Überstunden-Republik Deutschland – Erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

 

947 Millionen Überstunden haben die Arbeitnehmer 2016 geleistet – unbezahlt. Insgesamt beträgt die Anzahl der Überstunden sogar 1,7 Mrd. Bei zunehmender Arbeitsverdichtung und Verlagerung von Arbeit in die Freizeit ist das eine gefährliche Entwicklung. report München spricht mit Betroffenen und Experten – wie kann man sich vor Ausbeutung am Arbeitsplatz schützen? Mehr

Ist Mehrarbeit in Ihrem Betrieb noch die Ausnahme – oder schon die Regel? Schreiben Sie uns hier im Blog Ihre Erfahrungen!

 

 

 

Kommentieren:

Kommentare werden vor der Freischaltung geprüft. Mehr in den Kommentarrichtlinien.
  1. Ich fände es bei der Arbeitszeit auch mal wichtig, die Intensität zu berücksichtigen. Ich habe bei halber Konzentration schon öfter gerne mal länger gearbeitet, oder auch wg. eines Schwätzchens zwischendurch… denn zwischendrin konnte man ja auftanken.

    • Ich bin bei meinem Arbeitgeber auf einem 80% Vertrag (30 Stunden) angestellt. Hier wird es aber fasst erwartet, dass man die normale Vollzeit oder mehr arbeitet. Unterm Strich mache ich pro Woche zwischen 8 und 10 Stunden Mehrarbeit.

    • Als LKW Fahrer kann man über die vermuteten Überstunden nur lächeln, schon alleine die 600.000 LKW Fahrer in Deutschland machen mehr Überstunden die von der Bundesregierung vermutet werden, ich arbeite durchschnittlich 12,5h am Tag, hatte auch schon Monate mit über 300h, Stechuhren oder anderweitige Zeiterfassungssystem gibt es nicht, das MiLoG wird dadurch unterlaufen, aber das interessiert keinen, Hauptsache die Lebensmittelund andere Waren sind pünktlich im Laden!

  2. Ich bin körperlich und geistig gesunder Lehrer für Wirtschaft und Politik in Sachsen-Anhalt und seit 10 Jahren ohne Krankschreibung. Letzteres „Hintertürchen“, um meine Arbeit zu schaffen, nutze ich nicht, weil meine Eltern, Großerltern, Lehrer (DDR) und Trainer mir den Wert des Anstandes anerzogen haben. Dafür bin ich ihnen unendlich dankbar! Leider aber hat das unter heutigen Bedingungen – hergestellt von CDU, SPD, Grüne, FDP – massenhaft Überstunden und nicht zu vergessen eine überkomplexe/übervielfältige Arbeit zur Folge.

    • Es ist unglaublich ,Herr Haman ,was hat denn ihre DDR Vergangenheit mit den Überstunden zu tun und mit Anstand ? Hintertürchen? … nutzen … Kranksein ist ne Hintertür …. ich bin entsetzt über ihre Anmaßung den Menschen gegenüber die von Überstunden und Überbelastung krank werden , die ausgebrannt sind . Ich arbeite als Hebamme, und ich kann ihnen von Überstunden und Mehrarbeit sooo viel sagen , von kranken ,resignierten Frauen die voller Eifer in den Beruf gestartet sind und in der Maschinerie Krankenhaus kaputt gegangen sind und noch gehen werden , von schlechter Bezahlung , null Wertschätzung . Mit ihrem tollen Anstand kommen Sie hoffentlich noch lange gesund durch ihr Arbeitsleben ! Übrigens komme ich auch aus der DDR , mein Anstand hilft mir leider nicht ….. und das Alles ist zum Grauen hier .Ihre Aussage macht mich nur noch wütender .

    • Wenn im Arbeitsvertrag die Anzahl der Überstunden genau drin steht, die mit dem Monatsgehalt abgegolten sind, dann ja. Allerdings muss sich auch hier ans Arbeitszeitgesetz gehalten werden, also Einhalten von Ruhezeiten, Ausgleich für Arbeit an Sonn- und Feiertagen usw…

  3. Was soll die Altenpflege sagen , die 12 Tage am Stück durcharbeiten. Und dann nur 2 Tage frei hat. Und so geht das das ganze Jahr über!!! Arbeitskräftemangel ohne Ende. In dem Job hat man die Arschkarte !!!!

  4. Ich bin seit 7 Jahren bei meinem jetzigen Arbeitgeber angestellt.
    Früher konnte man sich die Überstunden auszahlen lassen, mittlerweile ist nicht mehr so. Zwar kann man die Stunden halbwegs abfeiern aber die Mehrarbeit bleibt auf den Kollegen sitzen.

  5. Hallo
    Ich bin Busfahrer bei der BVG in Berlin einer Anstalt öffentlichen Rechtes.

    In den letzten Jahren sind die Anforderungen immer mehr gestiegen. Durch Taktverkürzung werden die Wendezeiten immer mehr gekürzt. Man kann von einem Wunder reden, wenn nach einem 9 h Dienst die Busse und Fahrer unbeschädigt zum Betriebshof kommen.

  6. Bei meinem AG wird ganz klar angezeigt, dass es Übrstunden nur nach vorheriger Anzeige durch den AG gemacht werden dürfen. Diese Zeiten, wenn sie denn genehmigt/angeordnet werden, werden nicht bezahlt sondern kommen auf ein Stundenkonto, welches am Ende des Geschäftsjahr abgerechnet wird. Diese Stunden werden dann aber als Übersunden übermäßig stark besteuert, sodass der AN nicht viel von dem Geld hat.

    Darüber hinaus sollte man bei diesem Thema aber nicht die Arbeitsintensität vergessen. DIese hat in den letzten Jahren extrem zugenommen und wird immer mehr.

  7. Ich habe als Geschäftsleitungs-Assistentin 20 Jahre lang in verschiedenen Unternehmen der Finanz- und Immobilienbranche ständig Überstunden machen müssen. Da ich meistens mehrere Chefs hatte und diese zu unterschiedlichen Zeiten auf meine Dienste zurückgreifen wollten, war dies unumgänglich. Besprechungen wurden Großteils in den Feierabend gelegt. Die Überstunden wurden weder in Freizeit noch in Geld abgegolten. Für mich ist es nichts anderes als eine Herabsetzung des Gehalts – sozusagen Dumping-Löhne!!

  8. Meine Tochter arbeitet als Floristin bei einer Blumenkette als Filialleiterin. Überstunden sind normal und werden in kauf genommen. Abgefeiert werden können sie nicht weil damit die einzige Kollegin Überstunden machen muss und auszahlen möchte sie der Arbeitgeber nicht.

  9. In den Arbeitsverträgen wird immer öfter die Klausel: „Überstunden sind im Gehalt mit enthalten“ geschrieben. So lange dies erlaubt ist, ist dies ein Freibrief zur Ausbeutung der Arbeitnehmer!

  10. Ich bin eine Medizinische Fachangestellte in einem Krankenhaus und erledige Arbeiten die eigentlich eine Krankenschwester macht.
    Habe deshalb eine Höhergruppierung beantragt – diese wurde abgelehnt.
    Wir MFA’s sollen immer mehr Aufgaben übernehmen, werden aber dafür nicht bezahlt! Und das schlimmste dabei ist, dass man viele Aufgaben nicht einmal in der Ausbildung gelernt hat. Man bekommt es einmal gezeigt und fertig.
    Medizinische Fachangestellte sind halt einfach billiger als Krankenschwestern!
    Einfach eine Frechheit!

    • Ich bin eine Medizinische Fachangestellte in einem Krankenhaus und erledige Arbeiten die eigentlich eine Krankenschwester macht.
      Habe deshalb eine Höhergruppierung beantragt – diese wurde abgelehnt.
      Wir MFA’s sollen immer mehr Aufgaben übernehmen, werden aber dafür nicht bezahlt! Und das schlimmste dabei ist, dass man viele Aufgaben nicht einmal in der Ausbildung gelernt hat. Man bekommt es einmal gezeigt und fertig.
      Medizinische Fachangestellte sind halt einfach billiger als Krankenschwestern!
      Einfach eine Frechheit!
      Überstunden haben wir auch viele, werden dafür „blöd“ angeschaut WARUM?
      wie sollen wir es schaffen mehr Aufgaben in weniger Zeit!?! Und dann muss man sich auch noch für jede Minute rechtfertigen!

  11. Eigentlich unverständlich, dass es so viele Überstunden in Deutschland gibt. Warum werden nicht mehr Arbeitnehmer angestellt, wo doch so viel Arbeit da ist. Schade ist eigentlich auch, dass sich die Arbeitnehmer das bieten lassen müssen. Aber schließlich ist jeder abhängig Beschäftigte auf das Geld angewiesen. Leider hört man aus allen Branchen, dass zu wenig Personal da ist. Daher denke ich nicht, dass die Arbeitnehmer übertreiben.

  12. Sie sollten vielleicht einmal die Arbeitsbedingungen bzw. die Überstunden von Lokomotivführern recherchieren, egal in welchem Unternehmen. So gut wie kein Eisenbahnverkehrsunternehmen hat nur annähernd ausreichend Personal. Da aber alle Züge gefahren werden müssen, da sonst hohe Strafen an die Verkehrsverbünde gezahlt werden müssen, wird mit allen Mitteln versucht die Mitarbeiter zu Überstunden zu bewegen. Da wird mit Zeitzuschlägen und Prämien von bis zu 500 € pro Zusatzschicht gearbeitet damit überhaupt noch jemand kommt. Es ist heute keine Ausnahme mehr wenn Lokführer 1000 Überstunden oder sogar 2000 Überstunden vor sich her schieben.

  13. In vielen Unternehmen gibt es die sogenannte „Vertrsuensarbeitszeit“ und klar ist, wer davon profitiert. Schafft man die Arbeit nicht in der vereinbarten Zeit, hat man Pech gehabt.

  14. Ich habe die letzten 7 Jahre fast jeden Tag eine bis 1 1/2 Überstunden gemacht, bezahlt bekommen habe ich nicht eine einzige Stunde. Die Arbeit wurde immer mehr und war in der Regelzeit gar nicht zu schaffen. Im Arbeitsvertrag wurde festgelegt das Überstunden im Gehalt enthalten sind. Auf meinen Hinweis das die nicht zulässig sei, meinte der Geschäftsführer, ich könnte ja klagen und vor Gericht ziehen wenn mir das nicht passen würde. Durch die vielen Stunden bin ich dann krank geworden und wurde dann entlassen. Das ist in dieser Firma absolut gängige Regel. Da es keine vernünftige Arbeiterpartei in Deutschland gibt, können sich die Arbeitgeber erlauben was sie wollen. Es wurde dann einmal auch das Gehalt einbehalten, weil angeblich die Mitarbeiter so schlecht sein. Man war sich bewusst das man auch Unschuldige treffen würde, das war der Geschäftsführung aber egal.

  15. Hallo.
    Ich bin 31 Jahre alt und arbeite als Berufskraftfahrer.
    In meinem Vertrag stehen schon 208 Stunden.
    Das ist angeblich rechtens.
    Ich finde 208 Stunden ist schon einiges.
    Aber dabei bleibt es natürlich nicht.
    Meist sind es 220 Stunden.
    Geht man dann zum Chef, hört man nur, Überstunden gibt’s es nicht.
    Die hat es ja noch nie gegeben.
    Ich mache meinen Job gerne, fahre mit Leib und Seele Lkw, aber es kann doch nicht sein das man so viele Stunden machen muss und teilweise Stunden umsonst.
    Abgesehen davon das der Job eh schon sehr schlecht bezahlt ist.
    Vielen Kollegen geht es noch sehr viel schlechter.

  16. Überstunden = Regelfall!
    Das Schlimme dabei ist, dass in dem Architekturbüro, in dem ich arbeite, niemand dazu gezwungen wird, aber letztendlich so viel Arbeit da ist, dass man Probleme bekäme, wenn man sie nicht in der normalen Arbeitszeit schafft und viele daher aus eigenem Antrieb länger arbeiten. Bezahlung gibt es dafür nicht, eventuell Ersatz-Freizeiten, aber da ja so viel Arbeit ständig nachkommt, wird es wohl nie dazu kommen, gleiche Kompensationszeiten frei zu nehmen…
    Etwas perfide bei der ganzen Sache ist, dass der Chef ständig droht, er müsse den Laden dicht machen, wenn die Sachen nicht fehlerfrei und schnell genug abgeliefert werden und sich dadurch die Auftraggeber für andere Büros entscheiden würden.

    • Lieber Jan,
      ich kann Ihnen da leider nur beipflichten.
      Ich arbeite als Architektin. Einen Dienst nach Vorschrift gibt es bei uns nicht. Feierabend ist relativ – denn der Bau geht weiter. Oder es muss eher gestern als heute begonnen werden. Da geht es den Handwerkern vor Ort nicht besser, eher schlechter.
      Es passieren Fehler, die wiederum zu noch mehr Stress und weiteren Stunden führen, um wieder auf einen einigermaßen „normalen“ Pfad zu kommen.
      Für mich ist es Normalität, dass die Pausen zur Nebensache geworden sind.
      Das Privatleben rutscht dabei in den Hintergrund.
      Aus diesem Kreis auszubrechen ist schwer. Bislang habe ich es nicht geschafft. Aber die Hoffnung stirbt als letztes!

  17. Mitarbeiter die in Urlaub oder Krankheit sind, werden zu 100% nicht ersetzt, sondern als Kennzahl genutzt. Wenn 2 von 3 Mitarbeitern vorhanden sind und denselben Job ausüben, weil der 3. Kollege in Urlaub, werden die Köpfe und FTE,s zusammen getragen.
    Es wird ohne Kompromisse die Aufgaben auf die verbliebenen Mitarbeiter verteilt ohne Rücksicht auf die inhaltlichen Aufgabenstellung.

  18. Hallo, liebe ARD,
    ich verstehe diese Aufregung nicht. Ich kenne dieses Problem seit vielen Jahren. Allen meiner Bekannten geht es genauso. Alle werden nur noch Teilzeit eingestellt und müssen voll arbeiten. Wenn sie Glück haben, können sie irgendwann mal die Stunden abgelten. Geht jemand in Rente, müssen die anderen den Verlust auffangen. Dazu kommen noch die lächerlichen Löhne, die seit Jahren gezahlt werden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Frank B.

  19. Ich habe einen kleinen Betrieb. Was sollte ich wohl tun, wenn die Mitarbeiter in der Früh anrufen und sich wegen Schnupfen oder Kopfweh krank melden? Mein Geschäft geschlossen lassen? Ich kann mich leider nicht zerteilen und muss somit eine andere Mitarbeiterin einspringen lassen. Als kleiner Selbstständiger arbeitet man sicher Minimum für 2! …..und andere jammern für wenige Stunden mehr, die bezahlt werden oder Zeitausgleich nehmen können …… Wo bleibt da Gerechtigkeit?

    • Frau Döll das würde mir zu denken geben.
      Es ist ihr Laden, also bitte, ackern sie von mir aus auch für zwei.
      Haben sie aber Angestellte, kommen noch zusätzliche Verantwortungen dazu.
      Ich kenne dutzende Arbeitgeber, alle jammern auf höchsten Niveau (gehört mittlerweile, in unserer Gesellschaft, mit dazu). Jeder AG hat so seine Individuellen Probleme. Aber alle AG vergessen nach anfänglichen Enthusiasmus, ihrer Verantwortung den AN gegenüber.
      Wer nur in Zahlen und Ressourcen denkt, hat auf lange Sicht verloren, was das Führen von Personal betrifft.
      Betrachten sie ihren kleinen Betrieb einfach mal von allen Seiten, und sie können sich ihre anfängliche frage selbst beantworten.

    • Ein „Betrieb“ der nicht genug einbringt um den Unternehmer und den Angestellten einen vernuenftigen Lebensunterhalt zu erwirtschaften, ist kein wirtschaftliches Unternehmen sondern ein Hobby.

  20. Ich bin im deutsche Haus als Pfleger, Verkauf für 24 Stunden non stop Arbeit im Haus who ich auch Wonne,das ist moderne Sklaverei, ausgeübt vom polnischen Firmen,die holen sich auftrege im Deutschland verschprechen 24stunden leistung aber schicken arme Arbeiter ins Gefangenschaft für 1000euro monatlich und auch noch im raten bezahlt, habich selber erlebt…who sollen wir uns wenden ,aber Arbeit nicht verliren,nun gerecht handeln und Überstunden bezält krigen,eine polnische Firma aus Warschau betrug 10tausend mit Arbeiter auf minimum tausend euro pro monat ergib 10milionen,monatlich schwarz Geld,Hilfe…

  21. Ich bin seit 17 Jahren in der gleichen Firma tätig und habe einen Grad der Behinderung von 40 mit Gleichstellung. Letztes Jahr hatte ich sechs Monate einen Heimarbeitsplatz, an dem nicht die Überstunden bezahlt wurden und ich daraufhin auch keine gemacht habe. Das hat man mir dann zur Last gelegt und deswegen wurde mir der Heimarbeitsplatz entzogen. Ja man behauptete sogar, dass ich mein Arbeitspensum nicht erreicht wurde, obwohl ich nur meine Mittagspause eingehalten habe und ansonsten 7,5 Stunden am Tag gearbeitet habe. Als ich wieder an meinem alten Arbeitsplatz in der Firma vor Ort war, ging der Terror weiter und ich konnte uch dort dem Arbeitspensum nur gerecht werden indem ich Überstunden machen musste. Da ich aber eine Mama bin mit einem Kleinkind und mein Arbeitsplatz 75 km einfache Strecke entfernt ist, ich somit jeden Tag knapp 3 Stunden im Auto sitze, und musste ich an den drei Tagen in der Woche immer pünktlich nach Beendigung meiner Sollarbeitszeit nach Hause fahren musste um mein Kind noch rechtzeitig aus dem Kindergarten zu holen, war für Überstunden keine Zeit mehr und somit konnte auch das Arbeitspensum von mir so nicht mehr erfüllt werden. Das legte man mir jetzt zur Last und ich bin seit September deswegen mit der Diagnose Burnout von der Hausärztin krank geschrieben worden. Da diese Belastung für mich nicht mehr möglich ist. Ich habe bis dato meinen Job eigentlich sehr gerne gemacht, aber durch die vielen Vorwürfe die man mir gemacht hat, und der Aussage meiner Hausärztin wenn ich so weitermache würde ich am Ende nur noch kränker werden, werde ich daraus meine Konsequenzen ziehen müssen und mir eventuell woanders was wohnungsnahe suchen müssen. Von meinem Arbeitgeber habe ich immer nur Vorwürfe und Druck erhalten nie Verständnis. Eins muss ich noch dazu angeben. Vor meiner Schwangerschaft habe ich bei 100% %ger Arbeitsleistung weniger arbeiten müssen als jetzt mit meiner 60 %igen Arbeitsleistung die ich zur Verfügung stellen kann. Man verlangt immer nur mit noch mehr es werden immer mehr Arbeitsplätze gestrichen und auf die Menschen als solches wird überhaupt nicht mehr geschaut. Er ist nur noch eine Maschine und muss ein Pensum erfüllen.

  22. Ein enges Familienmitglied arbeitet in einem Gastronomischen Betrieb in Süddeutschland.
    Dort werden nicht einmal die Lohnfortzahlungen bei Krankheit oder Urlaub gezahlt . Die Kräfte werden auf 450 Euro angemeldet , Und im Krankheitsfall stehst du dann ohne Geld da ..bzw wenn Du Urlaub hast obwohl du angemeldet bist ..

    Wenn du das nicht mitmachst steht Du ganz ohne Job da denn aufm Dorf ist das alles anders untereinander da weiß jeder dann Bescheid und Du wirst dann durch den Kakao gezogen..Klagen geht da also nicht
    Die Inhaber horten aber die Gelder und kaufen ein Grundstück nach dem anderen ..oder investieren und Gäste sind unter anderem Verdi ….
    Das ist keine Fiktion sondern Tatsache mitten in Deutschland .

  23. Als selbständiger Unternehmensberater bin ich arbeitszeitlich nicht an Vorgaben von Vorgesetzten gebunden, muss aber gelegentlich hier und da auch länger tätig sein.
    Zu erbringende Überstunden sind für das „Funktionieren“ vieler Betriebe sicherlich ebenfalls unerlässlich.
    Vielleicht sollte man dennoch einmal darüber nachdenken, dass unbezahlte und nicht hat durch Freizeit ausgeglichene Überstunden eine Form von Schwarzarbeit darstellen könnten. Hier werden wirtschaftlich verwertbare Arbeitsleistungen zur Gewinnmaximierung von Unternehmen erbracht, ohne dass eine entsprechende Gegenleistung der Unternehmen erfolgt.
    Muss das so bleiben?

  24. Ich bin seit 17 Jahren in der gleichen Firma tätig und habe einen Grad der Behinderung von 40 mit Gleichstellung. Letztes Jahr hatte ich sechs Monate einen Heimarbeitsplatz, an dem nicht die Überstunden bezahlt wurden und ich daraufhin auch keine gemacht habe. Das hat man mir dann zur Last gelegt und deswegen wurde mir der Heimarbeitsplatz entzogen. Ja man behauptete sogar, dass ich mein Arbeitspensum nicht erreicht wurde, obwohl ich nur meine Mittagspause eingehalten habe und ansonsten 7,5 Stunden am Tag gearbeitet habe. Als ich wieder an meinem alten Arbeitsplatz in der Firma vor Ort war, ging der Terror weiter und ich konnte uch dort dem Arbeitspensum nur gerecht werden indem ich Überstunden machen musste. Da ich aber eine Mama bin mit einem Kleinkind und mein Arbeitsplatz 75 km einfache Strecke entfernt ist, ich somit jeden Tag knapp 3 Stunden im Auto sitze, und musste ich an den drei Tagen in der Woche immer pünktlich nach Beendigung meiner Sollarbeitszeit nach Hause fahren musste um mein Kind noch rechtzeitig aus dem Kindergarten zu holen, war für Überstunden keine Zeit mehr und somit konnte auch das Arbeitspensum von mir so nicht mehr erfüllt werden. Das legte man mir jetzt zur Last und ich bin seit September deswegen mit der Diagnose Burnout von der Hausärztin krank geschrieben worden. Da diese Belastung für mich nicht mehr möglich ist. Ich habe bis dato meinen Job eigentlich sehr gerne gemacht, aber durch die vielen Vorwürfe die man mir gemacht hat, und der Aussage meiner Hausärztin wenn ich so weitermache würde ich am Ende nur noch kränker werden, werde ich daraus meine Konsequenzen ziehen müssen und mir eventuell woanders was wohnungsnahe suchen müssen. Von meinem Arbeitgeber habe ich immer nur Vorwürfe und Druck erhalten nie Verständnis. Eins muss ich noch dazu angeben. Vor meiner Schwangerschaft habe ich bei 100% %ger Arbeitsleistung weniger arbeiten müssen als jetzt mit meiner 60 %igen Arbeitsleistung die ich zur Verfügung stellen kann. Man verlangt immer nur mit noch mehr es werden immer mehr Arbeitsplätze gestrichen und auf die Menschen als solches wird überhaupt nicht mehr geschaut. Er ist nur noch eine Maschine und muss ein Pensum erfüllen. Ich muss eins noch dazu sagen dass ich mich deswegen stark auch als behinderter Mensch ausgebeutet fühle.

  25. Ich hatte mehr als ein Jahr an Überstunden angesammelt. An freien Tagen wurde ich angerufen, dass ich doch arbeiten müsse. Als ich krank wurde, gab es noch mehr Druck, man könne sich keine neue Arzthelferin leisten solange ich angestellt sei. Um zur Ruhe zu kommen kündigte ich. Obwohl mein Chef genau die Anzahl der Überstunden kannte musste ich per Anwalt um die Auszahlung kämpfen. Bekam nur einen Teil bezahlt. Ausgenutzt und abgezockt.

  26. Ich Arbeite als Berufskraftfahrerin. Meine Stunden die ich Arbeiten muss betragen 2 x in der Woche 15 Stunden und 3 x 13 Stunden. Be.-sowie Entladetätigkeit wird verlangt Pause einzustellen. Überstunden werden nicht bezahlt. Arbeitszeit – Verodnung EG NR. 561/2006.3.15 stehen nur auf dem Papier. Arbeitszeiten werden nicht bei Polizeikontrollen kontrolliert.. Ich sowie Kollegen sind oftmals auch bei Arbeitszeiten von 17 bis 20 Stunden. Wann werden wir Berufskraftfahrer mal wahr genommen. Wir fahren oft Übermüdet mit 40 Tonnen über die Straßen. Standklima- anlagen müssen Gesetz werden. Im Sommer müssen oder sollen wir bei Innentemperaturen von 45 bis 50 Grad schlafen. Dies ist nicht möglich. Sekundenschlaf ist an der Tagesordnung. Wir sind rollende Bomben.

  27. Überstunden gibt es nicht, nur die extra Meile die erwartet wird. Arbeitsschutz gibt es, interessiert nur niemanden. Gesucht wird jung, karrieregeil und ohne Rückrat und Gewissen. Am Ende wird aussortiert. Und das kommt schneller als mancher glaubt.

  28. Ich bin seit 30 Jahren in einer Kommunalverwaltung tätig. Dort wurde von unterschiedlichen Bürgermeistern immer vorausgesetzt, dass die Mitarbeiter auch in den Abendstunden und am Wochenende für die Verwaltung zur Verfügung stehen. Ich selbst hatte 2009 mal 700 Überstunden auf meinem Zeitkonto, heute sind es immer noch 160 Überstunden. Recht auf freie Zeit einzufordern per Gespräch mit dem Chef oder einer Klage wäre gleichbedeutend mit der Einfahrt auf das berufliche Abstellgleis oder schlimmer. Einen Grund für eine Kündigung ist in der heutigen Arbeitswelt schnell konstruiert.
    Was bleibt ist die Anpassung frustierter Arbeitnehmer/Mitarbeiter.

  29. Guten Abend.
    Überstunden sind nur unbezahlte Stunden. Der einzigste Verlierer ist nur der Arbeitnehmer. Sowie der Mindeslohn. Die ganzen Gesetze sind nur für die Firmen gemacht.
    Z.b. Habe bei einer Glasfirma in Westerstede als Lkw-Fahrer gefahren. 1800,- Brutto ,nicht viel, aber + zulagen usw. Hätte gerade gereicht. Erst ging es mit den Stunden,mit der Zeit wurden es immer mehr. 5 uhr anfangen und 20 uhr Feierabend. Und immer unter volldampf. Dann musste ich eine Woche zu Hause bleiben, Krank. Darauf Kündigung gekricht, konnte nichts gegen machen. Aber meine Überstdunden, ? Weg. Warum ? Rechtsanwalt fragt mich, waren die Überstunden angeordnet ? Nein, wie auch wenn ich unterwegs bin. Also, Überstunden weg !!! Habe umgerechnet für unter 7.50,- euro gearbeitet. Tolle Gesetze.

    • Gibt es überhaupt eine Option auf Ausgleich (ob finanziell oder in Freizeit), wenn die Überstunden / Mehrstunden nicht direkt angeordnet wurden?
      Unterm Strich ist es doch eine indirekte Anordnung, Mehrstunden zu leisten, wenn die Mitarbeiter nicht zur Verfügung stehen, die Leistung aber erbracht werden muss (weil sonst z.B. der Betrieb nicht wie erforderlich weitergehen kann)?

      • die gibt es nur bei lebensrettendenTaetigkeiten: Polizei, Feuerwehr, medizinische Versorgung. Alles andere faellt hoechsten in den Bereich Misswirtschaft.

  30. Bei uns in der Klinik wurden Überstunden ausgeschrieben für Kollegen die sich die auszahlen lassen wollten.Gerade junge Kollegen konnten dieses Geld gut gebrauchen.Nachdem sie 100 bis 200 Überstunden zusammen hatten hieß es,die Stunden werden doch nicht ausgezahlt.Einem Kollegen wurde sogar unterstellt, er hätte sich die Stunden erschlichen und musste die Stunden sofort abbummeln.Das bedeutete für ihn, dass er für den Monat keine Zulagen erhielt und andere Kollegen seine Dienste machen mussten, heißt Überstunden machen.

  31. Das die meisten Arbeitnehmer Überstunden leisten, ist wohl jedem bewusst. In dem Betrieb meines Bruders gab es den Vorfall, dass der große Firmenboss auf das Gelände kam und kurz vor seiner Abreise sich von den Arbeitnehmern mit den Worten :“….und was ich noch sagen wollte, ich will keine Beschwerde, was Überstunden betrifft. Jeder kann mal Überstunden leisten. “
    Die geleisteten Überstunden in dieser Firma sind sehr hoch. Leider hat man als Arbeitnehmer das Nachsehen, wenn Überstunden bezahlt werden, da die Abzüge so hoch sind, dass am Ende nicht viel Gewinn heraus kommt.
    Ich finde, das sollte auch von der Politik aufgegriffen werden, da die psychische Belastung eines jeden Arbeitnehmers enorme Kosten im Krankheitsfall sind.
    Wir bewegen uns nicht auf den besten Weg. Mehr Kontrollen bei den Firmenchefs fände ich überfällig. Nicht nur die eigenen Taschen mit Geld füllen und andere dafür ausnutzen, sondern die Arbeitsverhältnisse seiner Arbeitnehmer überdenken und verbessern.

  32. Mein Arbeitgeber besetzt freiwerdende Stellen grundsätzlich erst mal nicht und wartet ab, ob die Arbeit trotzdem irgendwie geschafft wird. Dabei wird im „Beschwerdefall“ genau auf die Anzahl der Überstunden der betroffenen Arbeitnehmer geschaut und wenn eine bestimmte Summe noch nicht erreicht ist, dann hat man in den Augen der Geschäftsleitung noch Kapazität frei….. Außerdem wird immer wieder ein Auszahlen von Überstunden angeboten, um auf diese Weise neue „Überstundenkapazitäten“ zu schaffen. Das einzige, was die Kollegen schützt, ist, das eigene Überstunden-Konto dauerhaft möglichst hoch zu halten….. auf Dauer macht das krank!

  33. Ich hatte in den ersten 3 Monaten meiner Probezeit in einem Steuerberatungsbüro bereits 120 Überstunden angehäuft, weil Aufgaben kurz vor Feierabend verteilt wurden oder freitags abends zu Hause telefonisch Arbeit für den Samstag angeordnet wurde (z. B. Ablage oder Aufräumen des Aktenarchivs). Es gab weder Bezahlung noch Freizeitausgleich, da der Chef die Auffassung vertrat, dass jeder, der in der normalen Arbeitszeit mit seiner Arbeit nicht fertig wird, die Schuld hierfür selbst trägt. In dieser Kanzlei wurde jeder in der Probezeit so ausgenutzt, dass die meisten von selbst kündigten. Oder aber diejenigen, die blieben, erhielten vom Chef die Kündigung. Ich habe es tatsächlich ein Jahr ausgehalten, bevor ich die Kündigung bekam und habe in dieser Zeit ca. 50 Mitarbeiter kommen und gehen gesehen, manche waren nur ein paar Tage dort.
    Die Probezeiten wurden dazu genutzt, um möglichst viele unentgeltliche Arbeitsstunden in Form von Überstunden von den Arbeitnehmern zu erhalten.

  34. Ich habe die Erfahrung das sehr viel Missbrauch mit denen getrieben wird die im unteren Bereich leben. Können von dem kaum oder nur schlecht leben. Viel Missbrauch bei der Mindestjob Std. 8.50 Euro. Vielen ist es kaum möglich sich ordentlich zu ernähren, weil das Geld nur einmal ausgeben werden kann. Auch mehrere Jobs, das Auto ist alt. Die Banken wollen nur die Reichen, ansonsten wird abkassiert. Monatliche Einkommen, wenn zuwenig, sind Gebühren. Wer da oben steht oder SITZT, JA den ist es egal. Über Stunden kann man nur lachen wenn einer mehrere Jobs macht um nur die WICHTIGSTEN DINGE in den Griff zu bekommen. Wo ist da soziale Gerechtigkeit. Da braucht man nicht viel Grips um in eine FALSCHE RICHTUNG zu denken. Das ist nicht GUT, FINDE ich.

  35. Ein großes Problem ist die Digitalisierung und die damit einhergehenden Arbeitsverdichtung für den einzelnen Mitarbeiter. Noch vor zwei Jahren hatte mein AG einen Spitzenplatz bei Gerat Place to Work für Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern. Heute darf ich nicht essen wenn ich es möchte, nicht urinieren wenn ich muss und bekomme weniger Gehalt für mehr Arbeitsstunden. Ein Hoch auf das AG Land Deutschland….

  36. Ich arbeite als Gesundheits- und Krankenpflegerin. Im Krankenhaus haben wir jeden Tag mit Patienten zu tun, die betreut und behandelt werden müssen. Leider ist aufgrund des Personalmangels oft keine Zeit für Zuwedungen. Besonders ältere Patienten, haben das Bedürfnis mal zu reden und ihre Sorgen los zu werden.
    Doch dafür bleibt leider oft keine Zeit, da es an Personal fehlt und die Dokumentation sich häuft.
    Das Personal ist überarbeitet… was einen hohen Krankenstand zur Folge hat. Es häufen sich Überstunden, Pausen können teilweise nicht genommen werden.
    Teilweise ist das schon fahrlässig, dem Personal gegenüber und den Patienten .
    Es muss endlich etwas passieren!!!!
    Es ist ein Witz 8000 mehr Pflegekräfte einsetzten zu wollen.. woher sollen die kommen??? Und umgerechnet sind das 0.5 VK pro Gesundheitseinrichtung. Es sollte lieber über die Erhaltung und Wertschätzung des heutigen Pflegepersonals nachgedacht werden. Also mehr Gehalt und Überarbeitung des Pflegegesetztes. Nur so können wir neue Pflegekräfte gewinnen!!

  37. Ich habe eigentlich mal Zahntechnikerin gelernt. An sich ein sehr schöner Beruf. Die Arbeitsbedingungen, vor allem wg der ständigen Überstunden, die in meinem letzten Arbeitsverhältnis noch nicht einmal aufgeschrieben würden, sind unmöglich. Auch, dass ich drei Kinder habe und deshalb mal meinte ich könne nicht länger bleiben, zählten nicht. Da wurde ich beschimpft, warum ich mir „so viele“ Kinder angeschafft hätte. Durch diese engen, kurzfristigen Termine wurde alles nur schnell fertig gemacht, ohne sich groß Mühe zu geben. Dies war in jedem Labor so, indem ich gearbeitet habe. Dabei könnte man, soviel am Zahnersatz machen, damit es kaum von echten Zähnen zu unterscheiden ist. Die Zahnärzte, bzw die Zahnarzthelferinnen geben die Termine vor, oft wussten sie gar nicht, wie lange man für die Arbeiten braucht. Kolleginnen weinten abends weil sie länger machen mussten. Teilweise saßen Kollegen bis abends um 10 im Labor, also haben 6 üh am Tag gemacht.
    Ich habe jetzt in den sozialen Bereich gewechselt und mache eine neue Ausbildung. Gefällt mir bedeutend besser.

  38. Bei uns auf der Arbeit ist es nicht möglich Pausen einzuhalten, Pausen werden grundsätzlich an der Arbeitszeit abgezogen. Wer das nicht mit macht, kann gehen. Es wird auch alles runter gespielt, es gibt keinen Aufenthaltsraum.

  39. Es ist üblich dem einzelnen immer mehr Aufgaben zu übergeben. Ohne Kompensation, ohne Umorganisation. Wertschätzung findet kaum statt. Ich war im. Vergangenen Jahr 5x bei meinem Chef. Und habe ihm gesagt, dass es zuviel ist. Wenn ich ihm sage, dass ich bis Mitternacht zuhause nacharbeiten, antwortet er nur : was glauben Sie, was ich mache? In Ausnahmesituationen mag das ja mal OK sein. Aber nicht als Dauerzustand von mehr als einem Jahr. Es geht fast allen in unserer Abteilung so. Fluktuation und Krankenstände steigen. Selbst bei den Schichten sind Wochenenddienste die Regel. Samstag gehört Papi schon lange nicht mehr der Familie und auch drei Sonntage im Monat sind nicht mehr heilig… Es scheint aber allen egal zu sein. Von Personalverwaltung bis hin zum Vorstand. Und auch der Betriebsrat sieht zu…
    Ich beobachte in vielen Branchen, dass vor allem auch Berufsanfänger ausgequetscht werden. Die nächsten Bewerber stehen ja schon vor der Tür… Befristete Verträge und Leiharbeit tun das ihre dazu. Viele Betriebe, die sich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie rühmen, werden diesem Anspruch nur auf dem Papier gerecht. Viele Kommunen, Landkreise, Länder, sehen die Notwendigkeit der Familiensorge nur, wenn es die öffentlichen Kassen entlastet. Wie ein Vollzeit Job mit Pflege oder Kindererziehung vereinbar sein soll, muss mir noch jemand erklären.

  40. Ich bin im sozialen Bereich beschäftigt. In unserem diakonischen Bereich wird damit kalkuliert, dass teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter ohne Zuschläge Mehrarbeitsstunden arbeiten – abichtlich, um Kosten zu sparen. Diakonie wirbt damit sich um Armut zu kümmern – dass das so aktiv geschieht (hinsichtlich Altersarmut) schockiert mich!

  41. Mein Problem ist die ungerechte Arbeitsverteilung in meiner Firma. Es gibt Kollegen, die machen Überstunden, weil Sie kein „zuhause“ haben und verdaddeln einen großen Teil der Arbeitszeit mit Klönen und gespiele am Smartphone, in der gleichen Abteilung gibt es Menschen, die ohne Pause durcharbeiten, um ja keine Überstunden zu machen, denn sie sind voll in Familie oder andere privaten Verpflichtungen eingebunden. Die Kollegen, mit den Überstunden werden höherwertig angesehen, weil ihre Anwesenheit präsenter ist!!!! Was für eine extrem ungerechte und wirtschaftlich katastrophale Situation.

  42. Hallo,

    Ich arbeite bei der großen Optiker Kette. Hier gibt es kein Zeiterfassungssystem. Es wird verlangt, dass wir uns morgens eine viertel Stunde vor Öffnung des Ladens im Aufenthaltsraum befinden, damit die Chefin Ihren täglichen Rapport abhalten kann. Da der Laden aber auch noch vorbereitet werden muß, heißt das nicht nur eine Viertel Stunde, sondern mindestens 20-25 min. vor Ladenöffnung. Diese Zeit darf nicht als Überstunden aufgeschrieben werden. Dazu kommt, dass wir auch die Zeit abends nach 18.00 h (Ladenschluss) erst aufschreiben dürfen, wenn eine halbe Stunde erreicht ist (und da sind die Chefs sehr genau) wenn wir also um 18.55h aus dem Geschäft kommen ( wir kommen tatsächlich immer mindestens 30-45 min. täglich später raus) dürfen wir nur eine halbe Stunde Überzeit für den ganzen Tag rechnen obwohl wir, bei dieser Rechnung, 1 Std und 15-20 min. tatsächliche Überzeit hatten. Das heißt bei einer 5 Tage Woche, nur mal mit einer geschenkten halben Stunde pro Tag, eine Überzeit von 2,5 Std. pro Woche = 10 Std. pro Monat =mindesten ~ 14 Arbeitstage im Jahr (und das mit der niedrigst angenommenen Überzeit). Somit ist ein drittel unseres „bezahlten Urlaubs“ nicht bezahlt sondern billiger „Überstundenabbau“ Dies wird mit einer Selbstverständlichkeit gemacht, das es mich ( fast) sprachlos macht. Man wäre ja blöd, wenn man hier ein Zeiterfassungssystem einführen würde. Soviel kostenlose Arbeitszeit bei ca. 17.000 Mitarbeitern sind das bei ~ 220 Arbeitstagen immerhin 1,87 Mio unbezahlten Überstunden.( Ich hoffe ich habe mich nicht verrechnet und auch keinen Denkfehler drin. )

    Mit freundlichen Grüßen
    eine Optikerin

  43. Ich bin angestellter Assistenzarzt in einer kommunalen Klinik der Maximalversorgung. Bisher war ich in der Inneren Medizin tätig und dort sind Überstunden leider an der Tagesordnung.

    Die Regelarbeitszeiten täglich gehen von 8—16:30 Uhr mit einer halben Stunde Mittagspause. Realistisch schafft man es frühestens 17:30 Uhr aus der Klinik, falls man auf Normalstation eingeteilt ist. Die Patientenversorgung nimmt viel Zeit in Anspruch, viel schlimmer jedoch sind die anhaltende Dokumentation und Brieferstelllung. Je nach Abteilung herrscht auch ein hohes Maß an Zugängen und Entlassungen mit relativ kurzen Aufenthalten, was den „Papierkrieg“ nochmals verstärkt.

    Von Seiten des Chefarztes werden faktisch keine Überstunden „gefordert“, nur muss eben die Arbeit erledigt sein. Und das geht ohne Überstunden schlichtweg nicht. Lediglich sind wir angehalten, bis höchstens 18:45 Uhr zu arbeiten, da wir ansonsten die zulässige Gesamtarbeitszeit überschreiten. Überstunden werden nur bis dort hin bezahlt. Falls wir danach noch weiter arbeiten müssen aufgrund von Briefen etc., wird dies inoffiziell getan mit Duldung durch unsere Vorgesetzten aber ohne Bezahlung. Es ist nicht selten, dass man so noch Kollegen abends um zehn mit Aktenbergen antrifft.

    Bei uns im Haus gibt es allerdings auch angeordnete Überstunden für Visitendienste am Wochenende (samstags). Hier findet ein etwas kürzerer (faktisch 6.) Arbeitstag statt für etwa 4—6 Stunden, allerdings wird diese Zeit vollständig als Überstunden abgerechnet ohne Wochenendzuschläge oder Freizeitausgleich. An dieser Stelle blieben die 24h—Bereitschaftsdienste bisher noch unerwähnt. Diese kommen zu der normalen Arbeitswoche on top noch dazu. Läuft es gut, geht man mit einem Dienst unter der Woche sowie einem Dienst am Wochenende je Monat nach Hause, zu Urlaubs— oder Krankheitszeiten können es auch mal 5—6 Dienste je Monat werden. Hier erfolgt wenigstens eine spezielle Vergütung für die Bereitschaftsdienste, bei denen allerdings auch eine hohe Belastung besteht (teils auch 24h Durcharbeiten).

    Insgesamt sind bei mir im letzten Jahr etwa 350 Überstunden angefallen. Einzig positiver Aspekt: bei uns werden alle Überstunden ausgezahlt, Freizeitausgleich ist nur selten möglich aufgrund der allgemein angespannten Personalsituation. Ich habe für mich persönlich die Konsequenzen gezogen und die Fachrichtung gewechselt in einen anderen Bereich, wo weniger Überstunden anfallen und nicht regelhaft sind.

  44. Im Schnitt 80 Überstunden je Monat gehörten zum absoluten Alltag in meinem Arbeitsleben und waren bisher ein bezahlter WIN-WIN zwischen dem Unternehmen und den Arbeitnehmern. Nachdem der alte GF als zu sozial durch den Konzern vertrieben wurde, profiliert ein neuer Soldat mit dem Ziel die Marge auf 40% zu bringen. Dieser fordert unverblümt Überstunden ohne jede Bezahlung und ohne Aufzeichnung, weil das bei einem Gehalt von 2500 bis 4500 Euro so üblich wäre. Der Slogan „Customer first“ war unseren Mitarbeitern Ziel und Arbeitsinhalt – jetzt rauscht die Kundenzufriedenheit in den Keller, die Schäden im Warenumschlag steigen an und das Klima ist vergiftet und der Konzern merkt es nicht einmal.
    Politik und Arbeitsgerichte sollten Überstunden als das benennen und anerkennen was es ist: Arbeitszeit die geleistet wird. Dabei ist die Bezahlung oder ein Freizeitausgleich ohne Schlupfloch zu gewähren.

  45. Gerade heute hat mein Chef mir nahegelegt einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben! Ich wäre nicht teamfähig und würde mich nicht mit der Firma identifizieren. Auch wollte er mich mehrfach bewegen einen anderen Arbeitsplatz einzunehmen. Ich soll von einer sehr anspruchsvollen Aufgabe in die Ablage wechseln. Diese Option kam für mich bisher nicht in Frage.
    Mein Chef hat mir die Stelle vor einem Jahr angeboten, weil mein Platz weg rationalisiert wurde. Dort sitzen Kolleginnen die von vornherein jeden Tag 1 Stunde und noch mehr arbeiten. Von Anfang an habe ich die Meinung vertreten, das das nicht in Ordnung ist und meine Meinung auch kund getan. Während der Urlaubszeiten oder sonstigen personellen Engpässen habe auch ich länger gearbeitet und sogar meine Pausen ausfallen lassen. Allerdings habe ich mir bei Gelegenheit die Freiheit genommen, diese auch wieder abzufeiern. Somit standen zum Jahresende Dreistellige zu Einstellige Überstunden auf dem Ausdrck meines Chefs. Auch haben die Kolleginnen das ganze Jahr über eine Hetzjagd sondergleichen gegen mich betrieben, die mein Chef nicht unterbunden hat, sondern sich hinter die Damen gestellt.
    Zu Hause bin ich oft nicht ansprechbar, schlecht gelaunt oder weine. Ich bin seelisch am Ende und weiß nicht wie ich weitermachen soll.
    Das zum Thema Überstunden ….

  46. Ich habe Ihre Sendung mit grosser Aufmerksamkeit verfolgt. Dabei habe ich den Eindruck gewonnen es werde von einem Vorurteil – in diesem Fall „Überstunden sind abzulehnen“ ausgegeangen – und dann wird mit vielen Worten versucht das Vorurteil zu untermauern. Mir fehlt Differenzierung!
    Viele Menschen Arbeitgeber und Arbeitnehmer arbeiten viel, weil sie etwas leisten wollen, etwas bewegen wollen und stolz darauf sind. Und wir alle haben Nutzen davon. Es gibt andere Überstunden, die aus Einsicht geleistet werden, dass sie in einer bestimmten Situation nötig sind.
    Schroff im Gegesatz dazu steht die Tatsache, dass Überstunden durch Machtmissbrauch (verschuldeter Personalmangel gehört dazu) erzwungen werden. Dann aber sollten nicht die Überstunden angeprangert werden, sondern in aller notwendigen Klarheit die einzelnen Schuldigen benannt werden und nicht pauschalierend Institutionen.
    Verwaltungen, Regierungen, Untenehmen, Organisationen haben keine Gefühle, reden von Verantwortung und wiegeln ab.
    Es sind immer einzelne Menschen, die sich unredlich verhalten.
    DIESE müssen benannt und gezeigt werden.

    • Gerhard, hast du dir mal die Kommentare hier angeschaut? Ich finde, da kann man sehr wohl von einem insitutionaliesiertem Problem sprechen. Die Angestellten sind einfach nicht genug geschuetzt vor Arbeitgeber Machtmissbrauch.
      Eine Whistle-Blower Nummer bei der Gewerbeaufsicht waere gut Die dann bei anonymer Anzeige die Ueberstunden Praxis kontrolliert und prueft ob das noch rechtmaessig ist. Das wuerde der Verbreitung solcher Praktiken Einhalt gebieten.

  47. Ich bin in einer kommunalen Kita angestellt. Wir müssen uns verpflichten, wenn es erforderlich ist Überstunden und Mehhrarbeit zu leisten. Das ist dann oftmals so kurzfristig, dass man eigene Termine absagen muss; regelmäßig einen Kurs bei einer VHS kann man gar nicht besuchen oder man zahlt dann einfach Stunden umsonst.Pausen werden gar nicht gemacht, wir sind quasi immer im Kinderdienst, das steht oft nur auf dem Papier. Arbeitsschutzkontrollen gibt es ja nicht und wenn die Chefin das nicht einsieht zu regeln, hat man eben keine Chance.
    Im öffentl. Dienst gibt es sowiso nur Zeitausgleich. Der Stresspegel ist auch sehr hoch und die Langzeiterkrankungen nehmen ständig zu, da wären gescheite Pausen wirklich wichtig.

  48. Genau so kenne ich es auch. Habe in einem Altersheim gearbeitet. Sicher hätte ich fast pünktlich gehen können. Aber das bedeutete ich lasse meine Kolleginnen mit der noch anstehenden Arbeit allein. Nach dem Motto, seht nur wie ihr zu recht kommt. Natürlich wurde diese Mehrarbeit nicht bezahlt und konnte auch nicht in Freizeit ausgeglichen werden. Det Verdienst war eh nicht so gut, da hätte man das zusätzliche Geld schon gut gebrauchen können. Man will ja nichts geschenkt, die Arbeit wurde ja geleistet. Musste man doch mal pünktlich gehen wegen privaten Interessen oder Anlässen, hatte man ein schlechtes Gewissen. Und so ging es nicht nur mir.

  49. Ich arbeite beim DRK. Auch hier, im öffentlichen Dienst, ist unbezahlte Mehrarbeit die Regel. Das Arbeitszeitkonto wächst ins Unermessliche. Wen juckt es? Papier ist geduldig. Freizeitausgleich? Wer soll die Arbeit machen wenn Kollegen ausfallen und der AG Weltuntergangsstimmung suggeriert und kein Personal einstellt? Wir sind nicht im Krieg. Wir sind im ganz alltäglichen deutschen Pflegealltag. Das gute Personal wird ausgequetscht, bis es aus Resignation entweder selbst kündigt oder tot umfällt.

  50. Arbeite als Gesundheits und Krankenpflegerin (75%Stelle)
    auf einer interdisziplinären Station,in einem Kreiskrankenhaus.
    Ca 160 Überstunden befinden sich zur Zeit auf meinem Arbeitszeitkonto.
    Viel stärker als diese Überstunden belastet mich aber dass wir teilweise keine sichere Pflege mehr durchführen können.
    Fachkräfte fehlen – oft arbeiten wir unterbesetzt.
    Die wenigen Fachkräfte ,die NOCH da sind kommen mit der extremen Arbeitsbelastung und Verantwortung nicht mehr zurecht und werden zunehmend krank oder kündigen.
    Überlastungsanzeigen, die auf Missstände hinweisen, werden von
    der Krankenhausleitung ignoriert.
    Aber auch die Politiker hören unsere Hilfeschreie und vor allem,die der Patienten nicht.

    Wo bleibt der “ Menschenschutz“bzw „Die Würde des Menschen“
    Sogar der Tierschutz hat in Deutschland eine höhere Wertigkeit.!!!!!!

  51. Mein Mann ist Berufskraftfahrer.
    Bei LKW Fahrer wird schon per Gesetz alleine 9Std. reine Fahrtzeit zugemutet und da ist noch keine Arbeitszeit dabei. Das heißt zu den zweimal 4,5 Std. Fahrzeit kommen noch mind. 1,5 bis 2 Std. Arbeitszeit hinzu. Bezahlt werden die Überstunden nicht und Speditionen nutzen die 9 Std. Fahrzeit bis zur letzten Minute aus. Dazu kommt auch noch wie wenig angesehen dieser Beruf ist

  52. Überstunden war auch in meiner Aushilfstätigkeit in einer örtlichen Großbäckerein ein ständiges Thema. Unbezahlte Stunden gehören da zur Tagesordnung, man war nur dann gut wenn man alles kommentarlos hin nahm. Wenn Einweisungen an neue Öfen oder ans geänderte Kassensysthem wurden diese ebenfalls nicht bezahlt. Ich ging oftmals mit 20 – 30 Überstunden – bei einer Beschäftigung von vertraglich vereinbarte 49 Stunden – nach Hause. Mir blieb leider oftmals nichts anderes übrig als krank zu feiern, denn sonst hätte ich meinem Berg an Überstunden nicht bekommen. Unbezahlte Stunden nicht inbegriffen.
    In dem Unternehmen war das ein Teil des Konzeptes , dort wurden fast nur 450€ Kräfte eingesetzt. Die die fest angestellt sind haben ihre feste Arbeitszeiten, die Minijobber mussten immer die Abendstunden übernehmen, natürlich ohne Zulagen oder jegliche sonstige Anerkennung oder Wertschätzung….
    Fazit war für mich zum Schluss die Kündigung, da ich es satt war ständig vereinbarte Termine absagen zu müssen…

    Es muss dringend seitens der Regierung etwas geschehen, es müssen verpflichtende Reglungen eingeführt werden, denn sonst wird es immer mehr, das die Arbeitskräfte hier „versklavt“ werden. ..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.