Mondays for Jobs – Aufstand der Industriearbeiter


Automobilindustrie, Zulieferer, Maschinenbauer haben deutschlandweit den Abbau von Zehntausenden Arbeitsplätzen angekündigt. Was das konkret heißt, zeigt sich im baden-württembergischen Filstal wie unter einem Brennglas. Alle Gemeinden hier sind von den Arbeitsplätzen der ortsansässigen Industrie abhängig. Zu lange haben Unternehmen an alten Geschäftsmodellen festgehalten, zu viel Kapital wurde aus den Firmen abgezogen – so sehen das die Arbeiter. Beginnt im Südwesten der Aufstand der Industriearbeiter? Mehr

 

Kommentieren:

Kommentare werden vor der Freischaltung geprüft. Mehr in den Kommentarrichtlinien.
  1. Puh, hart für die Beztroffenen, aber ich kann mich erinnern, im Januar 1991 wurden 21.000 Leute (Sket ,MAW) in Magdeburg entlassen, Strukturwandel ist halt so

  2. Ich finde es unerträglich, dass ein derart neoliberaler Volkswirtschaftler interviewt wird der öffentlich äußert, dass die Industrie dort „gutbezahlte Arbeitsplätze zur Verfügung stellt“.Das klingt nach reiben Wohlwollen der Industrie und beleidigt die Mitarbeiter die ja die Arbeit machen, das machen ja nicht die Arbeitsplätze.
    1. An diesen Arbeitplätzen erwirtschaften arbeitende Arbeiter/innen mit ihrer Arbeit auch Gewinne für diese Unternehmen.

  3. Da steh ich nun und frage mich: Was wollte der Beitrag mir sagen? Dass Mondays for Jobs bald überall sein wird – dass also es genug Deppen gibt, die nichts verstehen und es auch nicht versuchen wollen? Strukturwandel, staatliche Subventionen, Arbeitslosigkeit oder Qualifizierung, alles Begriffe, die im höchsten Grade verlogen verwendet werden. Viele Menschen wollen nicht verstehen und die Politik hofiert sie noch. Report München ist das Polit-Magazin, dass diesen irrsinnigen Zeitgeist am meisten bedient, so dass es mich nicht verwundert, dass der Beitrag so aussagelos bleibt. Es ist witzig absurd, dass „Schaffe, schaffe, Häusle baue“ auch noch explizit angeführt wird, ist es doch nichts Anderes als eine Floskel dieses Zeitgeists. Wir gehen mit Deutschland auf eine Krise zu, weil eine Mehrheit nicht verstehen will, sondern hartnäckig dem Glauben folgen möchte, den man während des sogenannten Wirtschaftswunders etablierte. Fakten spielen da keine Rolle. Und, ja, für Sachanidis werden schwierige Zeiten kommen, aber sein Problem existiert schon lange und vor allem in ihm. Die Medien versagen hier seit langem. Im letzten Jahr sah ich genau zwei Dokumentationen, die den Wahrheiten nahekamen, und sie liefen um Mitternacht. Frankreich ist ein Vorbild, allerdings für den gierigen Egozentrismus, der zum Untergang führt. In Deutschland wäre das dortige Rentensystem unbezahlbar, aber deswegen ist Deutschland nicht besser, sondern nur etwas erfolgreicher in der jüngeren Vergangenheit gewesen als sein Nachbar. Und der Report aus München wird weitermachen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.