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  1. Es ist fraglos verdienstvoll, dass Frau Meuer diese Angelegenheit öffentlich gemacht hat.Sicherlich mussten sie und ihre Familie in dem Zug viel Energie aufbringen und reichlich Widerstände überwinden.
    Für jemanden, der über die vorhandenen öffentlichen Informationskanäle einigermaßen informiert ist in Sachen Rüstungsgeschäften, bietet die Geschichte allerdings im Prinzip nichts Neues. Dass Rheinmetall Südafrika dafür da ist, um deutsche Gesetze zu umgehen, liegt auf der Hand und dürfte für die Bundesregierung alles andere als etwas Neues sein. Das Ganze bietet den Vorteil, dass die Regierung so nach außen tun kann, als täte sie etwas gegen deutsche Rüstungsexporte in Krisenherde, aber so durch die Hintertür der Rüstungslobby alle Freiheiten lässt.
    Man fragt sich daher, wie Frau Meuer 25 Jahre für Rheinmetall Waffen entwickeln konnte und wie viel Naivität es bedarf, in all der Zeit nicht die schmutzigen Spielregeln dieses Geschäfts durchschaut zu haben.
    Letztlich wird sie mehr schockiert gewesen sein durch die Ausgrenzung,
    die ihr daraufhin seitens Rheinmetall entgegenschlug als durch die skandalösen Machenschaften, von denen hier die Rede ist.
    Das Ganze dokumentiert eher wie überraschend unprofessionell sich Rheinmetall gegenüber Frau Meuer verhalten hat: Anstatt sie außergerichtlich mit einer stattlichen Summe Geldes abzufinden und dafür ihr Stillschweigen zu vereinbaren, ist Rheinmetall in die Konfrontation über Kündigung und Gerichte gegangen – selten arrogant und dämlich.

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