Gewalt in der Notaufnahme – Was tun gegen aggressive Patienten?

Sie sind da, um Leben zu retten: Ärzte, Pfleger, Rettungssanitäter und Feuerwehrleute. Doch dabei werden sie selbst immer häufiger Opfer von Gewalt. Bundesjustizminister Heiko Maas will mit einem neuen Gesetz nun Angriffe auf Polizisten und auch Rettungskräfte härter bestrafen. Doch das Personal in Notaufnahmen wird von diesem neuen Gesetz ausgeschlossen; zum Entsetzen der Betroffenen. Mehr

 

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  1. Gibt es eine Statistik darüber, wer die Personen sind mit welchem Aufenthaltsstatus, die dieses aggressive Verhalten zeigten, und was die Gründe sind? Es sind mit Sicherheit nicht nur alkoholisierte Teenager beim Fasching. Es muss sich etwas geändert haben, denn bis etwa 2014 wurde von so etwas nie berichtet. Die ersten Berichte kamen vor ca. 2 Jahren und reißen seitdem nicht mehr ab. Interessante Beobachtungen machte die Polizistin Frau Tambouri in ihrem Buch, dann trauten sich noch einige Andere. Also: gibt es eine solche Statistik, die der Öffentlichkeit zugänglich ist, oder müssen wir uns nur auf die in der Sendung gezeigten Fälle verlassen?

  2. 2011 hat In Weilheim hat ein ehemaliger Patient seine Ärztin erstochen.

    6 Jahre später – Pöbeleien und auch mal Handgreiflichkeiten: Die Aggression gegenüber Ärzten und Pflegepersonal in den Notaufnahmen steigt, berichten auch Freiburgs Kliniken. Die setzen vor allem auf Deeskalationsschulungen, aber manchmal hilft auch das nichts mehr.Etwa zehn Übergriffe pro Monat zählt das Universitäts-Notfallzentrum (UNZ) laut Hans-Jörg Busch.

    Der „BR“ berichtete vor kurzem über Gewalt in der Notaufnahme aus einem Uni-Klinikum.

    Auch die „Mittelbayerische“ berichtete von „Zur Partytime“ in der Notaufname“ – vom Uniklikum Regensburg.
    Ein altgedienter Pfleger sagt: Zu uns kommt alles – das pralle Leben.

    Ärger gibt es in der Notaufnahme so gut wie jedes Wochenende, größeren Ärger vielleicht jedes zweite. Dann kommt die Polizei. „Die sind schnell“, lobt Dr. Markus Zimmermann, der Chef der Notaufnahme. Und sie kommen gerne in beeindruckender Stärke. Zwölf Polizisten und ein Hundeführer waren das Maximum, weiß Hubert Schmid. Das ist dann der Notfall in der Notaufnahme.

    Bei einer Umfrage unter Mitabeitern von 250 Notaufnahmen gab es innerhalb eines Jahres in nur 27 Prozent der Kliniken keine gewalttätigen Übergriffe. In 49 Prozent der Kliniken gab es bis zu 20 Angriffe im Jahr. 24 Prozent der Kliniken hatten sogar noch mehr Angriffe zu verzeichnen.

    Für den Notfall steht deshalb im Klinikum ein komplett vorbereitetes Fixierbett. Und wenn es besonders schnell gehen muss, gibt es in der Notaufnahme auch noch einen eigenen Koffer mit Fixiermaterial, der ungefähr einmal im Monat auch tatsächlich zum Einsatz kommt. Über mehr Schutz wären sicher viele Mitarbeiter sehr dankbar.

    Das Uniklinikum Regensburg reagiert auf diese Entwicklung und veranstaltet für seine Mitarbeiter Deeskalationstrainings. Seit ein paar Jahren üben sie dort bereits den Umgang mit aggressiven Patienten.

  3. Es wäre interessant zu erfahren, ob der Suizidale seine Suizidabsicht direkt gegenüber Polizei oder Feuerwehr etc. geäußert hat, oder nur (!) in einem Forum, und das ohne den Hinweis „helft mir“ oder Ähnliches.

    Denn Suizid ist eines jede Menschen freie Entscheidung, und der Staat hat da eigentlich keine Recht der Person Nachteile entstehen zu lassen, oder seine Freiheit (Entführung…) oder körperliche Unversehrtheit (Spritzen etc.) zu verletzen.

    Die Polizei hat auch kein Recht auf Hilfe durch Forenbetreiber, Webseitenbetreiber (Kommentarfunktion…), Blogs…, wo jemand seinen Suizid ankündigt.
    Wenn dies jemand bei mir auf einer Webseite macht (nennen wir sie einfach „Terminal-Decision“), die extra für diesen Zweck errichtet wurde (!), und die Polizei steht vor der Türe oder ruft an, kann Ich einfach „nein“ sagen, und die müssen das akzeptieren.
    Auch wenn sie dann am nächsten Tag einen Toten finden, kann man mir rechtlich NICHTS.
    Das ist ein Fakt.
    Die Telekom hat sich mal geweigert auf eine schnelle Anfrage der Polizei hin aus einer IP eine Adresse zu machen, am nächsten Tag war die Person tot.
    Die Telekom bzw. die zwei Angestellten hatten absolut korrekt gehandelt!

    So wie der Dt. Staat es aktzeptieren musste, als ein körperlich gesunder Dt. junger Mann in der Schweiz Sterbehilfe bekam.
    Er hatte einfach keine Lust mehr zu leben.
    Evtl. weil er sein Leben (verschuldet durch seine Eltern und den Dt. Staat bzw. dessen Bildungssystem), möglicherweise als Ladenschwengel, als deprimierend empfand.
    Z.B. eine „Festanstellung im Supermarkt“ für ihn nichts war, worüber er jubelt (wie evtl. viele Andere), sondern als Grund empfand sich umzubringen.
    Wenn jemand so denkt, ist der nicht „verrückt“ (im Gegenteil…), auch wenn es vielen „Ladenschwengeln“ nicht passt, die das hier jetzt lesen und evtl. als beleidigend empfinden.
    Man muss sich das mal vorstellen, evtl. 50 Jahre lang eine Arbeit NUR fürs Geld machen. sich täglich morgens dort hin schleppen, um dann täglich den „Feierabend“ herbeizusehnen. Ich hätte Todessehnsucht…

  4. Mein Lebensgefährte sitzt in Nachtschichten am Empfang eines Krankenhauses. Was dort, besonders an den Wochenenden, an Patienten eingeliefert wird ist unmöglich: Aggressive Betrunkene, Drogenabhängige, zu Gewalt neigende Jugendliche etc…Immer öfter muss die Polizei gerufen werden, weil das Klinikpersonal körperlich und verbal angegriffen wird. Nach ein paar Stunden werden sie wieder entlassen, weil sie organisch ok sind. Der NAW muss auch noch von der Kasse bezahlt werden!

  5. Es gibt auch die Fälle, in denen Mitmenschen zu Patienten gestempelt gestempelt werden, unangebrachte, unangemessene und ungerechtfertigte, sogar verbotene ‚Behandlungen‘ über sich und an sich zu erdulden aufgefordert, genötigt und erpresst und sogar gezwungen worden sind. Auch falsche Auffassungen und Anweisungen seitens Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten einschliesslich Pflegepersonal und Medizinern können ursächlich, ausschlaggebend und verantwortlich für Eskalationen in diesem Bereich sein. Weiterhin gibt es auch ‚Patienten‘ mit bspw. schizotypen Störungen und einhergendem aggressiven Bewältigungsmuster, die ihre ‚Verursacherrolle‘ abzugeben, also anderen zuzuweisen bemüht sind. In Fällen zusätzlichen Aktenschwindels, besonderen Vetsorgungseifers und weiteren Diskrepanzen angemessener Erörterung und fachlichen, auch interdisziplinären, gelegentlich auch berufsübergreifenden Know-Hows (fachlich korrekter und präziser Sprachgebrauch miteinbegriffen, nicht zu kompliziert etc.) entwickelt sich schlimmsten Falles eine Katastrophe größerer Ordnung und umfänglicheren Ausmaßes, welche, wie derzeit in Göttingen (SO-Nds.) durchaus bemerkbar und ersichtlich, letztlich nur noch durch Aufarbeitung und tatsächliche Bewältigung mehrerer ursächlicher ‚Fehler im Detail‘ und ihrer folgenreichen Auswirkungen (Folgefehler) in sinnstiftende Bahnen und in akzeptable Regelkreise zurückzuführen ist.

    Verantwortung ist hier vor allem anzumahnen bei den ausführenden Organen der Gesetzgebung und ihren jeweiligen Aufsichtsbehörden anzumahnen.

    Nicht zuletzt um der Entstehung und Vergrößerung eines ‚unwissenden und unfreiwilligen Helferkreises‘ vorzubeugen.

    [..]

  6. Dieses Beispiel ist doch völlig daneben. Da ist ein Mann geistig verwirrt und deshalb aggressiv. Der wird auch nicht durch höhere Strafen abgehalten werden, weil er gar nicht klaren Gedanken fähig ist. Das ist dann ein psychiatrisches Problem. Da müssten eben psychiatrisch geschulte Pfleger und Ärzte vor Ort sein, die die Lage in den Griff bekommen können.
    Übrigens, wie Thomas Fischer in seiner Kolumne darlegte, war bisher der Tatbestand „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ zugunsten der vollstreckten Personen angelegt in dem Sinne, dass nicht erwartet werden kann, dass körperlich festgehaltene Personen absolut widerstandslos und ohne jeden Reflex solche Maßnahmen hinnehmen. Nun wird das so ausgelegt, dass man ohne Reflexe und absolut unterwürfig zu reagieren habe, wenn man nicht mit höheren Strafen rechnen will und dass Polizisten eine höhere Schutzwürdigkeit zustehe als „normalen“ Bürgern.
    Mir ist in solchen Berichten zu viel undifferenzierte Stimmungsmache. Der dubiose Herr Wendt lässt grüßen.

  7. @ Irena Hege-B.

    Ich glaube nicht, dass es Flüchtlinge etc sind.
    Evtl. auch, aber das wäre statistisch zu erfassen.
    Es gibt genug „Trash“ in der Deutschen Gesellschaft.
    Berichte gab es auch schon länger.
    Laut WHO, Weltgesundheitsorganisation beträgt die Grenze zum Alkoholproblem übrigens 500ml Bier oder 250ml Wein pro Tag.
    Nicht ansparbar auf das Wochenende etc.. Und Frauen die Hälfte (!) davon.
    Mehr ist offiziell ein Alkoholproblem.

    @ Alle
    Es gibt aber wohl auch illegitimes und strafbares Verhalten gegen Opfer/Verletzte.
    In einer ÖR-Dokureihe zum Essener Marienkrankenhaus kommt der Not-Gott in Weiß zu einer Frau in ihr Geschäft, und droht ihr, dass wenn sie nicht mitkommt, er sie für unzurechnungsfähig erklärt und mitnimmt.
    Evtl. hatte jemand anders den Notarzt gerufen.
    Hier finde Ich, wäre es legitim den Notarzt und seine Handlanger mit allen Mitteln daran zu Hindern die Frau mitzunehmen, wenn man sie fragt, und sie ausdrücklich nicht mit will.
    Ja, notfalls dürfte man auch in Notwehr den Tod von Notarzt und Sanitätern in Kauf nehmen um ENtführung und Körperverletzung zu verhindern.
    Um zu verdeutlichen wie viel der Wunsch eines Patienten zählt die Info dass in Hamburg ein Zeuge Jehovas an Blutmangel starb, weil er vor einer harmlosen OP, evtl. am Knie etc. sagte er wolle keine Blutkonserven. Es kam zu Blutverlust,m und sie ließen ihn sterben.
    Er war absolut gesund, und man hätte ihm leicht mit Blutkonserven helfen können.
    Zur Info, wer daran denkt werum keine Eigenblutkonserven angelegt wurden, irgendwo in einem Buch der Bibel steht wohl tatsächlich das aufbewahren von Blut oder sogar eigenem Blut sei verboten.
    Warum auch immer so etweas vor tausenden von Jahren aufgeschrieben wurde, so ist es wohl…

    Wenn Ich von einem Auto 10m über eine Kreizung geschleudert werde, und Ich sicher sterbe ohne Hilfe, habe Ich auch das Recht einem Notarzt diese zu verbieten.
    Und notfalls auch den Notarzt und Helfer tödlich in den Hals zu beißen, wenn mir das möglich wäre.
    Grundsätzlich ist das möglich, wie ein Wehrmachtssoldat in einer ÖR-Doku erzählte (er habe das im Zweikampf getan).

    Übrigens:
    Das Gesetz „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ steht selbst schon in der Kritik, und Juristen (!) fordern dessen Abschaffung.
    Denn sie sagen, wenn es keine Körperverletzung gibt, darf es auch keine Kriminalisierung geben. Und wenn es passiert, reicht das KV-Gesetz, dass bei jedem Menschen gilt.
    Ein zusätzlicher Paragraph sollte dazu führen, dass Hunderte oder tausende… Juristen in Talaren Demonstrieren.
    Notfalls „kaufen“ die sich Demonstranten, wie damals bei den Ärzten, die schickten Demonstranten in weißen Kitteln auf die Straße…

    Auch legal auf Autoaufklebern, öffentlich sichbaren Schildern etc.:
    „Die Polizei ist ein Sammelbecken für Asoziale und Kriminelle“.
    Ein Zitat von Dr. Brosa.

    • Dieses Zitat finde ich nicht okay. Tatsächlich
      Tatsächlich aber erhebt eine Uniform, ein amtlicher oder akademischer Titel etc. oder etwa eine Berufsbezeichnung / Legitimation nicht über das (bzw. über alles) Recht und Gesetz hinaus.

      Das Beispiel mit dem Notarzt ist sehr treffend. Zur Umsetzung einer einer irgendwie vermutlich herbeigelogenen ‚Verfügung‘ werden Rettungskräfte und Polizei, ggf. auch weitere Behörden und Justiz in einen rechtswidrigen Ablauf mit hineingezwungen, der Personen- und sogar Gesellschaftsschädigend verläuft, unter anderem durch die Verursachung hohen Arbeitsaufwand und nicht geringer Kosten. Am schwerwiegendsten ist dabei aber die Entrechtung und Grundrechtsverletzung Gegenüberstellung der direkt geschädigten, vom Urteil des vermeintlichen Mediziners betroffene Person.

      Tatsächlich haben sich ja auch ausführenden sowie anordnende Organe der Rechtsprechung an klare und differenzierte Regeln zu halten.

      Die Verletzung dieser Regeln kann zweifelsfrei (straf-) rechtlich verfolgt und geahndet, ihre Einhaltung sogar eingefordert, angemahnt und erzwungen werden.

      Auf diese Seite gehört m. Ans. n. die verstärkte Absicherung. Beispielsweise hat kein Mediziner das Recht, auf der ‚Behandlung‘ seines Patienten zu bestehen, wenn dieser sie ablehnt. Daran ändert sich auch nichts, wenn er (der Mediziner) sich auf Äußerungen Dritter, angebliche fachmedizinische Notwendigkeiten oder etwa gefälschtes Material (Atteste u. dgl.) etc. beziehen möchte.

      Sogar eine Amtspflegschaft etwa hat daran nichts zu ändern und ist für unwirksam zu erklären, auch gegenüber der Polizei.

      Auch hier ist selbstverständlich rechtswidriges Verhalten strafbar.

      • Das Zitat muss man nicht „OK“ finden, aber zu einen entspricht es in gewisser Weise der Wahrheit, zum anderen darf man es ganz offen zeigen.
        Also z.B. dick hinten auf einem Auto, oder Fett im Dreieck eines auf dem Marktplatz angeketteten Herrenrad.
        Da kann einem die Polizei oder Justiz nicht.
        Da es aber von der Polizei „nicht gerne gesehen wird“, und es Reaktionen geben kann, ist es sogar sehr angebracht es öffentlich zu zeigen.
        Das nennt man Bürgerrechts-Aktivismus und Zivilcourage.
        Ist den meisten Untertanen nicht wichtig, für die reicht es für das „gute Gefühl“ ab und an mal gegen Rechte zu demonstrieren.

        Und WEIL es Polizisten gibt, die darauf mit Drohungen bis Nötigungen oder dem Versuch der Kriminalisierung (ist auch eine Straftat, Ermittlungen ohne Grund, ja eine Vorladung wäre schon strafbare Nötigung) reagiere, es aber auch viele „Untertanen“ unter Bürgern gibt, ist alleine das schon ein Grund es zu machen.
        Dem Staat und den Untertanen (der Typus Obrigkeitshöriger Bürger, dem dabei der Puls hochgeht und es bestraft sehen will) klarmachen wo die Grenzen in einem Rechtstaat liegen, und was sogar in einem Staat wie Deutschland erlaubt ist.
        Ein weiteres Beispiel wo Ich ganz bewusst das Gesetz breche, mit bis zu 5 Jahren Knast bedroht, ist das „Verunglimpfen des Staates und seiner Symbole“.
        Dazu einfach Bundesdienstflagge Toilette Googlen.
        Das Foto dass man über Google oder direkt bei Flickr damit findet, ist von mir.
        Und Ich würde es z.B. auf DinA3 ausgedruckt hinter die Scheibe meines gut sichtbar in Köln geparkten Autos, oder auf einem Brett in einem Herrenraddreieck etc. zeigen.
        Oder auf einer Öffentlichen Feierleichkeit (idealerweise zum 3. Oktober) auf den Boden legen, Steine in die Ecken und einen zuvor gesuchten Hundehaufen in die Mitte. Daneben ein Schild „Hundeklo“. Der Haufen dient dazu, dass die sehen dass es wirklich ernst gemeint ist.
        Das Ganze dann noch filmen, und es ist sozialkritische Provokante Politische Kunst.
        Ähnlich dem Russen, Ildar, Ildin irgendwas, der mit Absicht (weil es unter Strafe steht) in eine Kirche ging, um da Pokemons zu jagen, und dafür zu mehreren Jahren Arbeitslager verurteilt wurde.

        Bis Jan Böhmermann Erdogan runtermachte, hätte wohl keine Petition für die Abschaffung von StGB 103 sorgen können.
        Dann kommt der Böhmermann, beleidigt einen ausländischen Staatschef, und nun wird das Gesetz gestrichen…

        Wer das Gesetz gut findet, der sollte mal darüber nachdenken, wie er zum Gesetz 301 des türkischen Strafgesetzbuch steht bzw. als es vor Jahren in den Dt. Medien war stand.
        Der berümhte „Beleidigung des Türkentum“, wo einem Jungen der auf einer Demo in der Türkei über eine türkische Flagge lief dafür mehrere Jahre Gefängnis drohte.
        Das gleiche Gesetz in Deutschland in StGB 90a.
        Hier sind es 5 Jahre Maximalknast, dort 3 Jahre Maximal, und der Justizminister muss jede Anklage erlauben.

        Es sollte sich auch jeder Deutsche der die Strafbarkeit von Beleidigung (StGB 185), Üble Nachrede (186) und Verleumdung (187) richtig findet im Klaren sein, dass diese Gesetze ein Verstoß gegen die Menschenrechte, das REcht auf Meinungsfreiheit sind!
        Das kritisierte schon das Komitee für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) und scheinbar auch der EUGHMR, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte.
        Zitat des KSZE:
        „Strafgesetze gegen Beleidigung und Diffamierung werden häufig als nötige Abwehr gegen
        angeblichen Missbrauch der Meinungsfreiheit gerechtfertigt. Sie sind aber mit OSCE Normen
        nicht konform und deren Anwendung bildet einen Verstoß gegen das Recht auf freie
        Meinungsäusserung.“

        Faktisch erlaubt sich also Deutschland seine eigenen Menschenrechte.
        China sagt auch sie haben ihre eigenen Menschenrechte…..
        Hier im Webspace eines Organ der Rechtspflege, einen Rechtsanwalt (das sollte für den BR linktechnisch „sicher“ sein…) ein Text dazu:
        [Hier hat die Redaktion einen Link entfernt vgl. Kommentarrichtlinien] ]

        Hier noch die Englische Version, welche z.B. auch noch den Vergleich der Staatsverunglimpfungsgesetze enthält:
        [Hier hat die Redaktion einen Link entfernt vgl. Kommentarrichtlinien] ]

        20% aller Strafverfahren sind Beleidigungsdelikte.
        Die gleichen Staatsjuristen wie Richter, Staatsanwälte… die über Nachbarschaftsstreitigkeiten wegen Überlastung jammern, würden aber niemals diese „Ehrenschutz“-Gesetze abschaffen wollen.
        Denn dann könnte jeder einen Richter, Polizisten (da fühlen sich Richter etc. mitbeleidigt, weil der Polizist Teil des Staates ist, und der Richter seinen Status in der Staatlichen Autorität begründet sieht) etc. namentlich beleidigen.
        In z.B. England kann Ich ungestraft vor dem Gerichtsgebäude vor laufenden Kameras der BBC-Abendnachrichten und 100 Zeugen die darüber lachen einen Richter richtig übel beleidigen…

        Die Grünen sollen mal die Abschaffung von StGB 185, „Beleidigung“ gefordert haben.
        Komisch, dass man davon nichts mehr hört.
        Während des Böhmermann-Vorfall wäre das auch ein idealer Zeitpunkt gewesen die Forderung zu erneuern.

        Madonna wird in Deutschland immer wqieder im TV als „Hure“ und „Dreckstück“ bezeichnet, Paris Hilton als „dumme verzogene Hure“.
        Theoretisch könnten die dagegen Strafanzeige erstatten und Klagen, aber scheinbar denken US-Amerikaner gar nicht daran andere wegen Beleidigung der Strafverfolgung eines Landes auszusetzen.
        Keine ANzeige gegen Comedy Central Deutschland, oder theoretisch sogar die Synchronsprecher (ob die bedachten dass es strafbar ist…?!?).
        Sie empfinden das evtl. selbst als Unrecht, und haben evtl. auch Angst deswegen Sympathie zu verlieren.
        Denn egal ob „Demokrat“ oder „Republikaner“, jemand wegen Beleidigung strafrechtlich verfolgen, das ist für die „China“ oder „Nordkorea“ etc..

        Übrigens:
        Man darf das „die Polizei ist…“-Zitat sogar auf den Fernsehturm oder öffentliche Gebäude projizieren.
        Wenn ein Polizist jemand deswegen (der Projektion) festnimmt, ist das eine Straftat.
        Man glaube es mir, Ich habe ein Entschuldigungsschreiben der Hamburger Polizei wegen so etwas hier.
        Googlen nach „Entschuldigung der Polizei Hamburg wegen Festnahme wegen Projektion auf Fernsehturm in Hamburg“.
        200 Euro musste eine Polizistin zahlen weil sie jemand festnahm und seinen Beamer, Notebook und Stromgenerator beschlagnahmte, um einen Strafprozess anzuwenden.

        Das Zitat ist so legal wie „Soldaten sind Mörder“.
        Dr. Brosa sagte den Spruch auf einer öffentlichen Veranstaltung, und es waren Polizisten anwesen die ihn anzeigten. Der Richter hat klargestellt, dass das absolut legal ist.

        Ach ja, die Suizidwebseite gibt es wirklich, und Ich muss damit rechnen dass bei mir Polizisten anrufen oder gleich vor der Türe stehen. Im Glauben dass macht Eindruck.
        Ist ein Fuß in der Türe, darf Ich sie zuschlagen, und Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstatten.
        Und noch etwas, was vielen wohl nicht bewusst ist, Ich darf auf meiner eigenen Webseite auch mit „Sockenpuppen“ (so nennt man „Fake-Accounts“) „Kasperletheater“ spielen.
        Darf dort falsche Suizidankündigungen verfassen, Gruppensuizide „verabreden“ etc..
        Und wenn Polizei sich deswegen Arbeit macht, Orte aufsucht (evtl. sogar abgelegen in Bergen) etc.., kann sie mich wegen des Aufwandes nicht zur Kasse bitten oder es strafrechtlich verfolgen.
        Denn Suizid ist keine Straftat, und damit exisitiert auch keine „Vortäuschung einer Straftat“.
        Genau so wenig „Vortäuschung einer Notlage“, dafür müsste es schon nach „helft mir“ klingen.

        • Guter Mann !

          Ich befinde, dass Zitate solcherart wenig geeignet sind, die Verhältnisse zu bessern und zu kultivieren, sondern die näheren die Unkultur dadurch, dass sie für wahr und nahezu unumgänglich erscheinen lassen, was dringlichst vermieden werden muss. Letztlich könnte jeder Beamte dich denselben Schluss ziehen, was, auch wenn’s mehr in den Bereich der Literatur gehört, schlussendlich alle darum brächte, wohlererwogene Gepflogenheiten, eingeübte Formen des Gesellschaftlichen Miteinander etc.

          Ich möchte auch nicht in einer Kultur der Beleidigung leben.

          Gut finde ich, was sie über die Dinge sagen, mit denen sie sich auskennen.

          Ich selbst sehe mich nämlich einer gewissen, allerdings nicht selbst verschuldeten, wie manche auch heutigen Vertreter der aufklärerischen Schule sagen, Unkenntnis, Handlungsunfähigkeit und daraus resultierenden Hilflosigkeit ausgesetzt.

          Nun ist es aber ganz bestimmt nicht meine Aufgabe, die Regeln der anderen einzuhalten, die Pflichten anderer zu erfüllen und die Verantwortung anderer zu tragen.

          Gleichfalls stehe ich weder auf der Seite der überzogenen Ich-Kultur (Egomanie) noch auf der Seite sklavischen und selbstverleugnenden Altruismus oder Aufopferung etwa des ein nen Selbst nur und ausschließlich um all der anderen Willen.

          Habe auch sehr oft das nicht so ganz unzuverlässige Gefühl, das meinethalben jedenfalls die ein und andre Sache gerne besser stünde und die Möglichkeit dazu auch nicht so eben fehlt, sehe much damit sogar weder allein noch allzufern sorgsam erwogener Realität und Qualifikation.

          Umso ernster ist deswegen mein Einwand, dass der Mensch ganz bestimmt nicht aus der Abwertung anderer seine eigene Größe gewinnt.

          [..]

  8. Die Frage, die sich mir als erstes in dem Zusammenhang stellt, ist, warum Patienten aggressiv(er) reagieren und da sehe ich medizinisches Personal nicht unbedingt als Opfer. Ich bin selbst gelernte Pflegekraft und war oft genug Zeuge von grenzwertig rabiatem bis übergriffigem Verhalten gegenüber Patienten, besonders auch im psychiatrischen Bereich. – Ein schwieriger Punkt ist mMn. Zwangsbehandlung um Eigen-oder Fremdgefährdung durch Patienten abzuwenden. Erstens wird das teils sehr großzügig ausgelegt und angewendet, zweitens fände ich es humaner, könnten Patienten in einer Patientenverfügung festlegen, ob sie vor einer echten, oder von übereifrigen Außenstehenden vermuteten Eigengefährdung überhaupt geschützt werden wollen. –
    MMn. kommt nicht notwendige Zwangsbehandlung infolge von Zeitdruck, aber leider auch unhinterfragten Behandlungsgewohnheiten, Vorurteilen gegenüber bestimmten Patientengruppen z.B. Süchtigen, Migranten viel zu oft vor und mancher sog. aggressive Patient wehrt sich einfach. – Leider hat man als Opfer solcher Fehlbehandlungen schlechte Karten weil der Patient allein meist ohne Beweis gegen ein Team ankämpfen müsste, das zusammenhält. Wer hängt schon seinen Kollegen hin… Ich habe selber einige Situationen erlebt, von denen mir spontan zwei einfallen, die mit größeren Gesundheitsschäden beim Patienten geendet haben. Habe meinen Mund gehalten, weil ich die einzige vom mehreren Personen war, die bereit war, die Wahrheit zu sagen.

    • uw (Nds)

      Da sprechen Sie etwas âußerst wichtiges an, Frau Miranda, ich selbst habe eben diese Art von sinnloser, rücksichtsloser und schwerer Pflege Gewalt erlebt und dazu auch Schilderungen gegeben.

      Ich bin tatsächlich noch immer unentschädigt geblieben. Auch im meinem Fall wurden aussagefähige Mitarbeiter/innen der entspr. Klinink(en) vom ‚zusammanhaltenden Personal‘ bedroht und sogar überfallen worden, weil ihrerseits eine entsprechende Aussagebereitschaft bestanden hat.

      Andere Patienten werden dort sogar unterstützt und angehalten, auf sogenanntes ‚unwillig es Klientel‘ ihre Aggressionen abzuleiten, nicht nur einmalig mit den Worten : ‚ damit ersparen Sie uns viel Arbeit‘.

      Tatsächlich ist allein in meinem Fall (über 20–jähriger Verlauf !) bis heute keine Anerkennung meiner erlittenen Verletzungen, klares Schuldeingeständnis, Anerkennung und Auszahlung der geforderten Entschädigung erfolgt.

      Stattdessen wird heute noch behauptet, ich hätte die ‚Klinik‘ belogen, während mir selbst immer wieder beweisgebendes Material etc. nachweislich vorenthalten, geraubt und widerrechtlich entzogen wurde.

      Teilweise wurde versucht, Gruppen aus dem Ausland für die Beweismittel Zerstörung oder erfolgte Aggression und angebliche ‚Hilflosigkeit des (gewalttätigen) Pflegepersonals‘ oder für die ‚Verwechslung von Unterlagen (Dokumentationsbögen etc. zu
      geben).

      Eine völlige Unverschâmtheit !

      Ich bin im Übrigrn auch schon allein durch den Umstand vollkommen beleidigt, daß Pflegekräfte mit besserem Verständnis und höherem Niveau solche Beleidigungen und Beschuldigungen und Bedrohungen seitens eines vollkomnen untauglichen und hetsbgekommenen Pflege- und Personstabs zu erdulden haben und dabei gleichzeitig sogar det Gefahr ernsthafter An,- und Übergriffe auf ihre eigene Person ausgesetzt sind.

      All diese Dinge HST es dort (DE 38) bereits gegeben. Nicht zu vergessen, dass such die Bevölkerung des ges. regionalen Kreises damit in Angst und Schrecken oder wenigstens Sorge und tiefe Verunsicherung versetzt wird.

      Durch die Tatsachen übrigens, nicht durch die geeignete und zutreffende Erklärung.

      Das wiederum wird politisch genutzt und verwendet.

      Um jetzt zum Ausgangspunkt zurückzukommen: das grundlegende Problem dabei (für mich und einige andere dabei) ist die

      erlittene Gewalt !

      und das beispiellos darüber Hinwegtäuschende Verhalten der verantwortlichen, in einigen Fällen auch ursächlich mit beteiligten Behörden.

      und unsere daraus entstehende Schutzlosigkeit.

      #

  9. Die Kommentare sind fast alle unfassbar. Warum gibt es das erst in letzter Zeit in den Notaufnahmen? Sind es die Patienten oder eher die begleitenden Familienangehörigen? Und warum sagen Betreffende, dass es eben doch oft Menschen aus anderen Kulturen sind? Nichts verschweigen, das hilft auf die Dauer nicht. Zum anderen hat man viele Notarztpraxen geschlossen, so dass alle in eine Praxis bzw. ein Krankenhaus müssen.

  10. Die Berichterstattung geht an der Realität sehr weit vorbei. Hier werden völlig ungleiche Sachverhalte gleichgesetzt.
    Der neue § 112 soll Polizei und Rettungskräfte vor vorsätzlichen Angriffen schützen. Die werden in der Regel von Menschen begangen, die schuldfähig sind. In den Notaufnahmen randalieren aber häufig Menschen, die sich in einem die freie Willensbestimmung ausschließenden Zusstand (hervorgerufen durch Alkohol, Drogen oder extreme körperliche oder seelische Schmerzen) befinden. Die handeln aber nicht schuldfähig und das Strafrecht kann hier nichts ausrichten. Daher ist das Klinikpersonal hier nicht ausgesperrt, wie der falsch recherchierende Reporter suggerieren wollte!

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