Kaum Rente trotz lebenslanger Arbeit – Die vernachlässigten Aussiedler

Millionen Aussiedler und Spätaussiedler sind die vergangenen Jahrzehnte nach Deutschland gekommen. Sie haben oft noch viele Jahre gearbeitet. Im Alter werden viele nun von den Kürzungen der Rentenansprüche überrascht. Teils um 40 Prozent. So will es das Fremdrentengesetz seit den 90er Jahren. Für die Betroffenen eine große Ungerechtigkeit. Die Aussiedler hoffen nun auf ein Zeichen aus Berlin und auf eine Anerkennung ihrer Lebensleistung. Mehr

 

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  1. Übersiedler müssen natürlich streng gemäß der während hier in der Bundesrepublik erworbenen Rentenanwartschaften berentet werden, das ist wohl nur recht und billig Alle in Deutschland erworbenen Rentenanwartschaften sind natürlich komplett anzuerkennen

  2. von einer korrupten und lobbygesteuerten Regierung kann man keine Gerechtigkeit erwarten!
    Und diese Umstellungen sind nachträglich ins Rentengesetz übernommen worden, kein notwendiges Muss. Es ist einfach der geplante Betrug, um mehr Finanzen fürs Ausbügeln der Machenschaften der Unternehmer, siehe VW Dieselbetrug!

  3. Nicht einbezahlte Sozialabgaben müssen nicht ausbezahlt werden. Ausserdem haben Aussiedler auch Rentenansprüche aus ihren Herkunftsländern, welche ihnen sehr wohl hier auch ausgezahlt und nicht versteuert werden. Ungerecht wäre Renten Beiträge auszubezahlen für nicht geleistete Arbeitsjahre. Schon 60% sind zu viel. Gerechtigkeit sieht anders aus.

  4. Deutsche Rentenansprüche sind OK, aber ausländische zu 100% anerkennen und ausbezahlen geht nicht. Als deutscher Rentner muss man auch die 45 Jahre einhalten. Auslandsjahre müssen beantragt werden und dann angerechnet werden. Zum damaligen Wert. Anpassung auf Deutschland funktioniert auch nicht bei Jahren z. B. in der Schweiz. Das Geld/Rente muss aus diesen Ländetn überschrieben werden.
    Jahre im Ausland können nicht 1:1 anerkannt werden. So leid es mir tut, aber da ist der Rententopf Deutschland begrenzt

  5. Leider ist der Beitrag schlecht recherchiert und die Darstellung nicht immer richtig. Es gibt eine sehr umfangreiche Gemengelage – Aussiedler, Wiedervereinigung, usw. – , die zu den Deckelzngen bei der Fremdrente geführt hsben. Ein so sensibles Thema hätte eine saubere Recherche verdient gehabt. Schade.

  6. Wie ist das dann wenn jemand 30 Jahre in die Rentenversicherung einzahlt und dann stirbt ?
    Der Staat verleibt sich das Eingezahlte ein. Das sollte den Erben ausgezahlt werden.

  7. Ich weiß, dass Russische Spätaussiedler viel Geld als Starthilfe erhalten haben. In meiner früheren Wohnung in Augsburg haben diese Menschen Geld für eine Eigentumswohnung. Andere wohnen in München in einem Haus, großes Auto und arbeiten nicht. Unsere Rentenbezüge sind nach Einzahlung angelegt, warum sollen diese Aussiedler gleich behandelt werden, wenn sie in der Bundesrepublik nichts einbezahlt haben. Ihr Bericht entspricht nicht den Wahrheiten. Die deutschen Bürger schuften 40-45 Jahre, zahlen in die Rente ein und bekommen trotzdem so wenig zum Leben. Diese Spätaussiedler haben kein Recht, ohne Einzahlung in unsere Rentenkasse, mehr Rente zu bekommen, als sie einbezahlt haben.
    Deutsche Bürger bekommen keine Starthilfe, aber die Spätaussiedler und dann beklagt man sich noch darüber.

  8. Ich habe Verständnis für die subjektive Empfindung der Aussiedler. Es gilt aber zu beachten, dass die Rente ein Generationsvertrag ist. D.h. schon die Eltern müssen in unser System einbezahlt haben um dann am Ende vom Arbeitsleben eine angemessene Rente zu erhalten. Wer im Ausland gelebt und gearbeitet hat, erhält sicherlich vom Ausland auch Rente. Oder ? Jeder hatte die Möglichkeit sich für seine Altersvorsorge entsprechend zu engagieren, d.h. vorzusorgen. Millionen Rentner müssen aus ihrer Altersvorsorge an die Krankenkassen bezahlen, obwohl die Politik sie am Anfang hiervon befreite.

  9. Mein Mann (70) musste mit 18 % Abschlag in Rente gehen u. bekommt nach 39 Arbeitsjahren und einem abgeschlossenen Fachschulstudium ( welches als Direktstudium nicht in Rentenpunkte anerkannt wird) ca. 1050 € netto. Wir sind als Ostdeutsche auch nach der Wende mit Westdeutschen AN in keiner Weise vergleichbar und benachteiligt. Wenn ich jetzt den Bericht der Spätaussiedler sehe, dann vermisse ich die Information, ob und wie viel Rente aus den Herkunftsland an die Aussiedler überwiesen werden.
    Das Rentensystem ist mehr als nur reformbedürftig.

  10. Stimme Herrn Lindenau absolut zu.
    Bedauerlicherweise gibt es in der Sendung keinerlei Auskunft über die Höhe der jeweiligen Rentenzahlungen aus den Herkunftsländern ( hier u.a. Rümänien und Kasachstan) auf Basis der dort erworbenen Ansprüche.

  11. Es ist richtig und gesetzeskonform, wenn auch für Spätaussiedler die hier nach ihren Arbeitsjahren in Deutschland erworbene Rente entsprechend aller anderen Rentner berechnet wird. Warum sollen z.Beispiel Arbeitsjahre im Rumänien hier in Deutschland voll auf eine in der Zukunft zu zahlende Rente angerechnet werden. Einzahlungen in Deutschland wurden nicht geleistet. Welchen Vorteil hätte z. B. eine angebliche Lehrertätigkeit in Rumänien für den deutschen Arbeitsmarkt und die Deutsche Rentenversicherung? Die Begünstigten vor dem Stichtag können sich freuen. Alle anderen haben eben Pech gehabt. Wie ich: Zu Beginn meiner Karriere als Landesbeamter 1975 wurden mir Pensionszahlungen nach 35 Jahren in Höhe von 75% zugesagt. Heute nach über 40 Jahren nur noch gut 71%.
    Gibt es jetzt für uns benachteiligte Beamten auch eine Lobby und einen TV Beitrag?

  12. Meine Frau hat als Dipl.paed. halbtags gearbeitet, 2 Kinder grossgezogen, die international und akademisch ausgebildet wurden. Wir haben damit viel fuer D investiert. Meine Frau erhaelt nach 38 Jahren Beitragszahlung
    402,00 € monatlich. Ich frage mich, welche Anspruchshaltung Sie also mit Ihrem Bericht unterstuetzen wollen. Jemand, der fuer 23 Arbeitsjahren 900,00 € erhaelt ist gut bedient. Den Rest kann man dort beantragen, wo man hoffentlich auch eingezahlt hat.

  13. Ich kann den Frust der Spätaussiedler verstehen. Alle Personen mit geringer Rente und ohne weitere Einkünfte haben es schwer. Bei meiner Arbeit in einer Krankenkasse habe ich aber auch mitbekommen, was einige Spätaussiedler für Geschichten auftischen, da haben viele studiert oder waren im Bergbau, in manchen Fällen reicht ein Zeuge, Papiere nicht nötig (kann man ja vernichten). Aber der Satz, „Ich haben Anspruch“ hat immer funktioniert. Natürlich gibt es da auch ehrliche Leute. Aber bei denen, die schon immer im Lande waren, muss alles exakt mit Originalen nachgewiesen werden. Bei uns Ostdeutschen werden Zeiten der Lohnfortzahlung (nicht Krankengeld) nicht in der Rente berücksichtigt; Monate der Lehre mit Verdienst, die vor dem 17. Lebensjahr lagen, werden nicht berücksichtigt. Da kann man nur froh sein, wenn man in der DDR nicht so viele Jahre hatte und jetzt was aufholen kann. Und Personen mit Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung werden auch betrogen. Sie haben immer einen Rentenabschlag von 10,8 Prozent, egal wie lange sie arbeiten würden. Und sie können gar nichts dafür, haben sich das nicht ausgesucht. Gesundheitliche Probleme machen es einfach unmöglich mehr Stunden zu arbeiten. Das ist Beschiss. So haben wir auch eine Rentenkürzung kraft Gesetzes und keine Schuld daran. Die Spätaussiedler brauchen sich also nicht so sehr aufregen. Und eben diese ganzen Aspekte, die auch kraft Gesetzes und ohne eigene Schuld zur Rentenkürzung führen, hätte man im Beitrag unbeding erwähnen und den Spätaussiedlern mitteilen müssen. Es ist doch schon ein Glück für diese Personen, dass die Zeiten überhaupt irgendwie angerechnet werden.

  14. Und übrigens – wenn ich mit 62 als Schwerbehinderte in Rente gehe, habe ich 45 Arbeitsjahre (wie sie der oft zitierte Eckrentner haben müsste) und habe wegen der Teilerwerbsminderungsrente trotzdem 10,8 Prozent Abschlag. Das nenne ich Benachteiligung und Betrug. Von unserer Rentenversicherung kann auch nur was für in Deutschland erworbene Ansprüche gezahlt werden – das ist gerecht und gesetzeskonform. Wenn für Spätaussiedler Zeiten teilweise anerkannt werden, die nicht in Deutschland zurückgelegt worden sind, dann ist das eh schon eine gute Leistung unseres Staates.

  15. Ich habe mit 19 Jahren nach einer abgeschlossenen Lehre und trotz 90% Schwerbehinderung mein Berufsleben begonnen und bisher ohne Fehlzeiten durchgehalten. Ich darf im Februar 2030 nach 46 Jahren und 11 Monaten in Rente gehen. Hurra !!! Ich habe gut verdient und ordentlich in die Kasse eingezahlt. Mein jährlicher Rentenbescheid sagt, dass ich später die Pfandflaschen aufsammeln darf, die die heutigen jammernden Luxusrentner – und dazu gehören auch die aus Ihrem Beitrag !!! – achtlos wegwerfen können. Eine zusätzliche Witwenrente habe ich nicht zu erwarten, da mich mit meiner Behinderung kein Mann heiratet. Die jammernden Damen aus Ihrem Beitrag aber schon !!! Danke Deutschland !!! Danke Merkel, Nahles & Co !!!

  16. Liebes Team von Report München,
    ein toller Beitrag, leider haben Sie die ca. 300.000 ehemaligen DDR-Bürger
    vergessen, welche vor der „Wende“ in der Bundesrepublik geflüchtet oder ausgewandert sind. Auch diese wurden nach dem Fremdrentengesetz bei der Rentenberechnung beurteil und sind von den späteren Änderungen ebenso betroffen. Auch diese Menschen haben auf dieses Rechtssystem vertraut. Schade, dass dies mit keinem Wort erwähnt wurde. Fragt man sich, war es nur Unwissenheit oder wurde dies gezielt weggelassen.
    Wer wundert sich noch über diese Politiker. Die neue Regierung war noch nicht gebildet, aber schon die Diäten erhöht. Schämt euch alle samt, so kann man kein Vertrauen mehr zurückgewinnen. Hoffentlich wacht das Volk bald auf und gründet mal eine Partei, welcher man noch Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit, im Umgang mit seinem Volk, zutrauen kann. Keine unserer Parteien im Parlament hat mein Vertrauen verdient.
    Jedem geht es nur noch um sich selbst und alle Gewissen sind rein – da sie nie benutzt wurden!!!!

  17. Hallo Report München,
    ich habe mit 15 Jahren und Realschulabschluss mit der Ausbildung
    begonnen. Nach 45 Arbeitsjahren davon 40 Jahre Schichtarbeit incl.
    Sonn-und Feiertage und ohne irgendwelche Fehlzeiten,konnte ich
    mit einer Schwerbehinderung von 60% und einem Abschlag von 10.8%
    in Rente gehen. Von der Rente die ich heute erhalte kann ich gerade
    meinen Lebensunterhalt bestreiten. Da kommen dann Übersiedler
    aus Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion und stellen hier
    volle Rentenansprüche. Diese Ansprüche müssen da gestellt werden,
    wo sie angeblich vorher gearbeitet haben und nicht hier.
    Die Schwerbehinderten wie in meinem Fall wurden bei der letzten
    Rentenreform nach meiner Anfrage bei der LVA nicht berücksichtigt.
    Danke an die sog. etablierten Volkparteien (mehr soziale gerechigkeit)
    und wo ist meine Lobby in den Medien?

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