Die Rückkehr der Wolfsrudel – Gefahr für Mensch und Tier?

Die Zahl der Wölfe in Deutschland steigt. Das zeigen neue Recherchen von report München. Vor allem im Osten Deutschlands sind die streng geschützten Raubtiere eine Bedrohung. Jetzt ist der Wolf auch im Westen angekommen. 200 Wölfe allein in Niedersachsen, deutschlandweit über 700. Müssen Wölfe jetzt bejagt werden? Immer mehr Politiker fordern eine Erleichterung des Abschusses. Der Wolf wird zum Wahlkampfthema, vor allem im Osten. Mehr

 

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  1. Sehr geehrter Redaktion, ich erwarte mir von einem Moderator eine NEUTRALE Moderation. Die Abmoderation des Wolf-beitrages ist NICHT NEUTRAL gewesen. Vergleicht man die Aussagen der bayerischen Jäger im Beitrag mit dieser Abmoderation – ein Schelm der Böses denkt dabei?!

  2. 700 Wölfe bundesweit? Wenn man bei dieser Populations“größe“ schon über einen Abschuss nachdenkt, werden wir in Ländern, in denen man sich mit Wölfen und Bären schon immer arrangiert hat, zu Recht ausgelacht.
    Und dass man sich im Jahre 2019 (!) immer noch der Klischees der Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm bedient, um den Weg für dieses „Ziel“ freizumachen, ist schon erschreckend in einer aufgeklärten Gesellschaft. Was kommt dann als nächstes, wenn man den Fortgang der Gleichberechtigung von Frauen stoppen will? Hexen, die auf Besenstielen durch die Gegend fliegen, die kleine Kinder fangen, sie mästen, in den Backofen schieben, um sie anschließend zu fressen?
    Natürlich sind auch die Belange von Schäfern zu beachten und selbstverständlich ist der Verlust jedes Schafes und jeder Ziege nachvollziehbar. Herdenschutzhunde und deren Haltung kosten Geld. Die Politik sollte hier investieren, als Steuerzahlerin hätte ich damit überhaupt kein Problem. Es muss doch möglich sein, beiden Seiten gerecht zu werden, ohne gleich die Das-kriegen-wir-auch-noch-kapputt-Keule auszupacken, die sich im Augenblick ohne Zweifel ausschließlich gegen den Wolf richtet. Ist ja auch schön einfach, er kann sich ja nicht wehren und befindet sich unschuldig in der Lage, ein Beutegreifer zu sein. Das ist ungefähr so, als würde man dem Menschen seine ausgeprägten kreativen Fähigkeiten vorwerfen, die es ihm erlauben, sich fort zu bewegen, ohne laufen zu müssen, oder mit jemandem zu sprechen, der ihm nicht gegenüber sitzt.

    • Friede!
      Ich habe gerade meinen comment hinterlassen.
      Diese Sendung hat mich bewegt, in der sich steigernden „Wofsdebatte“, die mich an die „Problembärendebatte“ in Österreich vor ca. zwanzig Jahren erinnert, meine Meinung kundzutun.
      Etwas, das ich so sonst nicht mache. Eher analog.
      Danke für die ähnlichen Gedanken dazu.

      MFG
      Eva Schneider

    • Friede !
      Leider wird sich immer wieder über die Märchen lustig gemacht.
      Haben Sie gewußt, das man in der Zeit keinen Fotoapparat, keine Kamera, keinen Fernseher, kein Kino, kein Handy, kein Internet hatte?
      Dafür beruft man sich heute auf Romane und Tierfilme, die zwar nicht der Realität entsprechen, aber nett an zu schauen sind.
      Wie sollte man früher, den Kindern möglichst schonend die vorhandene Gefahr durch Raubtiere übermitteln. Denn zu den Zeiten und auch noch heute, werden Menschen von Wölfen angegriffen. Egal ob auf dem amerikanischen Kontinent oder Europa, Asien. Die gleichen Wölfe, wie wir sie hier finden, sorgen auch dort für Angst auf Grund der Übergriffe.
      Wehren kann sich der Wolf allemal. Nur der Mensch und seine Tiere, werden ihm schutzlos ausgeliefert. Und ausgelacht werden wir, weil man sich als einziges Land so Naiv präsentiert, zu glauben, ohne Bejagung, könne man MIT dem Wolf leben. Schauen sie sich Nachrichten per Internet aus anderen Ländern an und lesen sie deren Vereinbarungen in der FFH-Richtlinie.
      Die Scheu und somit einen halbwegs möglichen Schutz vor dem Wolf, ist nur mit Waffengewalt möglich.

  3. Ich kann der Frau ELISABETH RETTENMOSER nur zustimmen, der Schlusskommentar war absolut daneben! Die angegebene Anzahl der Wölfe von 730 Wölfen muss man differenzieren: Es gibt derzeit 73 Rudel, 30 Wolfspaare sowie 3 Einzelwölfe in Deutschland (s. dbbw-wolf.de). 73 Rudel bedeutet ca. 584 Wölfe (ca. 8 pro Familie), macht insgesamt ca. 647 Wölfe. Davon sind aber lediglich 209 erwachsene Tiere, der Rest sind Jährlinge und Welpen! Wölfe abzuschießen bringt überhaupt nichts, dann steigt die Reproduktion bis hin zu Panikverpaarung, d.h. es vermehren sich nicht nur die Elterntiere. Außerdem nehmen evtl. die Angriffe auf Nutztiere zu, wenn die erfahrenen Elterntiere geschossen werden, da die Nachkommen noch zu unerfahren für eine Jagd auf Wildtiere sind. Der Anteil von Nutztieren an der Wolfsnahrung beträgt lt. Studien ca. 1%! Das sollte man möglichst mit Elektrozäunen und Herdenschutzhunden minimieren, aber auch nicht dramatisieren. Es sterben in Deutschland jährlich 13 Millionen (!) Schweine, bevor sie zum Schlachter kommen. Das ist ein Skandal!

  4. “ Schwierig aber an einer Bejagung wird wohl kaum ein Weg vorbei führen“:
    ist das die Meinung von report München oder vom Moderator.

    • Christa Laumen!

      Ich habe mir den Beitrag jetzt dreimal auf TV-Thek angeschaut – nachdem ich schon meinen comment geschrieben habe.
      Wurde Ihre „Frage“ :
      „Schwierig aber an einer Bejagung wird wohl kaum ein Weg vorbei führen“
      je beantwortet?!

      MLG
      Eva Schneider

  5. Der in der Sendung gezeigte Wolfsfreund will die Natur wieder so weit wie möglich in ihren ursprünglichen Zustand versetzen – habe ich das richtig verstanden? Wäre das dann nicht ein Zustand ohne Menschen? Wie weit wollen diese Tierfreunde, die ich im persönlichen Umgang und aufgrund ihrer Berichte über die Bosheit der Menschen meist als Misanthropen kennen gelernt habe, gehen?

  6. Eigentlich guter Beitrag. Er zeigte eines ganz deutlich: die naiven und sich immer wieder wiederholenden Argumente der Wolfsgegner auf der einen Seite und die sachliche Darstellung des Experten. Bewundernswert auch die Leute der Naturschutzstation, die selbst betroffen waren, aber keinen Hass gegen den Wolf hegen.
    Leider wurde im Beitrag der Herdenschutz nicht dargestellt, ist nämlich A und O beim richtigen Umgang mit dem Wolf.
    Wahlkampfthema wird der Wolf allemal, Populismus lässt grüßen.

    • Peter Wölflick!

      Danke für Ihren comment.
      Siehe meinem, den ich gerade -ohne Ihren vorher gelesen zu haben – gesendet habe.

      Eva Schneider

  7. Wo kann ich noch joggen? Nur noch in der Stadt mit ihren Abgasen? Meine bisherige Heimat ist nun die Heimat des Wolfes, laut Lokalzeitung ein Wolfsgebiet. Wie reagieren Wölfe, die entgegen den Beteuerungen der Wolfsfreunde nahe an Städte und Siedlungen herankommen, wenn sie eine rennende, verschwitzte Joggerin sehen und riechen? Was kann, muss ich dann tun?

    • @Carla Mayer
      sie riechen nach Mensch und sind deshalb keine Beute…seit fast 20 Jahren in dem Wölfe in Deutschland sind, ist kein Angriff auf Menschen bekannt. Ihre Gemeinde/Landkreis sollte eigentlich ihre Bürgerinnen u. Bürger entsprechend informieren, insbesondere Hundehalter.
      Ansonsten genießen Sie den Augenblick, wenn Sie tatsächlich einen Wolf begegnen sollten, denn die Wahrscheinlichkeit ist äußerst gering.

      • Alle Wölfe verhalten sich also völlig anders als Hunde, vor denen ich oft genug zitternd stehen muss bis der „Der tut nix“-rufende Hundehalter sie endlich bändigen kann? Wer soll das glauben? Darauf soll ich mch verlassen? Die Behauptungen im Internet, „in der Regel“ und „normalerweise“ griffen Wölfe Menschen nicht an, können mich nicht beruhigen – im Gegenteil! Und Deutschland ist angeblich tollwutfrei, aber wie lange noch? Schöne Tiere können Sie auch im Zoo bestaunen oder bei einer Safari in kaum besiedelten Gebieten. Es gibt keinen Grund für Wölfe in dicht besiedelten Gebieten wie Deutschland, aber viele Gründe dagegen, nämlich die Bedrohungen für Millionen Menschen und Kinder, die sich nicht „artgerecht“ verhalten! Ich jedenfalls werde nur noch in nachweislich wolfsfreien Gegenden Urlaub machen. Dass ich aber in meiner Heimat Angst haben muss, beim Joggen auf einen Wolf zu treffen, finde ich fürchterlich.

        • Ja, freilaufende Hunde sind ein Problem da gebe ich Ihnen recht. Deshalb sollten diese in Wald und Flur generell angeleint sein.
          Wölfe stellen aber keine Bedrohung dar, ihre Darstellungen sind leider das Ergebnis der ständigen Panikmache diverser Personengruppen im Netz. Sie müssen wirklich keine Angst haben, beim joggen im Wald, auf einen Wolf zu treffen. Was machen Sie denn, wenn Sie auf eine Rotte Wildschweine treffen?

          • Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste! Menschen sind wertvoller als Porzellan! Frei laufende Hunde sind ein Problem, aber freilaufende Wölfe sind keins? Wer kann das glauben? Was in ZEIT-Online, Nr.14/2015 an Tatsachen berichtet wird, überzeugt mich mehr als blauäugige Vermutungen, die durch nichts bewiesen sind. Wozu sollen denn Wölfe in dicht besiedelten Gegenden gut sein? Was ich mache, wenn ich auf eine Rotte Wildschweine treffe? Es gibt immer noch etwas schlimmeres; muss ich deswegen etwas akzeptieren, für das es überhaupt keine Notwendigkeit gibt, sondern das nur Bedrohung bedeutet?

          • Frau Mayer, machen Sie Urlaub, wo Sie wollen – Sie werden nie auf einen Wolf treffen.
            Als Joggerin machen Sie sich bei Wölfen allerdings selbst zur Beute, wenn Sie vor ihnen davonlaufen. Ich weiß von zwei dokumentierten Vorfällen in den USA, die bei einer Joggerin tödlich endeten. Das ist aber gar nichts im Vergleich zu den Zahlen von Verkehrstoten!
            Beim Auftauchen von Wölfen gilt der gleiche Hinweis wie bei Hunden: Weder weg-, noch direkt auf sie zurennen! Weglaufen sollte man nur, wenn man mit Sicherheit schneller ist. Das Tempo auf normale Gehgeschwindigkeit drosseln, sich für die Tiere deutlich sichtbar abwenden und in seitlicher Richtung weggehen. Krach machen und schreien hilft auch, denn es zeigt den Tieren, daß mit Menschen nicht gut Kirschen essen ist!
            Und wir Menschen müssen endlich von dem hohen Roß heruntersteigen, daß sich die gesamte Natur nach uns richten muß! Jeder ist selbst für seine Sicherheit verantwortlich und die Erwachsenen für die der Kindern.
            Noch einen Rat an Sie, Frau Mayer: Laufen Sie in Freizeitparks und nicht auf dicht befahrenen Straßen, denn da ist die Gefahr zu verunglücken allemal höher.
            Nun hat Deutschland endlich mal eine Chance, auf etwas stolz zu sein. Nämlich das etwas problematische Zusammenleben von Menschen mit einem Spitzenprädator meisterhaft zu bewerkstelligen, was anderen Ländern längst gelungen ist. Aber wie es aussieht, wird auch diese Gelegenheit wieder vermasselt, obwohl Wölfe eine große Bereicherung unseres Ökosystems sind.

          • 273 getötete Kinder in drei indischen Bundesstaaten in den Jahren 1980 bis 2000. Einige Wölfe waren in die Hütten von Dorfbewohnern eingedrungen. Aber die Wölfe in Deutschland laufen davon …

    • Carla Mayer!

      meinen comment allgemein habe ich ohne den Ihren vorher zu lesen geschrieben – Sie können Ihn also gerne finden.

      Als „Böse Wienerin“, die im Wald4 lebt, empfehle ich Ihnen:
      München, Englischer Garten, zur Not in den Eisbach hüpfen.

      MLG
      Eva Schneider

  8. Frei laufende Hunde sind ein Problem, aber freilaufende Wölfe sind kein Problem? Wer kann das glauben? Was im Internet an Fakten zum Thema Gefahren und Angriffe durch Wölfe in Europa, USA, Indien und der übrigen Welt berichtet wird, überzeugt mich mehr als Vermutungen, die durch nichts bewiesen sind. Wieso sollten Wölfe, die aus Osteuropa kommen, sich hier anders verhalten als dort und sonst in der Welt? Und wozu überhaupt sollen Wölfe in dicht besiedelten Gegenden gut sein? Welche Arten „fehlen“ uns denn sonst noch? Müssen die bösen Menschen und ihre Zivilisationen verschwinden, damit die harmlosen Raubtiere wieder auf der Erde ungestört im Paradies leben können? Was ich mache, wenn ich auf eine Rotte Wildschweine treffe? Wie konnte Deutschland all die vielen Jahrzehnte ohne Wölfe überleben? Mir hat nichts gefehlt! Und es gibt immer noch etwas vielleicht Schlimmeres – muss ich deswegen hier eine Raubtierart akzeptieren, für die es überhaupt keine Notwendigkeit gibt, und die im Gegenteil nur Bedrohung bedeutet?

  9. Herr Wempe hat völlig Recht. Beim Thema Wolf zeigt sich Mal wieder die Doppelmoral. Es wird sofort ein Abschuss gefordert, weil dem Wolf eine verhältnismäßig kleine Anzahl von Schafen oder Ziegen zum Opfer gefallen ist. Dass aber de facto im Auftrag der Gesellschaft jedes Jahr Millionen von Nutztieren dem Menschen zum Opfer fallen, teils unter unsäglichen, tierquälerischen Bedingungen wie jüngst erst wieder bei einem bio-zertifizierten Schlachthof in Oldenburg aufgedeckt wurde, das wird schulterzuckend akzeptiert. Folgte man der Logik derjenigen, die den Abschuss der Wölfe fordern, müsste die Gesellschaft sich konsequenterweise selbst erschießen dafür, dass sie es ok findet, dass z. B. Millionen von Küken geschreddert, trächtige Kühe geschlachtet oder Rinder in den Nahen Osten verschachert werden, wo eine regelrechtes Massaker bei vollem Bewusstsein auf sie wartet.
    Im übrigen: Stellte man den Menschen vor die Wahl, wie er seine Nahrung beschafft, also mühselig im Wald mit Pfeil und Bogen kilometerweit dem Wild hinterherrennen oder einfach um die Ecke in den Supermarkt, würden sich die allermeisten Menschen für den Gang in den Supermarkt entscheiden, ganz einfach, weil es unser biologisches Programm ist, möglichst wenig Energie zu verbrennen, um an neue Energie heranzukommen. Der Wolf und unzählige andere Tiere tun nichts anderes. Und wenn man dem Wolf einen ungeschützten Supermarkt (Herde ohne Herdenschutzhunde) auf der Weide anbietet, braucht sich kein Mensch zu wundern, dass auch der Wolf in den Supermarkt geht, weil er dort verhältnismäßig leicht an Beute herankommt.

  10. Der Wolf hat es gern ruhig.

    Ich erlebe seit zehn Jahren die Wanderung der Wölfe im nördlichen Niederösterreich – ausgehend vom sehr grossen Areal des militärischen Truppenübungsplatzes Allentsteig nahe der österreichisch/tschechischen Grenze – Richtung Süden. Mittendrin – ca. 20km entfernt – lebe ich im Dorf. Die Wolfsrouten, die bereits seit zwei Jahren schon bis zur Donau reichen umgehen Siedlungsgebiete ganz explizit.

    Mittlerweile mache ich mir Sorgen ob der Schiesswütigkeit der Jägerschaft, die sich ohnehin immer schon gegen Katzen gewendet hat, und jetzt einen neuen Feind des eigenen Jagdbegehrens entdeckt: den Wolf.
    Das begehrte Rotwild wird gehegt, das ebenso begehrte Schwarzwild geschont, oder zumindest nicht ausreichend dezimiert.
    Jagd ist hierorts ein profitabler Wirtschaftsfaktor. Dafür nimmt man schon einmal das sehr teure geförderte Eingrenzen von (hier nicht ansässigen) Kukkuruzfeldern mit Elektrozäunen in Kauf.

    Ich unterstelle dazu einen gewissen Zusammenhang mit der Einstellung der (wieder einmal) immer rechtsrückenderen konservativen Bevölkerung, dass was UNS (jetzt) gehört, nicht mit wieder Zurückkommenden geteilt werden will.
    Flur- und Ortsnamen im unmittelbaren Umkreis widersprechen dem bis vor knapp unter einem Jahrhundert selbstverständlichen Vorhandensein des Wolfs:
    „Wolfsgloat“, „Wolfshof“, „Wolfshoferamt“ .

    Wer sein freilaufend gehaltenes Vieh gut bewirtschaftet, muss sich nur an die ( seit ca. 70 Jahren nicht mehr praktizierte Mensch- und Hundearbeit bei der Herdenhaltung ) erinnern wollen, oder neu erlernen.

    Gerissene Ziegen ( auf Kinderspielplätzen! ) sind menschenverschuldet.
    Ziegen sind nicht digital…..
    Kinder werden SO nicht vertraut im Umgang mit dem Tier.

    Das achtlose Benutzen von „Natur“ durch Mountainbiker, Radfahrgruppen, Wanderer und Camper unter Hinterlassung von fressbarem Müll, das in den letzten zehn Jahren exponential gestiegen ist, wird wohl auch im hier nicht so dicht besiedelten Gebiet ( versus Wildschwein und Waschbär im Speckgürtel von Grossstädten ) bald Folgen zeigen.
    Ortsgemeinden hier versuchen bereits durch demonstratives Hinweisen an ihren Ortstafeln mit gefüllten Säcken voll solcher Dinge nach Aufräumaktionen durch Freiwilige und grossen WARUM?! Schildern das aufzuzeigen – ganz analog!

    At last – auch wenn ich noch viel zum Thema zu sagen hätte – menschengemachte Schäden durch verantwortungslose Hundehaltung, die im Ansteigen ist, haben schon dreimal dazu geführt, dass Rehe in meinem 1Meter hoch eingefriedeten Garten Zuflucht gesucht haben – zwei habe ich rechtzeitig entdeckt, eines verendet vorgefunden, und mit Hilfe der Polizei vom unwiligen Jagdgehilfen entfernen lassen, der über den ihm eigentlich bekannt sein müssenden Bestand keine Aussage geben konnte/wollte.

    Danke für Ihre Sendung via TV-Thek.
    In der Hoffnung, dass meine Informationen Widerhall finden bei der gerade stark um sich greifenden medialen „Wolfsdebatte“.

  11. Woelfe finden in Deutschland ein reichgedeckten Tisch vor, und ein Gleichgewicht in die Natur gibt es selbst in riesigen Laender wie Kanada nicht mehr. Im Moment, wegen wenig Schnee (das jagen ist fuer Woelfe dadurch schwierig, denn Elch usw ist schneller als im Tiefschnee) naehern sich Woelfe Doerfe im hohen Norden Kanadas, die Woelfe sind viel duenner als sonst, und Bewohner werden gewarnt. Uebrigens, Koyoten, welche immer als scheue Nagerfresser bekannt waren, haben sich hier in Edmonton eingelebt, haben schon Hunde gerissen und Menschen angefallen. Zu behaupten es ginge keine Gefahr von Woelfe aus, ist m.E. leichtsinn.
    [Hier hat die Redaktion einen Link entfernt, vgl. Kommentarrichtlinien]

  12. Es ist schon traurig, wie bequem wir Menschen sind – wir das mächtigste und oft auch grausamste Raubtier des Planeten. Wir wollen Luxus, sogar im Naturbereich – wir wollen überall schwimmen, joggen, wandern können. Alles, was uns da gefährden könnte, sollte bestmöglich entfernt werden.
    Der Mensch tötet ca. 100 Millionen Haie pro Jahr, der Hai greift 111 mal Menschen an, davon sterben 9 – weltweit(2015). 9 Tragödien, ohne Frage. Wieviel Menschen sterben durch Kriege, Schlägereien, Morde, nach Vergewaltigungen usw. Wir Europäer oder Deutsche wünschen uns Wildtiere in Afrika, Asien oder Südamerika, doch die Bevölkerung vor Ort hatte immer das Problem dadurch Einschränkungen zu erleben. So dünnbesiedelt sind diese Bereiche gar nicht!
    Menschen wie Frau Mayer sei gesagt, dass es nirgendwo eine Sicherheit gibt. Fährt sie Auto? Hat sie eine Familie – die meisten körperlichen Angriffe auf Menschen finden statistisch in der Familie statt. Es gibt Männer, die joggende Frauen in Wälder vergewaltigt und getötet haben.
    Ich wünsche Frau Mayer nur das Allerbeste, aber mich macht unsere Arroganz, unsere Überheblichkeit traurig und wütend zugleich. Wir als Menschen haben die Verantwortung fair mit unseren Mitlebewesen umzugehen. Warum glauben wir, dass wir das Recht haben, um unserer Bequemlichkeit willen, Tieren nur noch Räume in Zoos zu gestatten. Uns zu informieren, natürlich auch zu schützen, aber mit Augenmaß – wie wir behandelt werden wollen, so sollten wir andere behandeln! Dafür sollten wir Anstrengung in Kauf nehmen, nicht nur für Profite oder unsere Fitness.

  13. Ich möchte ihnen Danken, das endlich eine kritische Denkweise von einem deutschen Fernsehsender erscheint.
    Die Generationen, welche bevorzugt die öffentlich rechtlichen Sender nutzt, ist auch jene Bevölkerungsgruppe, die sich nicht permanent in Internet austauscht. Schön wäre es, wenn Sie eine Sendung mit der Thematik „Wölfe in Deutschland und die Gefahr für den Mensch“ in diesem Stil, aber natürlich mit längerer Sendezeit, in der Hauptsendezeit von ARD plazieren würden.
    Die Bevölkerung geht unwissend und entsprechend unbedarft durch die Natur, ohne zu Wissen, das sie sich in einem Wolfsgebiet befindet. Das Recht auf Unversehrtheit, setzt aber eine ungeschönte Information vorraus.

  14. Nutzt man das Internet, um sich NEUTRAL zu INFORMIEREN, kommt man zu der Erkenntnis, das die Angst nicht unbegründet ist. In allen Ländern, wo der Wolf seit Jahren anwesend ist, bzw. nie abwesend war, gibt es nicht nur die Verzweiflung der Nutztierhalter.
    Neben diesem Problem, wird dort auch in den Medien von Angriffen auf Menschen berichtet. In allen Ländern findet auch eine Bejagung statt. Nicht aus Freude an der Jagd, sondern weil ein Raubtier in bewohnten Gebieten, garkeine andere Möglichkeit bietet. Auch Menschen sollten ein RECHT auf Verteidigung haben.

  15. Schön, das auch endlich einmal auf die Probleme, die selbsternannte Tierschützer verursachen, hingewiesen wird.
    Die verbalen Angriffe, mittels stalken, diffamieren, veröffentlichen von privaten Daten ( von „Wolfsgegnern“ sogenannte „Wolfshasser“) im weltweiten Netz, ist nämlich eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Menschheit. Mein Mitgefühl gilt daher auch denen, die unter diesen verbalen Angriffen zu leiden haben. Wie man auch hier in Kommentaren lesen kann, werden Menschen, die wirkliche Erfahrungen mit dem Wolf machen mußten/müssen, als Naiv dargestellt. Auch das Problem findet sich weltweit. Egoismus ohne Empathie ist wieder weit verbreitet in der heutigen Gesellschaft. Man kann dieses nur mit Bildern und Berichten von menschlichen Opfern aus anderen Ländern stoppen. ( Hoffe ich jedenfalls )

  16. Herr Ulrich Wotschikowsky ist übrigens nicht nur Wildbiologe und Forstwissenschaftler, sondern besitzt auch einen Jagdschein und bildet Jäger aus. (habe ich im Leitfaden des BfN zum Thema Wolf gelesen)
    Daher wirkt seine Aussage auf mich doch sehr befremdlich…..

  17. Vielen Dank für diesen Beitrag! DIe Informationen waren mir nicht bekannt und ich habe einiges neues gelernt. Dem möchte ich hinzufügen, dass ich es auch etwas merkwürdig finde, dass man Anstoß an dem gerissenen Schaf und dem verletzten Tierwohl nimmt, dass sich derzeit unter 2000 Fällen befindet, während wir in Deutschland pro Jahr 745 000 000 (2017) Tiere unter jeglicher Missachtung des Tierwohls in Massenhaltg zum Verzehr halten und ebenso brutal sterilisieren und schlachten.
    Die Begegnung Mensch Wolf ist problematisch. Aber abschießen kann es ja nicht sein. Wie machen das denn andere Länder? Wie macht man das in Afrika, wo noch viel größere Tischgenossen die Nutztiere verspeisen wollen? Wie leben die Menschen in Kenia mit dem Löwen? Wie in Syrien und Russland mit dem Wolf? WIe macht das Nordkanada mit dem Eisbär? Die USA und Kanada mit dem Grisli? Indien mit dem Tiger? Es braucht eine Erstellung von Regeln, Schulungen und Maßnahmen wie man mit dem Wolf lebt. Und soweit ich das verstanden habe, gibt es das Angebot und das Wissen!? In den USA beispielsweise müssen Mülltonnen konsequent verschließbar sein, so dass der Bär sich nicht bedienen kann und weg bleibt. Wer im Nationalpark wandern geht führt ein Bärenpfefferspray und Trillerpfeife mit sich. Füttern unter allen Umständen verboten. Und so darf es vielleicht auch einfach im Wolfsgebiet keine Ziegen im Kindergarten geben, sondern lieber einen Hund oder Meerschweinchen die man im Haus halten kann. Was für eine Tierliebe lehren wir unsere Kinder, wenn die Ziegen haben dürfen, aber der Wolf dafür sterben muss?

  18. Wie feindlich muss man gegenüber den Menschen eingestellt sein, um sie generell, also auch sich selbst und seine Familie, als Raubtiere zu bezeichnen und auf eine Stufe mit Tieren zu stellen? .

    • Hallo Herr Bähr,
      ich denke, gerade als Mensch ist es möglich und wichtig, sich selbst und sein Verhalten zu reflektieren. Das bedeutet nicht, dass man sich oder den Menschen gegenüber feindlich eingestellt ist. Nur realistisch. Immerhin gibt es sehr viele Menschen, die sehr differenziert und empathisch sind. Und die ihre Verantwortung für ihr Handeln in einem größeren Kontext wahr nehmen.
      Raubtier wird mit dem lateinischen Wort Carnivora übersetzt, was wiederum fleischverschlingend bedeutet.
      Ich denke, Sie sind sich unseres Fleischkonsums bewusst, kennen die Massentierhaltung. Vielleicht finden Sie, dass dies uns zusteht. Genauso das Töten der Raubtiere, die in unserer Vorgeschichte oft Nahrungskonkurrenten waren und auch deshalb bejagt wurden. Sollten wir als mittlerweile haushoch überlegenes Lebewesen nicht in der Lage sein, die Natur zu achten und sie zu schützen. Respekt und Empathie für jedes fühlende Lebewesen sollte uns auszeichnen und eben nicht zerstörerische Überheblichkeit und Genusssucht. Es gibt so viele Möglichkeiten, Wölfe zu kontrollieren, dass es absurd ist, dass wir als „Mensch“ (nicht als Raubtier), als ultima ratio das Töten nutzen wollen. Dabei ist der Wolf selber natürlich überhaupt kein Kuscheltier. Ich liebe den Menschen, genauso wie ich diesen Planeten wertschätze, der uns trägt!
      Selbstkritik und Liebe müssen sich nicht „feindlich“ gegenüberstehen, sondern sind meist Bedingung füreinander.
      In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie nur das Beste!

      • Hallo Herr Freivogel,
        da ich kein Befürworter der Stallhaltung bin, was auch als Massentierhaltung bezeichnet wird, bin ich dem entsprechend auch gegen den Wolf in bewohnten Gebieten. Der einzige Schutz der Nutztiere vor Angriffe des Wolfes, bietet sich nur durch Aufstallung. Mit der Duldung seiner Anwesenheit, fördert man die Massentierhaltung, denn diese „Tierfabriken“ haben sich zu Recht noch nicht über den Wolf beklagt.

        Ihre Aussage : Sollten wir als mittlerweile haushoch überlegenes Lebewesen nicht in der Lage sein, ….
        ist meines Erachtens der Hinweis auf ein überhebliches Denken. Zu Recht steht der Wolf an der spitze der Nahrungskette, seine körperliche Beschaffenheit und die Größe seines Hirns, gibt ihm keinen Anlass, sich vor uns zu fürchten, es sei denn, wir sind in der Mehrzahl und gut bewaffnet.
        Desweiteren weisen Sie darauf hin, dass es so viele Möglichkeiten gäbe, Wölfe zu kontrollieren. Meinen Sie damit die Überwachung und diese Tiere zu gängeln ?
        Die Überwachung mittels Besenderung scheint ja hierzulande nicht so zu gelingen und über ein gängeln von Wölfen habe ich trotz monatelanger Suche im Internet noch nichts gefunden.
        Realistisch betrachtet, ist die Anwesenheit von Wölfen in urbanen Gebieten, eine oftmals unterschätzte Gefahr.

  19. Anhand der Kommentare, möchte ich nochmal darauf hinweisen, das es nicht um die Gefahr des Menschen im Naturschutzpark geht, wo „man ja in die Heimat der Wildtiere eindringt“, sondern es geht um das eigene Umfeld.

    Hier wird geschrieben, man sei für seine Sicherheit und besonders für die seiner Kinder selbst verantwortlich.
    Wir leben in bewaldeten Gebieten, mit Reh und Co als Nachbarn.
    Unsere Kinder gehen zur Schule oder zum Sportverein, bzw. fahren mit dem Rad dorthin. Sie stehen alleine schutzlos an der Bushaltestelle. Zu dieser Jahreszeit, sind sie auf Grund der Schulpflicht in der Dunkelheit unterwegs. Ab der 2.Klasse SOLLEN die Kinder alleine gehen/fahren.
    In anderen Ländern kam und kommt es zu Übergriffen vom Wolf. Es ist unverantwortlich, das wir dieser Gefahr ungefragt ausgesetzt werden. Und nein, wir lassen unsere Kinder nicht auf vielbefahrenen Straßen spielen und joggen nicht über die Autobahn.
    Ich habe schon zweimal einen Wolf vor Ort gesehen (einmal tagsüber, einmal Nachts um 2 Uhr), saß aber Gottseidank im Auto.
    Bei Wildschweinen, kann man sagen, seit in DER Gegend vorsichtig, dort lebt eine Rotte. Mit dem Wolf muss man überall und zu jeder Zeit rechnen.
    Und als Krönung empfiehlt man den Kindern noch, sich viel in der Natur aufzuhalten, dann habe man vielleicht das „Glück“ einem Wolf zu begegnen Oder:
    „Wenn ihr mit dem Auto durch einen Safaripark fahrt, bleiben die Tiere nah bei euch. Steigt ihr aber aus, wittern sie euch und laufen weg“, sagt Knorr.
    So sei es bei Wölfen auch. (Konstantin Knorr, Artenschutzreferent im Umweltministerium).
    Der „Natur entrückt“, sind die unbelehrbaren Wolfsfreunde.

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