Traumstadt Venedig – Ausverkauf an chinesische Investoren

Der Massentourismus in der berühmten Lagunenstadt Venedig nimmt immer mehr zu. Ein Milliardengeschäft. Etliche alte Palazzi wechseln den Besitzer und werden zu Nobelhotels umfunktioniert. Die Einheimischen schlagen Alarm: Wenn die Entwicklung nicht gestoppt wird, ist das ursprüngliche Venedig bald zerstört. Mehr

 

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  1. …und wieder einmal bestätigt sich das Sprichwort :Geld regiert die Welt.
    Ich bin sehr oft in Venedig, fahre aber immer vom Festland, wo ich meinen Freundeskreis habe, mit dem Bus dorthin. Bin dort fast heimisch.
    Im Verlauf der letzten 4 Jahre ist das Aufkommen der Touristen explodiert. Viele von ihnen benehmen sich unmöglich bzw respektlos der alten Stadt und ihrer Einwohner gegenüber. An diesem Wochenende 30.2.2018 ( ich bin zur Zeit in Mestre) kamen meine Nachbarn schon um 11 Uhr aus Venedig zurück, es seien zu viele Menschen dort gewesen und unmöglich vom Busbahnhof in die Stadt zu gelangen.
    Die chinesischen Geschäfte sind sofort daran zu erkennen, dass überall die gleiche Ware verkauft wird und ….sie wird gekauft, da sie doch viel billiger ist, als die echten italienischen Taschen, Schuhe, Gläser und anderes. Auch die Glasbläserinsel Murano ist durch die chinesische Konkurrenz ruiniert, ja fast ausgestorben.
    Das Geld der Touristen, kommt den Venezianern nicht zu Gute, es fließt in die Hände ausländischer Investoren. So habe ich erfahren, dass selbst die Gebühren für den Anleger der Kreuzfahrtschiffe an einen türkischen Investor gezahlt wird.
    Erst vor zwei Tagen gab es wieder eine große Demonstration gegen die Kreuzfahrtschiffe, an der ich schon mehrfach teilgenommen habe. Damit, und auch mit der Aufklärung der Touristen, die währenddessen ihre Fotos machten,versuche ich die Venezianer zu unterstützen.
    Da von keinem Politiker aus etwas getan wird, kann es nur über die Aufklärung der Touristen gehen, auch wenn dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.
    Venedig versinkt nicht im Wasser, die Serenissima erstickt an den Touristen.

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