Morddrohungen nach Rede zum Holocaust-Gedenktag – Charlotte Knobloch: „Ich werde nicht schweigen.“

Vergangene Woche im Bayerischen Landtag: Die Abgeordneten erinnern in einer Gedenkveranstaltung an die Opfer des Nationalsozialismus. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, kritisiert in ihrer Rede die AfD. Die meisten AfD-Abgeordneten verlassen daraufhin den Plenarsaal. Ein Eklat. Mehr

 

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  1. Warum wurde nicht auf die Beleidigung einer demokratischer Partei hingewiesen? Parlamentarier müssen sich nicht beleitigen lassen, auch nicht von einer Frau Knobloch!

  2. Es war ein Fehler, daß die AFD überhaupt an der Sitzung teilnahm, denn es war vorauszusehen, daß sich der gesamte Unmut über den Antisemitismus, wie er in ganz Europa herrscht, über die AFD ergießen würde.
    Obwohl Antisemitismus in Deutschland in erster Linie von den Muslimen ausgeht, dann von der Linken und erst an dritter Stelle von den Rechten, bietet sich die AFD aufgrund ihrer Verfemtheit in allen Lagern als pflegeleichter Teil an, an dem man gefahrlos seinen Frust ablassen kann.
    Da spielt es keine Rolle, daß im Parteiprogram der AFD für Anrisemitismus kein Platz ist, keine Hetze von Parteimitgliedern ausgeht und sogar eine große Anzahl von Juden Mitglied in der AFD ist.
    Nein – der Antisemitismus zu Lasten der ist verordnet – sowohl von medien, Politik und großen Teilen der Gewerkschaft.
    Diese sogenannte Gedenkstunde wurde auch von den Altparteien instrumentalisiert – vermutlich wegen den wichtigen Wahlen in diesem Jahr.

    • Es gab keinen AFD-Eklat im bayerischen Landtag, nur einen Charlotte-Knobloch-Eklat.
      Sie hat ihr Privileg als Gastrednerin grob mißbraucht, als sie die AFD mit haltlosen Vorwürfen überschüttete.
      Das Unglaubliche daran: Sie konnte ihre hasserfüllten Angriffe wohl wissend vorbringen, weil die AFD-Fraktion in diesem Rahmen keine Richtigstellung vorbringen konnte.
      Es war daher eine Notwendigkeit, diese Sitzung zu verlassen mit der gewonnenen Erkenntnis, im nächsten Jahr erst garnicht wieder zu erscheinen, denn niemand steht in der Pflicht, sich vor aller Augen beleidigen zu lassen.
      Noch ein Wort zu den Medien.
      Es wurde wieder jedem vor Augen geführt, daß es in der BRD keine pluralistische Presse gibt.
      Denn diese hat sich selbst die Losung ausgegeben, grundsätzlich die Position der Jüdischen Gemeinde zu übernehmen – auch wenn sie noch so falsch ist.

    • Das nennt man wohl den Antisemitismus verharmlosen. Woher haben sie das die Rechten mit ihrem Antisemitismus erst an dritter Stelle kommen?

  3. Ich kein AFD-Mitglied, kein Nazi usw. (muss man ja leider heute voranstellen):

    Wenn man Frau Knobloch kennt, weiß man, dass sie uns Deutsche nicht besonders mag. Ich verwahre mich aber dagegen, dass pauschal wieder mal von Antisemitismus gesprochen bzw. herbeigeredet wird.
    Ein paar Verblendete sind noch nicht das ganze Volk! Wir wissen über unsere Vergangenheit!
    Ich habe viele Freunde unterschiedlicher Religionen, auch Juden. Wir arbeiten, spielen und feiern zusammen; Religion kein Thema. Jeder glaubt daheim oder in seiner Gemeinde!
    Antisemitismus ist zu uns überwiegend eingewandert!

    Würde Frau Knobloch in Israel ebenso z.B. die ultrarechte Partei „Unser Haus Israel“ genauso anprangern? Da wird man mit dieser rechten Gesinnung sogar Verteidiguungsminister!? Oder die politischen Verhältnisse in Urgarn, Polen usw. ?
    Ich bin nur für Gleichbehandlung.

  4. Ich gehe mal davon aus das Frau Knobloch auf Einladung des Landtages gesprochen. Also auch der AFD !
    Ob man da gegen einen Teil der. „Gastgeber“ so sprechen sollte,
    über lasse ich der Meinung jedes einzelnen.
    Der parlamentarische Umgang ist aber völlig undemokratisch, die Ausgrenzung gewählter „Volksvertreter“ ist ungehörig.
    Man muß deren Meinungen nicht teilen, aber demokratische Gepflogenheiten sollten für ALLE gelten.

  5. Warum ist es so viel schwieriger, im Internet die Reden von Frau Knobloch und Herrn Naor zu finden, als Videos vond er sich mal wieder inszenierenden AfD?

  6. Übrigens: Je gestörter desto rausrennen, könnte man salopp sagen. Kennt vermutlich jeder, der mit psychiatrischen Gruppen arbeitet. Statt auf allen Kanälen auf die dauerbeleidigften AfD-ler beim Rausrennen (mal wieder) zu zoomen, sollte man die lieber ignorieren und die Reden zeigen. Ob die nun beobachtet werden oder nicht, ich sehe die nicht im demokratischen Spektrum.

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