Vom Musterland zum Klimasünder – Unser Versagen bei der Energiewende

Deutschland galt lange Zeit als Musterland der Energiewende – aber das ist lange her – die Bundesregierung droht internationale Zielmarken deutlich zu verfehlen. Mit Folgen für die Steuerzahler. Bis 2030 muss die Bundesrepublik wohl bis zu 60 Milliarden Euro an Emissionsberechtigungen bei anderen Ländern einkaufen, die erfolgreicher sind. Der Bundesrechnungshof klagt an: Chaotische Organisation, ineffiziente Programme. Die Bundesregierung droht mit dem Generationenprojekt Energiewende zu scheitern. Mehr

 

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  1. Das Versagen bei der Klimawende in Deutschland hat einen eindeutigen und klar messbaren Namen: Der völlig ungeplante und konzeptlose Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie seit 2011.

  2. Liebe Fernsehzuschauer, in diesem Beitrag wird auch über den Einsatz von Wärmepumpen berichtet. Ich war im kirchlichen Bereich tätig und bin im Eigentümerbeirat im Haus in dem ich wohne. In der Wohnanlage und in kirchlichen Gebäuden mussten Heizungen erneuert werden. Wenn man vorschlägt Wärmepumpen einzubauen stößt man nur auf Ablehnung. Man bekommt von örtlichen Heizungsbauern nur Brenner angeboten. Selbst große Anbieter wie Lichtblick haben aufgrund technischer Probleme Wärmepumpen aus dem Sortiment genommen.

  3. Es ist ein großer Irrtum, dass Deutschland ein Musterland gewesen sei! Deindustrialisierung Ostdeutschlands verbunden mit der Verringerung der Braunkohleförderung von 1989 300 Mio t. auf heute 65 Mio. Mio. t ist die Quelle von etwa 25 % oder 250 Mio. t CO2 äq Treibhausgasminderung bis 2012 (nach OECD-Bericht).
    Vor 4 Jahren 2014 empfahl Dr. Hofreiter Kraftwerke aus der Zeit Adenauers abzuschalten. Kraftwerk Jänschwalde ist ein Kraftwerk aus Honeckers Zeiten mit bedeutend besserem Wirkungsgrad und nach gerüsteter Rauchgasreinigung. Strom ist in der Größenordnung der Stromversorgung kaum speicherbar. Deshalb ist es auch mit großen Anstrengungen nicht möglich eine Elektroenergieversorgung mit fluktuierenden PV- und Windkraftanlagen aufzubauen. Ich kenne noch Stromsperren aus meiner Kindheit und ich habe den Stromausfall 1978/79 in der DDR miterlebt. Ich kann nur raten weniger Visionen und mehr Realitätssinn zu haben.

  4. Ich darf mal den Bericht zitieren: „Deutschland war einst Klimaschutz-Pionier. Die Energiewende galt als Vorbild“. Und hier im Text: „Deutschland galt lange Zeit als Musterland der Energiewende“.
    Hallo? Was für eine Märchenstunde ist das denn? Liebe Report-Redaktion, wann soll denn Deutschland bitteschön Klimaschutz-Pionier gewesen sein, und überhaupt: was hat die dt. Energiewende mit Klimaschutz zu tun?
    Zur Erinnerung: 2011 beschloss eine von der angeblichen “Klima-Kanzlerin“ eingesetzte 17-köpfige Ethikkommision aus 14 Priestern, Soziologen, Politologen u.ä. und ganzen 3 Mitgliedern mit techn.-naturwiss. Hintergrund (davon aber kein Energietechniker, Meteorologe o.a. relevante Fachgebiete), dass Deutschland das ureigenste grüne und seit Jahrzehnten von der gesamten Medienlandschaft unterstützte Ziel umsetzte: den Ausstieg aus der Kernenergie, mit der Folge, dass seitdem schon satte 10 Gigawatt CO2-freie Stromkapazität flachgefallen sind und in den nächsten 4 Jahren nochmal weitere knapp 10 GW CO2-freier Strom entfallen!
    Klimaschutz ist nicht ansatzweise Gegenstand der dt. Energiewende! Das Gegenteil ist der Fall. Gegenstand der Energiewende ist der Verzicht auf gut 20 Gigawatt CO2-freien und im Gegensatz zu Wind und Sonne grundlastfähigen Strom von Mitte 2011 bis Ende 2022, was etwa 40% unseres Grundlastbedarfs entspricht. Klimaschutz war insbesondere noch nie Ziel von Grünen-Politik. Auch schon der grün-rote Energiekonsens der Schröder-Regierung von Juni 2000 sah ausschließlich Reststrommengen für CO2-freie Kernenergie vor. Eine Reduzierung der Kohleverstromung war überhaupt kein Thema! Jetzt versammeln sich allerorts, wie am Wochende in Köln, Tausende Kohle-Gegner und beschweren sich, in Deutschland ginge seit etlichen Jahren der CO2-Ausstoß nicht zurück. Liebe Leute, liebe Redakteure von Report, Monitor & Co, wo wart Ihr 2011, wo wart Ihr schon 2000? Was lamentiert ihr hier jetzt? So ist das eben, wenn man seit 7 Jahren alle neu geschaffenen Kapazitäten an regenerativen Energiequellen vergeudet, um mit einer CO2-freien Energieart die andere zu ersetzen, statt aus der fossilen Verbrennung auszusteigen und weil das noch nicht mal ganz klappt steigt der CO2-Ausstoß sogar.
    Gleichzeitig sind die Grünen, die noch nie was mit CO2-Reduzierung am Hut hatten, bis Ihnen die Kanzlerin mit dem Atomausstieg ihr Leib- und Magen-Thema geklaut hat im Stimmenhoch und nach etlichen Politbarometern glauben die veräppelten Deutschen, diese naturwissenschaftlichen Dilettanten hätten die größte Umwelt- und Klimakompetenz.
    Das ist alles so grotesk, ich muss mich total zusammenreißen, um mein Vokabular in Zaum zu halten.

  5. Richtig Wärmepumpen sind die einzige Art und Weise Wärme vor Ort emmisionsfrei aus Umweltwärme bereitzustellen. Ja sie kann bei Grundwassernutzung sogar dazu beitragen, dass die Erwärmung des Grundwassers in den Vedichtungsräumen gesenkt werden kann. Vor 30 Jahren konnte eine Wärmpumpe mit den anderen Heizungsenergieträgern konkuriern. Hohe Investionskosten konnten durch geringe Betriebskosten wettgemacht werden. Warum ist das heute nicht mehr so? Abschaltbaren Verbrauchern wurde der Leistungspreis geschenkt.
    Sie fragen warum abschaltbar und was ist Leistungspreis? Auch ohne Smart-Metering konnte mit Rundsteuerung eine Leistungsanpassung, quasi virtuelle Speicherung, vorgenommen werden. Der Leistungspreis bepreiste die Anschlußleistung, die ja vorgehalten werden muß (wie Leiterquerschnitt), ob Strom abgenommen wird oder auch nicht. Heute wird der Wärmepumpenstrom mit Zusatzlasten belegt, die die Vorteile konterkarrieren. Obwohl die Wärmpumpe auch Erneuerbare Energie nutzt wird sienicht wie PV- und Windkraft nicht subventionier, sondern gar noch mit der EEG-Umlage belegt. Allein die EEG-Umlage ist heute höher als als der damalige Arbeitspreis. Netzkosten werden nicht als Leistungspreis, sondern als Preisbestandteil der elektrischen Arbeit ausgewiesen. Nun das ist der Grund, warum sich Wärmepumpe nicht rechnet.

  6. Das Problem hier in Deutschland ist, dass diejenigen, die Ahnung von ´Naturwissenschaft und Technik haben´, als Lobbyisten beschimpft werden und die Debatte komplett von Laien an sich gerissen wurde. Da kann eine Frau Baerbock, die für ihre Partei als „Klimaexpertin “ hausiert, ohne das sich in ihrer Vita die geringste Qualifikation in irgendeiner Natur- oder Ingenieurwissenschaft findet, geschweige denn Meteorologie oder Fahrzeug- oder Energietechnik, in eine Talkshow setzen und erzählen, wir hätten schon Stromspeicher: die Netze (da haben wohl Tausende E-Technik-Profs seit 100 Jahren Mist doziert… ), und keiner von den grandiosen deutschen Investigativ-Journalisten bei Report, Frontal 21 und Co deckt dieses Laientum und Öko-Hochstapelei mal auf.
    Solange der gemeine Bürger auf dem fachlichen Niveau informiert wird, wie heute wieder, rutscht Deutschland international immer weiter nach hinten und ist auch jetzt schon die Lachnummer mit seiner „Klimapolitik“

  7. Lieber Horst, lieber Herr Schmidt

    Alles richtig. Mit diesen Diskussionen in begrenztem Kreis erreichen wir jedoch leider nichts. Die „schöne Helena“, pardon Annalena, sagte im „Interview der Woche“, DeuFu, 21.01.2018, ca. 11:10 Uhr: „..Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet….“. – Ich hörte das zufällig und glaubte, „mich küsst ein Elch“; ist ja alles nachzulesen in der Mediathek des Senders.
    Diese Info übergab ich dem MdB, Herrn Kottre anlässlich seines Besuches in Forst/L., und er verwendete sie in seiner nächsten Rede vor dem Bundestag und bedankte sich bei mir per e-mail.
    Eine Luft/Wasser- Wärmepumpe besitze ich seit einigen Jahren. Leider sinkt deren Leistungszahl von ca. 3 bei 20 grd. Lufttemperatur erheblich bei Temperaturen von 10 bis 15 grd. auf ca. 2.
    Lieber Horst, sicher kennst Du meine letzten Leserbriefe in der LR und im Märkischen Boten, bitte schreib auch wieder mal etwas, so wie auch Frank Hennig letztens. Irgenwann müssen die indoktrinierten Redakteure doch mal zur Besinnung kommen.

  8. Lieber Wolfgang,
    Luft/Wasser-Wärmepumpe bei 2 ist ja richtig! Doch wann und wie lange ist diese Situation. Auch ist 2 besser als Widerstandsheizung.
    Die Großstädte beklagen die Erwärmung des Grundwassers und des Bodens durch den Wärmeeintrag. Ja genau diesrn Wärmespeicher muss genutzt werden. Grundwasser oder kalte Fernwärmeleitung sind da sehr sinnvoll! Eine Wärmepumpe kühlt nur Wasser von Trinkwasserqualität und verunreinigt es nicht!
    Frohes Fest!

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