Plastikmüll statt Mode – Ersticken wir in Billig-Altkleidern?

60 Kleidungsstücke kauft jeder Deutsche pro Jahr. Längst hat sich der Kleiderkauf vom Bedarf entkoppelt, ist zur Freizeitbeschäftigung geworden. Mit verantwortlich für die Textilflut: der wachsende Einsatz synthetischer Fasern wie Polyester, die Kleidung so billig machen. Altkleidersammler stöhnen, denn die vielen Billig- und Plastikklamotten lassen sich schlecht recyceln und taugen zum Teil nicht einmal mehr als Putzlappen. Mehr

 

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  1. Schade, dass bei einem so wichtigen Thema mal wieder so schlecht recherchiert wurde. Oft hapert es bei Berichterstattungen an den Grundrechenarten. Wie kann es denn sein, dass in Deutschland über 1 Millionen Tonnen Altkleider pro Jahr entsorgt werden? Das wären 1 Milliarde Kilogramm und auf ca. 80 Millionen Einwohner gerechnet 12,5 kg pro Person und Jahr. Wenn es dann später im Bericht heißt, dass jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr 60 Teile Kleidungsstücke kauft, dann müsste ein Kleidungsstück im Durchschnitt 200 Gramm wiegen. Allerdings müssten dann auch alle Deutschen ihre Altkleider zur Altkleidersammlung bringen und das ist sicher nicht der Fall. – Männer tragen im Schnitt für 1,1 kg Kleidung und Frauen im Schnitt 800 g. Das wären 4 Teile bei einer Frau. BH, Unterhose, Strumpfhose und einen Rock. Mehr ist nach Eurer Rechnung nicht drin – und das bei einer 100%igen Rückgabequote aller von Deutschen gekauften Kleidungsstücke an die Altkleidersammlungen. – Nehmen wir an, 50% aller gekauften Textilien landen in der Altkleidersammlung – das wäre schon ein hoher Wert, dann dürfte eine Frau im Schnitt nur für 400 g Textilien tragen, also zwei Teile? Die Zahlen sind absurd. Schade.

    • Sehr geehrter Andreas H.,

      die Zahlen stammen vom Bundesumweltministerium und dem Dachverband der gemeinnützigen Altkleidersammler in Deutschland, „Fairwertung“.
      Wir gehen deshalb davon aus, dass die Zahlen seriös sind und dass die leichte Abweichung zwischen der gekauften und der entsorgten Menge an Textilien,
      auf die Sie korrekterweise hinweisen, auf weitere Einflüsse wie Bevölkerungswachstum oder Kleiderspenden zurückzuführen ist.
      Einen Zusammenhang zwischen der Menge der am Körper getragen Kleidung von Männern und Frauen, wie von Ihnen dargestellt, sehen wir nicht, da einzelne Kleidungsstücke ja unterschiedlich oft getragen werden und es deshalb keine Relation zur Gesamtmenge der Textilien gibt.

      Mit freundlichen Grüßen
      report Redaktion

    • Sie haben die Methoden der Statistik noch nicht verinnerlicht. Nehmen sie Statistiken zum Bienensterben, zur Mortalität durch Feinstaub, durch NOx Emmissionen, Altersarmut, Kinderarmut und vielen anderen.
      Es geht nicht um die Wahrheit, sondern welche Ziele damit erreicht werden sollen.

      Genauso sieht es gerade mit der Klimahysterie aus. Einfach nicht ganz so ernst nehmen.
      Der BR muss sich allerdings auf Zahlen von Ämtern verlassen können. Aber auch das scheint Illusion. Stöbern sie mal beim Bundesumweltamt.Manche Texte und Inhalte könnten als Fanseite für die Grünen durchgehen.

  2. Ich finde ganz schlimm das jetzt von ihrer Sendung Hunde für die Textilindustrie angepriesen werden. Reicht die Tierquälerei
    In Deutschland und und ganzen Welt nicht .
    Sie sollten schon wissen was passiert wenn sich sowas durchsetzt. Gerade auch bei
    gut der besser Verdienenden Schicht.
    Ich bin darüber entsetzt was sie da zeigen.

  3. Endlich schreibt und berichtet mal jemand über dieses Thema.
    Klimaschutz könnte leichter umgesetzt werden. Auch von den Fridays for today.
    Weniger Konsum, ganz besonders den sinnlosen Überfluss-Langeweile-Konsum. Noch schädlicher wird es dann beim Online-Einkauf, weil man ja problemlos und kostenlos zurücksenden darf und der Logjstiker 2-3 mal anfahren muss, bis er seinen Ramsch los wird.

    60% wollen etwas gegen den Klimawandel tun. Bitte, dann macht es auch. Da braucht es keine CO2 Steuer.

    Ausserdem finden sich kaum Studien über die Zusammenhänge des Bevölkerungswachstumes (8 Milliarden) zum Ausstoß der Treibhausgase.
    Mehr Menschen, mehr Treibhausgase sagen die einen. Und was ist mit der höheren Lebenserwartung?
    Besonders in Wohlstandsländern sieht der Footprint ja übel aus.
    Würden wir weniger CO2 oder Treibhausgasse verballern, wenn wir heute noch ca. 4 Milliarden Menschen wären?

  4. ZDF Doku Apokalypse Abfall ergänzt diesen Bericht vom Report aus München.
    Das ist irre, was diese Müll-Mafia anstellen kann ohne das auch nur ein Staatsanwalt aktiv wird.

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