Ambulante Intensivpflege – Ein krankes Geschäft

Als Intensivpatient zu Hause gepflegt werden, das wünschen sich viele Betroffene. Die Krankenkassen geben gut vier Milliarden Euro im Jahr für die ambulante Intensivpflege aus – und können doch kaum überprüfen, ob die abgerechneten Leistungen auch erbracht werden, weil die Pflege im häuslichen, privaten Bereich stattfindet. Dubiose Pflegedienste machen sich das zu Nutze, setzen unqualifizierte Pfleger ein und kassieren dennoch voll ab. Für Patienten nicht selten lebensgefährlich. Mehr

 

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  1. Vor Kurzem las ich den folgenden Artikel und hier der link dazu:
    [Hier hat die Redaktion einen Link entfernt vgl. Kommentarrichtlinien] ]
    Über diese Sozialabkommen war ich einigermaßen geschockt. Vielleicht war es damals richtig, aber heute? Die AfD stellte wohl im Dresdner Landtag die Anfrage, warum es hier in Deutschland keine Familienversicherung gibt, wo man seine Eltern mit versichern kann, aber in der Türkei. Die türkischen Angehörigen gehen auf unsere Kosten zum Arzt!? Warum hat Frau Merkel dem Herrn Erdogan nicht diese „Freundschaft“ sofort gekündigt. Warum stellen andere Politiker nicht solche Fragen im Bundestag? Noch dazu, wenn das jährlich uns allen 12 Millionen € kostet.

    Krankenkassen bezahlen die normale Grippeschutzimpfung. Sie wäre nichts wert, so in der „Volksstimme“, aber für nur 23 € mehr gäbe es eine 4-fach-Schutzimpfung, die für Beamte und Staatbedienstete kostenlos wäre. Sonst wollen die Ärzte alle IGL-Leistungen verkaufen, und das hat man uns noch nicht mal angeboten! Was ist das für ein Gesundheitsunwesen?
    Zur Rentenproblematik sendete plusminus im März 2017 einen Beitrag: nach wie vor … bei uns 48 % und Österreich 80 % Rentenniveau. Da bleibt die Frage: Wer frisst die 32 % zwischendurch auf? Und das fällt auch niemandem, auch damals Frau Nahles nicht, auf? Wieso bekommen es andere Länder hin und wir sind so arrogant und schauen es uns nicht mal an? (siehe auch Krankenhauskeime in Holland) Und wenn doch: Ja, das kann man nicht vergelichen! Und warum nicht? Von allein setzt es sich bestimmt nicht durch …

    Ich finde es unmöglich … es ist unser Geld. Es soll für die Kranken, für Pflege genommen und für das Personal genommen werden und wieso gibt es Firmen, die damit betreut werden, wo am Ende nur der Gewinn zählt??? Für Pflegepersonal, für Krankenschwestern und Ärzte reicht das Geld nicht, aber zum Gewinn machen??? Warum werden solche privaten Pflegedieste nicht kontrolliert? Wieso können die mit unserem Geld Gewinne machen … mir wird schlecht, wenn ich sowas höre und sehe. Man denkt dann immer: Hoffentlich geht der Kelch im Alter mal an dir vorbei und du musst nicht in solch einer Einrichtung leben. Bildung, OPN, Gesundheitswesen, Bahn und Post sollte staatlich bleiben … natürlich auch mit entsprechender Kontrolle …

    Ich verstehe die Leute nicht. Warum geht man gegen sowas nicht auf die Straße. Das Geld zahlen wir alle und die, die davon den Vorteil haben sollen, haben auch nichts davon? Im Gegenteil … es wird alles immer teurer. Und das ist die Regelmäßigkeit.
    Mich interessiert die Frage: Wieviel Firmen werden aus der Pflegeversicherung, aus der Krankenversicherung bezahlt und haben am Ende für ihre Aktionäre nur Gewinn??? Wieso müssen wir immer mehr und immer mehr dazu zahlen?
    Karl-Heinz Meyer

  2. Hier wären die Krankenkassen verpflichtet,alles zu überprüfen.
    Da wird aber auf Kosten der Solidargemeinschaft geschlampt.
    Sonst wird jeder Kleiner Betrag überprüft und meistens abgelehnt.
    Aber wenn es um Hohe Beträge geht,wird nichts gemacht.
    Das schadet auch den Patienten.

  3. Die Situation im Bereich Pflege zu Hause ist sehr schwierig. Meine Mutter war fast 7 Jahre bei und und wir hatten sehr gute Pflegerinnen über eine polnische Firma. Fachkundig und sehr kompetent. Was mich wundert ist die Aussage über den medizinischen Dienst. Es würde die Krankengymnastik verweigert weil bereits eine Pysiotherapie in Anspruch genommen wird. Wir sind nie vom
    MSK aufgesucht worden , am „ grünen“ Tisch würde die Entscheidung getroffen. Ich weiß, das unsere Pflegerinen keine besondere Ausbildung benötigten, aber es waren wunderbare Frauen mit sehr viel Kraft und als Famile zu unterstützen. Nicht alle Agenturen für Betreuung sind kriminell und die Krankenkassen zwingen uns Pflehende in die Knie. Sie sollten die Krankenkassen „ beleuchten. Mein Mann hatte Krebs, das erste Mal als geheilt entlassen. 1 Jahr später kam der Krebs zurück. Die AOK rief mich an während mein Mann im
    OP war und teilte mit, dass die AOK nicht mehr Krankengeld zählt. Zweimal die gleiche Krankheit heißt die Rente einreichen. In unserem Staat ist einiges zu ändern. Wenn aber 5 kranke Menschen mit dem Taxi zur Chemo fahren und in 5 verschiedenen Krankenkassen Mitglied sind werden 5 Fahrten abgerechnet . Ich verstehe dieses „Versorgung“ nicht.

  4. Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

    Ihr Bericht „Ambulante Intensivpflege – Ein krankes Geschäft“ führte die aktuellen Mängel der Intensivpflegebranche recht gut auf.

    Das Fazit des Kommnetator, dass die Politik für effektive Kontrollen sorgen sollte ist kein akzeptabler Abschluss.

    Es fehlen Anreize zur Ausbildung, es fehlen Fachkräfte und es fehlen Fachkurse für ausländische Berufskollegen. Es fehlt an einen nationalen Programm zur Behebung der politisch bedingten Fehlsteuerung die zur aktuellen Lage auf dem Pflegefachkräftemarkt beiträgt. Seit ca. 1998 wird nicht mehr für eine ausreichende Fachkraftausbildung gesorgt.

    Hinzu kommt der zusätzliche Bedarf an Fachpersonal durch die gesteigerten Möglichkeiten der Intensivmedin.

    Mit Hinweis auf die Selbstverwaltung von Kostenträgern und Pflegediensten verweigern die politischen Verantwortlichen seit Jahren die notwendigen Rahmenbedingungen für Pflegebedürftige.

    Die politischen Mängel können nicht durch Betrugsermittlungen der Pflegekassen kompensiert werden. Der medizinsche Dienst der Krankenkasse wird durch die Kontrollen zum Mitwisser und Mittäter und hat keine MIttel zur Veränderung.

    Pflegedienste und Ihre Mitarbeiter arbeiten am Rande (immer öfter hinter dem Rand) der Belastungsgrenze.

    Dem Fazit nach besseren Kontrollen kann ich nach 33 Jahren Tätigkeit in der Pflege (seit 2 Jahren nicht mehr) nur heftig widersprechen.

    Ich bin ausgebildeter Krankenpflege mit Intensivweiterbildung, Pflegedienstleitung DKG, Betriebswirt VWA und erfahrener Heim- wie Regionalleiter der Altenhilfe.

    Ich bitte um Korrektur Ihres Fazits!

  5. Die Problematik in dieser Angelegenheit ist der Fachkräftemangel in der Pflege. Geschickte Geschäftemacher vom Balkan haben das erkannt, mit dem Ergebnis, was wir ja gesehen haben. Wenn dann von der Kasse bzw. MdK gesagt wird, man kann gegen den Dienst zwar ermitteln, aber man braucht ihn halt, weil es bei einem Verbot zu wenige Dienste in der Region gibt, so klingt das wie Hohn. Aber würde dies (Verbot des Dienstes) tatsächlich geschehen, so würden eine Reihe Patienten in Intensivpflege Wgs irgendwo in Deutschland untergebracht werden müssen. Hier zeigt sich wie wenig Politik bzw. Die Gesellschaft erkannt haben, welche Folgen der jahrelange Fachkräftemangel für den einzelnen Patienten bedeutet. Und ich schätze es wird noch schlimmer werden.

  6. Sehr geehrte Damen und Herren,
    mir stellen sich mittlerweile die Haare zu Berge, wenn ich derartige Berichte sehe. Aus meiner sicht läuft hier einiges schief- der Ruf nach immer mehr Kontrollen wird immer lauter- wobei offensichtlich ist, dass die Kontrollen die wir haben NICHTS bewirken! Diese Überprüfungen vom MDK und die daraus resultierneden Ergebinsse im Transparenzbericht sind Verbrauchertäuschung!!!! Diese Tatsche prangere ich seit 2010- an verschiedensten Stellen- an, allerdings erfolglos…. .
    Wenn ich, wie im gestrigen Bericht höre, dass betrügerische Pflegedienste von Krankenkassen weiterempfohlen werden, bin ich mir nicht sicher, ob das alles noch normal ist!
    Ich selbst betreibe auch einen ambulanten Pflegedienst und ich weiß nicht, wie man derartige Summen betrügen kann!
    Fakt ist allerdings, dass ein enormer Pflegenotstand herrscht, den man vielleicht mit Personal, das durch fragliche Tätigkeiten im medizinischen Dienst bolckiert wird, ersetzt. Außerdem muss der Beruf atraktiver werden, die Ausbildung praxisorientierter und junge Menschen gefunden werden, die sich dafür interessieren.
    Gerne würde ich in einer Sendung wie Report München den Alltag in einer ambulanten Pflegeeinrichtung demonstrieren, mit welchen Schikanen wir Tag täglich zu kämpfen haben- über eine Einladung hierzu würde ich mich sehr freuen!

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