie kommen Sie darauf, dass dieser Bericht gesponsert sein könnte??? Wenn Sie denn nun mal davon ausgehen, dass alles gesponsert sein müsse, dann verraten Sie doch mal lieber zuerst, wer Sie sponsert!!! Ihr verleumderischer Verdacht ist jedenfalls auf AfD-Lügenpresse-Niveau!

      Wer sinnfrei Zitate aneinander reiht und glaubt, dies hätte irgendeinen argumentativen Wert, nur weil es ein Zitat von irgendeiner anderen Personsei, der offenbart nur, selber keine eigenen Argumente zu haben. Zitate ersetzen jedenfalls keine Argumente!

      Der rest des Beitrags zeugt ist genauso niveauarm.

        • Was soll an meiner Antwort unsachlich sein? Polemik ist erlaubt. Unsachliche Kommentare provozieren Polemik. Wie soll man auf solch eine dämliche, verschwörungswahnbessesene Frage anders reagieren als mit Polemik: „wer hat den Bericht gesponsert?“ (Eva Sieg)?

          Wer ich bin? Was spielt das hier für eine Rolle?
          Ich bin ein Mensch, der unter anderem nicht glaubt, dass Zitate Argumente ersetzen können.

    • „Kurz gesagt: Wer für Tierversuche ist, der weiß zu wenig darüber oder verdient sein Geld damit (Milliarden Steuergelder!!), bzw. möchte sich profilieren (Fachzeitschrift-Publikationen)!!
      Freundliche Grüße sendet Eva Sieg“

      Kurz, aber falscher und dummer Verschwörungswahn!

      • Hallo Herr Immanuel,
        warum so aufgebracht? Ich las so manchen Ihrer Kommentare…Gegenfragen stellen oder andere beleidigen sind Argumente? Sie schrieben: verleumderischer Verdacht ist jedenfalls auf AfD-Lügenpresse-Niveau! UND dummer Verschwörungswahn. Sind das nun Argumente Ihrer Seite? Wer sich nicht einmal traut seinen Nachnamen zu nennen, na ja…

        Von welchem ganzen Menschenleben sprechen Sie eigentlich genau? Sie wissen/schreiben ja selbst, es ist in ferner Zukunft: wenn es dann diese Theraoieform geben sollte. Klar, Sie meinen Therapie.
        Zitate spiegeln übrigens die eigene Meinung wider und zeugen von Bildung.
        Der rest des Beitrags zeugt ist genauso niveauarm. Ist das eigentlich ein deutscher Satz, den Sie an das Ende Ihrer Ausführungen (meinen Kommentar betreffend) setzten?
        Vielleicht bis bald! Und immer mit der Ruhe, wenn einem die Argumente fehlen!

  5. Xenotransplantation ist widerlich, ich will kein Herz von einem Affen. Warum werden nicht mehr Herzen von Menschen eingepflanzt ? Dese alte Professoren haben eine Werbesendung bekommen für ihre Frankenstein-Forschung. Menschenleid sollten mit mehr Respekt behandelt werden, Tiere und Menschen haben von Natur aus eine Barriere, die Folgen einer Übertretung der Naturgesetze durch Gentechnik ist gefährlich, da nicht bekannt. Tierversuche sind veraltet, es gibt schon schon lange eine Forschung ohne Tierversuche.

    • J. Wilkens:
      „Xenotransplantation ist widerlich, ich will kein Herz von einem Affen.“

      Niemand wird gezwungen sein, weiterzuleben, wenn es dann diese Theraoieform geben sollte. Jeder Kranke kann sich auch gegen die Therapie und für den Tod entscheiden.

      J. Wilkens:
      „Warum werden nicht mehr Herzen von Menschen eingepflanzt ?“

      Weil es offenbar nicht genügend geeignete Spender gibt.

      J. Wilkens:
      „Tiere und Menschen haben von Natur aus eine Barriere, die Folgen einer Übertretung der Naturgesetze durch Gentechnik ist gefährlich, da nicht bekannt.“

      Unsinn! Menschen sind eine Tierart namens Homo Sapiens. Es gibt kein Naturgesetz, was durch diese Forschungen „übertreten“ wird! Da hat sich wohl jemand sein Naturgesetz selber erfunden.

    • ….ich will kein Herz von einem Affen….
      Aus unserer Lebenserfahrung: reden wir wieder drüber, wenn es ernst ist! Da ist dann noch jeder umgekippt.

      ….Warum werden nicht mehr Herzen von Menschen eingepflanzt ?…..
      Frage: Sie, ihre Familie, Angehörigen, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, usw. haben sicher auch einen Organspendeausweis. Oder doch nicht?
      Satire (oder doch nicht?) Vielleicht wäre auch zu überlegen, ob man nicht Zuchtfarmen mit Lebendspendern baut um dadurch genügend Spender zu haben. Satire Ende Es gibt ja Länder in denen zum Tode verurteilte auf Bestellung hingerichtet werden.

  6. Was in der Diskussion deutlich unterzugehen scheint, ist, dass die Schweineherzen in der Studie 14 Pavianen transplantiert wurden, von denen mindestens 10 Tiere qualvoll starben. Ein – wie bei Tierversuchen immer zu verzeichnen – unkalkulierbares Risiko für den Menschen! Zudem wurden Gesundheitszustand und Überlebensdauer der Paviane von den unnatürlichen Bedingungen im Labor (ständiges Monitoring durch Untersuchungen, Medikation, Isolation und fehlende körperliche Betätigung) beeinflusst – dennoch starben sie im „Bestfall“ nach nur wenigen Monaten. Trotz 30-jähriger Forschung auf diesem Gebiet, ist keine erfolgreiche Anwendung beim Menschen absehbar – anders als bei tierleidfreien Methoden, die mit patienteneigenen Zellen arbeiten. So gibt es bereits funktionelle menschliche Mini-Organe – humanbasiert und zukunftsweisend. Hierhin sollten Forschungsgelder fließen. Zum Wohle nicht nur der in Tierversuchen gequälten Lebewesen, sondern auch der Patienten.

  7. In ihrem Beitrag über Xenotransplantation machen sich die verantwortlichen Redakteure eindeutig zum Sprachrohr von Reichart und Wolf. Offensichtlich haben sie sich selbst kein Bild gemacht über diese zutiefst unethische Forschung, die mit enormem finanziellen Aufwand unendliches Tierleid verursacht und deren Betreiber seit über 25 Jahren gebetsmühlenartig den demnächst großen Durchbruch bei der Verpflanzung von Schweineherzen in Menschen versprechen. Was für eine weltweite Sensation soll das sein, wenn 2 von 14 Pavianen ein halbes Jahr überleben, während die anderen 12 innerhalb kürzester Zeit qualvoll sterben? Wie „normal“ ist das Leben der in Käfige eingepferchten Paviane, denen nach Entnahme ihres Herzens ein artfremdes Organ eingepflanzt wurde und denen bis zu 20 nebenwirkungsreiche Medikamente verabreicht werden? Wie hundertprozentig funktioniert eine Behandlungsmethode, die trotz dieses Cocktails zu Abstoßungsreaktionen, monströsen Schwellungen der implantierten Herzen, zu Herzinfarkten, Atemnot, Schmerzen, Gefäßverschlüssen, Leberversagen bei den Pavianen führte? Es erscheint mir skrupellos, Menschen, die dringend auf eine Herzspende warten, Hoffnung zu machen auf eine Behandlung, bei der u.a. lebenslange Immunsuppression notwendig ist, die ein unwägbares Risiko auf die Übertragung von Viren birgt und deren Auswirkungen auf den menschlichen Stoffwechsel und die menschliche Psyche in ihrer Komplexität noch völlig unklar sind.
    Und doch befindet Moderator Andreas Beckmann in seinem Resümee: „Der Nutzen ist zweifelsfrei groß“. Fragt sich bloß, für wen.

  8. Der Bericht weckt in schwer kranken Menschen Hoffnungen, die sicher so nicht zu erfüllen sind.
    Die gequälten Paviane wurden unter strengsten Laborbedingungen, sicher ohne auch nur annähernd „artgerechte“ Bewegung am Leben erhalten. Auch wenn 2 Tiere knapp ein halbes Jahr überlebt haben, die 12 anderen Paviane in dieser Studie sind qualvoll sehr viel früher gestorben.
    Wäre es mit diesem Wissen auch noch für viele Menschen ein so phantastisches Forschungsergebnis?
    Denken die „heroisch“ dargestellten Professoren über den ethischen Aspekt dieses Themas überhaupt nach????
    Professor Eckhard Wolf lässt sich beim spielen mit wenige Tagen alten genmanipulierten Ferkeln filmen, als wäre es das selbstverständlichste die DNA unserer Mitgeschöpfe zu manipulieren und sie im Anschluss als „Ersatzteillager“ für beim Menschen nicht mehr wie gewünscht funktionierende Organe zu benutzen.
    Es handelt sich um gesunde, körperlich unversehrte Lebewesen die hier zum „Wohle“ der Menschen gequält und getötet werden.
    Im Gegenzug wird die Position der Gegenseite in Persona Frau Dr. Naumann derart abgehackt und kurz beleuchtet, dass sich niemand auch nur ansatzweise mit dieser Argumentation vertraut machen kann.
    Dem Zuschauer wird in Ihrem Bericht nicht die Möglichkeit gegeben sich umfassend über dieses Thema zu informieren.
    Xenotransplantation ist ein zutiefst verwerflicher Teil der Forschung der in ihrem Bericht „Werbefilmartig“ als „Heilsbringer“ für die Zukunft kranker Menschen verkauft wird.

  9. Ich bin immer wieder erneut fassungslos sowohl über die Unwissenheit der Leute als auch über die fehlende Empathie gegenüber Mitgeschöpfen. Und ich frage mich, was die ÄRZTE gegen TIERVERSUCHE noch machen sollen, wenn ihre gute Arbeit ja doch dem Lobbyismus geopfert wird. Deshalb gilt : Information ja, aber bitte kompetent und transparent. Eben bei den ÄRZTEN gegen TIERVERSUCHE.

    • Was ist denn das für ein seltsamer Kommentar: Sie werfen dem Bericht Einseitigkeit vor, fordern aber selber auch nur einen einseitigen Bericht – nur in die andere Richtung, nämlich nur aus Sicht der Ärzte gegen Tierversuche. Ihre Forderung ist nicht besser als das, was Sie dem Bericht vorwerfen, und enthält somit keine ernstzunehmenden sachlichen Argumente.

  10. Sofern eine Chance besteht, zu dem avisierten Ziel zu gelangen, müssen diese Versuche erlaubt sein; mindestens so lange, wie die Tötung von Tieren zu Verzehrzwecken erlaubt ist.
    Xenophobie in diesem bewerte ich nicht anders als im intermenschlichen Bereich.

  11. Von Immanuel wir anscheinend jeglicher Kommentar als unsachlich oder anders abwertend tituliert, der nicht seine Meinung spiegelt. Bitte nennen Sie doch Fakten und Zahlen, Immanuel. In einigen Kommentaren wird deutlich, wie wenig erfreuliche Fakten auf die angeblich gelungene aktuelle Xenotransplantation zutreffen (vgl. Dr.M.Schaumburg 25.11). Seit Jahrzehnten wird unter dem Motto: „Jetzt aber bald“ den BürgerInnen etwas vorgemacht. Und das unter Einsatz von vielen tausenden von Millionen Euro (sprich Milliarden) Steuergeldern.
    Über 99% Fördergelder für die Forschung mit Tierversuchen gegen unter 1% für die humanbasierte Forschung. Es gibt genug Fachleute, die sagen, dass die Medizin viel weiter wäre und den Menschen wirklich geholfen werden könnte, wenn die Versuche humanbasiert stattfinden würden. Wer ist schlecht informiert? Es wäre doch nach Jahrzehnten einen Versuch wert, die Milliarden-Steuergelder einmal andersherum zu vergeben.

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