Corona – Der stille Tod und das Leid der Angehörigen

Hunderte Menschen sterben Tag für Tag in Deutschland an Covid-19; fast immer fernab der Öffentlichkeit. Zurück bleiben trauernde Angehörige, die oft nicht einmal richtig Abschied nehmen konnten. Wie gehen die Hinterbliebenen mit ihrem Schmerz um? Wie empfinden sie die Diskussion um Lockerungen? Und wie reagieren sie auf Menschen, die weiterhin das Corona-Virus leugnen? Mehr

 

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  1. Diese Sendung ist eine Katastrophe an Angstmacherei. Und immer die gleichen Patienten, die gezeigt werden.
    Vielleicht ist die Mutter des 72-jährigen Mannes ja auch einfach gestorben, weil sie ihr Alter erreicht hatte.

    • Sehe ich auch so. Habe die Sendung heute bei Tageschau 24 gesehen. Das Leben ist endlich. Wer die durchschnittliche Lebenserwartung von ca. 85 Jahren erreicht, hat es schon gut getroffen. Meine Vorfahren wurden alle so 74 bis 78 Jahre alt. Alle wollen ALT werden, ALT sein will aber keiner. Das ist das Problem in der heutigen Gesellschaft.

    • Sehr geehrter Herr Maier,

      ja, wir haben noch einmal einen Patienten gezeigt, den wir bereits einmal besucht hatten. Einen Sportreporter Anfang 50, vor Corona völlig fit und ohne Vorerkrankungen. Wir empfehlen Ihnen, heute die Meldungen diverser Kliniken zu verfolgen. Es ist unserer Meinung nach eine Mär, dass Corona nur für Ältere mit Vorerkrankungen gefährlich ist, deswegen finden wir unsere Berichterstattung wichtig und richtig. Evtl. haben Sie Recht und die Mutter des 72-jährigen Mannes ist einfach gestorben, weil sie ihr Alter erreicht hatte. Vielleicht hätte sie aber ohne Corona auch noch ein paar schöne Jahre gehabt.

      Wir wünschen Ihnen Gesundheit!

      Beste Grüße,
      das Team von report München

    • Wir wollen doch aufgeklärt werden. Panikmache sehe ich hier nicht. Sensibilisierung und aufmerksam machen schon eher.
      Dummerweise gibt es eben noch eine kleine Gruppe an Leuten, die es nicht verstehen wollen.
      Leider hat sich noch kein Chaos- oder Krisenforscher gefunden, der den Leuten erklären könnte, was ohne Massnahmen passieren könnte.

  2. Hallo Liebes Report München Team,
    In der heutigen Ausstrahlung der Sendung (08.12.2020) ging es unter anderem um den Tod Corona Erkrankter, und um die Trauer der Angehörigen. Jedoch bin ich der Auffassung, dass es immer schlimm ist, wenn eine geliebte Person aus der Familie verstirbt und dabei spielt es meiner Meinung nach keine Rolle ob jemand an Corona oder zum Beispiel an Krebs verstirbt. Es sterben auch andere Leute alleine, ohne Familie, Freunde etc.
    Auch die Trauer der Angehörigen ist immer Gleich, egal was die Todesursache der verstorbenen Person ist.
    Ich möchte damit nur sagen: ich finde es ungerecht, Leute die in Verbindung mit Corona verstorben sind so in den Vordergrund zu stellen und dabei andere Todesfälle vollkommen zu vergessen. Denn überall wo man hinschaut wird über die Todesfälle von Coronapatienten berichtet, aber wer berichtet von denen, die an Krebs oder anderen Krankheiten sterben?
    Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn mein Kommentar gelesen werden würde und ich vielleicht sogar eine Antwort/Statement dazu erhalten würde.
    Viele Grüße
    Lars Westphal (16)

    • Danke für diesen sachlichen Kommentar!
      Ich sehe das genauso! Ich habe 3 Familienangehörige elend an Krebs sterben sehen müssen. Davon war keiner 70 Jahre alt geworden. der Jüngste war 52 und die Älteste 69!
      Und ja, es jeder, der stirbt hinterlässt Schmerz und Leid. Das ist aber im Leben normal. Wir werden alle irgendwann sterben müssen!
      Die Frage, die ich mir hier immer stelle: Warum wird um Corona so dermaßen viel medialer Aufwand betrieben? Das ist, zum Glück, nicht die Sterbeursache Nr. 1 in diesem Land!
      Im Übrigen sind aktuell ca. 0,35% der Bevölkerung positiv getestet. Das ist irgendwie nicht wirklich viel.

      Ich erwarte, hoffentlich ist das nicht zu viel verlangt, endlich eine schliche Diskussion um das Thema Corona!

      • Sehr geehrter Zuschauer,

        warum wird so viel medialer Aufwand betrieben? Haben Sie sich mal andersherum gefragt, warum weltweit Länder Lockdowns verhängen und Experten seit Monaten warnen? Bei einem exponentiellen Wachstum hätten wir schnell zehntausende oder hunderttausende Todesfälle in Deutschland zu beklagen.

        Bleiben Sie gesund.

        Beste Grüße,
        das Team von report München

    • Sehr geehrter Herr Westphal,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir geben Ihnen Recht, es gibt natürlich auch andere Todesursachen als Covid-19. Prinzipiell sollte Leid, Trauer und insbesondere auch der Tod nicht gegeneinander abgewogen werden. Und wir geben Ihnen noch einmal Recht – die Trauer der Angehörigen ist vermutlich sehr oft gleich.

      Interessanterweise haben wir jedoch einen völlig anderen Eindruck als Sie: Wir finden, es wird sehr wenig über die Corona-Toten in Deutschland direkt berichtet, deswegen haben wir uns zu diesem Film entschlossen. Und noch eine Beobachtung von unserer Seite: Sehr oft sterben in diesem Jahr die Menschen mit einer Corona-Erkrankung doch anders – in vielen Fällen war es den Angehörigen nicht möglich, Abschied zu nehmen – auch das wollten wir thematisieren.

      Beste Grüße,
      das Team von report München

      • Liebes Report München Team,
        Ich habe mich sehr über ihre Antwort und über die Erläuterung ihres Standpunktes gefreut. Dennoch bin ich der Auffassung, dass in Medien sehr oft über das Thema „Corona-Tote“ berichtet wurde/ immer noch berichtet wird.
        Ich glaube aber, dass sich meine Sichtweise und die Ihre nicht angleichen werden, was ja aber auch nicht schlimm ist, da so die differenzierte Betrachtung bestimmter Aspekte bezüglich Corona erhalten bleibt.
        Nochmals vielen Dank für ihre Antwort.
        Viele Grüße
        Lars Westphal

  3. Viele Leute können sich nicht viel unter dem exponentiellen Wachstum vorstellen. Ein Wissenschaftler hat vor einiger Zeit ein eindrucksvolles Beispiel genannt.

    Das Berliner Olympiastadion wird jede Sekunde mit einem Wassertropfen beregnet:

    Nach 365 Tagen wäre der Boden gerade mal feucht.

    Im exponentiellen Wachstum wäre es nach einer Minute 10cm unter Wasser

    Nach 3 Minuten wäre das Stadion rand voll

    Das illustriert vielleicht eher das Problem der Überlastung. Bei Infektionen und der Überlastung der Intensivstationen geht es rasanter, da die Kapazitäten derzeit schon an Grenzen stossen.

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