UNO rügt Deutschland – Keine gesicherte medizinische Versorgung für alle Menschen

Eigentlich sollte in Deutschland jeder krankenversichert sein. Die Realität ist anders. Genaue Zahlen gibt es nicht, die Bundesregierung spricht von 80.000 Menschen ohne Krankenversicherung –Hilfsorganisationen dagegen von mehreren Hunderttausend Menschen, die keinen Anspruch auf medizinische Versorgung im Krankheitsfall haben. Und: Die UNO hat Deutschland gerügt, dass hierzulande nicht alle Menschen gleichermaßen das Recht auf medizinische Versorgung haben.Mehr

 

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  1. Guten Tag,
    ihr habt eine Gruppe, die auch durchs Raster fallen vergessen zu erwähnen.
    HartzIV-Empfänger, die eine 100% Sanktion haben. Lebensmittelgutscheine, um wenigstens wieder krankenversichert zu sein sind bei Singles eine Kann-Leistung der Jobcenter.

    Ich habe schon mehrere Personen aus diesem Personenkreis, die betroffen waren kennengelernt.

    • Danke für den Hinweis. War selbst auch davon betroffen. Das Jobcenter hat alle Leistungen eingestellt weil ich nicht zustimmen wollte, dass „alles ist besprochen und erledigt“ ist. Dabei ist bis heute die Verhinderung der Arbeitsaufnahme durch das Jobcenter (bestätigt in deren Fallmanagerbericht) ungeklärt. Immerhin kam vom Jobcenter die schriftliche Aufforderung mich einfach privat zu versichern um als Diabetiker versorgt zu sein, also die Aufforderung zum Betrug. Denn wer eine Leistung in Anspruch nimmt, obwohl er diese nicht bezahlen kann, betrügt. Ganz davon abgesehen,d ass das Jobcenter dann nur die Kosten der gesetzlichen KV erstattat hätte aber nicht die höheren Kosten der PKV.
      Überlebt habe ich damals mit Augen- Nierenschaden (irreparabel). Nach 10 Mnaten hat das Jobcenter plötzlich wieder die Leistungen bezahlt und 6 weitere Monate alles nachbezahlt.
      Problem: dadurch wurde auch die Versicherungslücke geschlossen und bei den üblichen oberflächigen Nachforschungen werde ich als Lügner hingestellt, weil ich ja keine Versicherungslücken habe. Wir betreiben die Strafanzeigen, usw. aber weiter.
      Doch wie überall in der deutschen Bürokratur herrscht Beschäftigungstherapie zur Eigenprofilierung/Versorgung.
      PS Leider ist der Gesundheitsminister voll ausgelastet, u.a. mit dem elektronischen Rezept das nun aber andere umsetzen müssen. Übrigens ist das Thema geklaut – in UK gab es schon vor Monaten Werbung dafür. Dort wird es auch umgesetzt: elektroniaches Rezept – automatisch an Apotheke (zentral) und Versand per Post nach Hause.

  2. Ein sehr interessanter Beitrag. Vielen Dank dafür.
    Ich möchte an dieser Stelle auf eine ähnliche Thematik hinweisen, die nie so richtig in den Fokus der Berichterstattung kommt:
    Was ist mit den Hunderttausenden, die in der Privaten Krankenversicherung festsitzen, weil es keine Wechselmöglichkeit mehr gibt (über 55 Jahre alt), ihr Einkommen deutlich unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt, trotzdem aber die hohen Beiträge der Privaten Versicherer zahlen müssen und somit in existenzielle Not geraten. Und unser Staat kümmert sich nicht ein Jota um diese Menschen.
    Warum wird diese Problematik nie zum Thema gemacht ?

    • Wenn ein Mensch die private Krankenvollversicherung nicht mehr bezahlen und aus den genannten Gründen nicht in die GKV wechseln kann, muss er in den PKV-Basistarif wechseln. In 2017 gab es 30.300 Versicherte im PKV-Basistarif. Davon waren 17.500 Hartz IV- oder Sozialhilfeempfänger. Versicherte im PKV-Basistarif haben aber kein justiziables Recht auf Behandlungen durch einen Arzt, Zahnarzt, Physiotherapeuten oder andere medizinische Fachkräfte. Obwohl der volle Beitrag für KV und PV mit zurzeit 803,16€ in Rechnung gestellt wird, gibt es, außer in Notfällen, keinen Anspruch auf Arzt-Behandlung. Damit bekommen die PKV monatlich ca.15 Millionen Euro für Nichts.
      Das bedeutet einerseits, der Versicherte muss einen Mediziner finden, der ihn überhaupt behandeln will und andererseits, der Versicherte muss das verlangte Arzthonorar, unabhängig von der Rückerstattung seiner KV, voll bezahlen. Meine Erfahrungen sind, dass Human-Mediziner mich meistens zu den Abrechnungsbedingungen im Basistarif behandelt haben. Obwohl die daraus resultierenden Stundensätze wesentlich geringer sind als bspw. die meines Kfz-Mechanikers. Zahnärzte und Physiotherapeuten sind da wesentlich gewinnorientierter. Da ist der praktizierte Leitsatz: Wenn du willst, dass ich dich medizinisch versorge, musst du ohne wenn und aber bezahlen, was ich will.
      Weil ein Hartz IV- oder Sozialhilfeempfänger sich das aber nicht leisten kann, muss der eben mit schadhaftem Gebiss auskommen.
      Das ist eine staatlich organisierte Verfassungswidrigkeit.

  3. Guten Morgen. Mein Name ist Uwe Häßner.
    Ich bin zu 100% erwerbsunfähig – Rentner.
    Da ich die letzten Jahre in der Schweiz gearbeitet habe,war ich privat bei der Hanse Merkur versichert (ein im Nachhinein ominöser Versicherungsverteter)
    Schlußendlich,war ich berufsunfähig und die Agentur für Arbeit sagte mir (Ich war damals 55),dass ich ALG 1 bekomme.Bei Abgabe der Unterlagen hieß es Nein ALG II.
    Mit Hilfe meines Rechtsschutzes hing och in Widerspruch bis zum Sozialgericht nach Freiburg. Der Richter entschied bei einer kann Entscheidung gegen mich,da ich dieBeschäftigungszeiten nicht erreicht habe,weil ich meine(in der Schweiz heißt es) Integrationsversuche ,hier Hamburger modell) in der Schweiz absolviert habe.
    Ich bekomme ca 1000,-euro Rente, zahle 450,Euro Miete und 450 Euro krankenversicherung. Im Oktober waren so ca 7000 euro Schulden bei der Kasse aufgelaufen.vielleicht können Sie mir weiterhelfen.mfg Uwe Häßner

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