#GermanArms – Rechercheprojekt deckt Verwendung deutscher Waffen im Jemen-Krieg auf

Deutsche Waffen spielen im Jemen-Krieg eine weitaus größere Rolle als bislang bekannt. Wie Recherchen des investigativen Projekts #GermanArms ergeben haben, benutzen die Streitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabiens deutsche Rüstungstechnologie für See-, Land- und Lufteinsätze. Sowohl Vertreter der Bundesregierung als auch der Verband der deutschen Rüstungsindustrie hatten bislang versichert, ihnen lägen keine Erkenntnisse zum Einsatz deutscher Rüstungstechnologie im Jemen-Krieg vor. Mehr

#GermanArms ist ein gemeinsames Projekt des ARD-Politikmagazins report München, des Stern, des niederländischen Recherchebüros Lighthouse Reports, des internationalen Investigativnetzwerks Bellingcat und der Deutschen Welle.

 

 

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  1. Zunächst mal ein Lob, dass Sie diesen Skandal aufdecken, denn nichts anderes ist es. Konkret weisen Sie nach, dass deutsche Waffen maßgeblich beim Töten im Jemen-Krieg eingesetzt werden. Waffenlieferungen an die Saudis und die vereinigten Arabischen Emirate benennen Sie. Allerdings: Warum dann die selstsam zurückhaltende und schaumgebremste Kommentierung Ihres Moderators am Ende des Beitrages? Es ist ja völlig klar, dass das alles mit Wissen und Wollen der Bundesregierung und der Geheimdienste passiert. Dann muss es auch klar benannt werden! Angst vor den Konsequenzen? Journalisten haben in solchen Fällen klar Position zu beziehen und den Vorgang für den Rezipienten einzuordnen. Konkret: Deutschland unterstützt Kriegstreiber, mörderische Regime, beim Morden zahlreicher Zivilisten und greift aktiv mit Waffenlieferungen in Konflikte ein. Es ist eine verlogene Politik, die „geräuschlos“ von der Bundesregierung betrieben werden will. Da gilt es die Dinge beim Namen zu benennen und die Verantwortlichen zu stellen!

    • Ja, auf die Waffenlobby mit dem Finger zeigen. Das prägt sich ein.
      Wir haben als ältere Generation unsere blutjungen Onkel und andere Mitglieder der Familie im Krieg verloren. Es ist nicht mehr hinzunehmen, dass es heute überhaupt noch Kriege gibt. Deshalb bin ich dafür, dass ein Atlas der Waffenproduzenten und – zulieferer verõffentlicht wird. Vor diesem Betrieben muss man Mahnwachen aufstellen. Die billige Ausrede, Arbeitsplätze sind in Gefahr gilt nicht.
      Früher haben wir die Atombomben geächtet. Eine französische Friedensaktivistin hat sich in den 50 er Jahren vor einen Waffenzug geworfen und grossen Mut bewiesen. Und was tun wir heute?

  2. Ich vermisse den Hinweis auf die Firma Rheinmetall in Italien.
    Siehe hier:
    https://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/bomben-jemen-saudi-arabien-rheinmetall-italien-100.html

    Report München vom 18.4.2018
    Bomben für Jemen-Krieg
    NGOs zeigen Rheinmetall-Tochter an

    Der Rüstungskonzern Rheinmetall gerät in Italien juristisch unter Druck. Wegen Bombenlieferungen an Saudi-Arabien haben Menschenrechtsorganisationen aus mehreren Ländern gegen die Unternehmenstochter RWM Italia eine Strafanzeige gestellt, die dem ARD-Politikmagazin Report München vorliegt. Es geht unter anderem um mögliche Mittäterschaft beim Mord an Zivilisten im Jemen.

    Von: Philipp Grüll, Karl Hoffmann

    Stand: 18.04.2018 |Bildnachweis

  3. Eine Wahrheit, der es im Grunde keiner so ausgedehnten Recherche bedarf. Wozu erwirbt man eigentlich Kriegswaffen? Ganz klar, um sie als Zeichen der technischen Entwicklung auf diesem Sektor ins Museum zu stellen, um sie der künftigen Generation zugänglich zu machen, oder? Nein, nicht zum Schießen, nein, nein, ganz falsch gedacht.

  4. Sehr geehrter Herr Grüll,
    dass es solcher Enthüllungsarbeit in unserem Land überhaupt bedarf, ist eigentlich schon Skandal genug. Für diese Arbeit zolle ich Ihnen und dem gesamten Team meine Hochachtung. Dass gerade zur selben Zeit Frau Merkel und Frau von der Leyen mit Verweis auf Europa versuchen, die deutsche Rüstungsindustrie weitgehend von dem Ballast der lästigen Rüstungsexportverbote zu befreien, darf nun sehr gespannt verfolgt werden. Unvergesslich wird mir in diesem Zusammenhang auch die Szene bleiben, als Sie versuchten Herrn Maas zu befragen.
    Ich bin sehr gespannt, was auf der Grundlage Ihres Ergebnisses noch alles ans Tageslicht kommen wird.
    Nochmals, herzlichen Dank!

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