Der Fall Rainer Wendt – Der Skandal und die Folgen

Recherchen von report München haben enthüllt – Gewerkschaftschef Rainer Wendt hat jahrelang Beamtensold erhalten, ohne als Polizist zu arbeiten. Jetzt tun sich neue Fragen auf: Was wusste die Politik? Gibt es weitere Fälle? Mehr

 

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  1. Die Angelegenheit wäre bestimmt nicht ans Tageslicht gekommen,hätte Herr Rainer Wendt nicht die Verlogenheit der Politiker und die Missstände im unseren Lande nicht an die Öffendlichkeit gebracht.
    Trotz allem: Danke Herr Wendt, bleiben Sie dran!

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ihre Sendung habe ich immer sehr gerne angeschaut. Leider hinterlässt Ihre Reportage bezüglich Herr Wendt den sehr faden Beigeschmack, dass es hierbei nicht wirklich um journalistische Aufklärung geht, sondern darum, einen politisch Unliebsamen abzuschießen.
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    Und nachdem ein fundamentaler Bürger-Aufschrei nicht so recht erfolgen wollte – wurde Herrn Wendts Tätigkeit für die Axa nachgeschoben – wirkte so, als sollte damit des Bürgers Neid (sprich Empörung) herausgekitzelt werden.
    Dabei können Abgeordnete wie Herr Gauweiler über das Salär von Axa wahrscheinlich nur müde lächeln: Im März 2014 wurde bekannt, dass Herr Gauweiler (CSU) neben seinem Einkommen für seine Tätigkeit als Abgeordneter pro Jahr mehr als 500.000 Euro für Nebentätigkeiten erhält.
    Er steht damit mit Abstand an der Spitze. Im Juli 2014 wurde die geschätzte Höhe der Nebeneinkünfte von Herr Gauweiler aufgrund neuer Berechnungen auf ein Minimum von 967.500,00 € korrigiert. (Wiki). Und Herr Gauweiler ist doch beileibe nicht der einzige Politiker, der sich lukrative Nebentätigkeiten gesichert hat.
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    Zudem:
    »Mehr als ein Drittel der Sportler des deutschen olympischen Teams trägt, auch wenn man es nicht sieht, Uniform.« – Und »Andreas Hahn, Referent für den Spitzensport bei der Bundeswehr, sagt: „Wir bieten Geld und Zeit – soziale Absicherung und ein großes Zeitvolumen.“«
    (06.08. 2016 – 13:06 Uhr, ARD, Olympia-Spitzensportler in Uniform, von Müller)
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    Die Sportler werden ebenfalls bezahlt, obwohl sie über lange Zeit nicht im beamteten Beruf arbeiten.
    Kann mich allerdings nicht erinnern, dass Sie hierzu eine kritische Reportage gesendet hätten.
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    Seit vielen Jahren wundere ich mich, , warum Deutschland im Gegensatz zu sehr vielen anderen Ländern kein Einwanderungsgesetz hat?
    Argumentiert wurde gegen ein Einwanderungsgesetz mit der Behauptung, Deutschland wäre kein Einwanderungsland. Guckt man sich aber z.B. Bericht des Statistisches Bundesamt, Fachserie 1 Reihe 2, 2006 an, stellt man als Bürger fest: Deutschland ist seit Jahrzehnten Einwanderungsland, mit ständig steigenden Einwanderungszahlen.

    Aber im Gegensatz zu anderen Ländern erfolgt eben keine strukturierte Einwanderung, sondern eine, die sich aus Asyl, Bleiberecht und kaum kontrollierten Familiennachzug zusammensetzt.
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    Liest man schließlich die verschieden Berichte vom BfMuF – sei mir der Eindruck gestattet, dass es hauptsächlich Ausnahmen von der Ausnahme der Ausnahme zu geben scheint – deshalb nur ein klitzekleiner Auszug: »Die Nachzugsregelungen sind dabei, je nach Rechtsstellung des in Deutschland lebenden Angehörigen, sehr stark in unterschiedliche Ansprüche und Ermessensnormen ausdifferenziert« – hinzukommt die Härteklausel in § 36 AufenthG – oder solche Ausnahmen wie zur »Vermeidung einer besonderen Härte kann im Einzelfall auch der Nachzug eines Kindes aus einer gültigen Mehrehe gestattet werden« oder – »Dabei ist der Familienbegriff weit gefasst (§ 3 Abs. 2 FreizügG/EU«
    (Seite 12, Seite 14, Seite 33, Kleinstudie IV, Familiennachzug in Deutschland, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge)
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    Wenn es dann aber z.B. heißt: »Juristen-Protest gegen geplantes Verbot von Kinderehen« – finde ich dies in Anbetracht eines nicht vorhandenen Einwanderungsgesetzes schockierend.
    (Die Welt, 28.02.2017)
    Zumal es in der Kleinstudie IV (Seite 50, für 2006) dazu heißt »Betrachtet man den Ehegattennachzug differenziert nach Altersgruppen, so zeigt sich, dass bei den unter 21-Jährigen der Frauenanteil an den Nachziehenden überproportional hoch ist.
    So betrug der Anteil der Frauen in der Altersgruppe unter 18 Jahren 87,9% (!), in der Altersgruppe von 18 bis unter 21 Jahren 86,0%. Bei türkischen Staatsangehörigen lagen die entsprechenden Anteile bei 98,0% bzw. 83,8%«
    Wohlgemerkt geht es hier um nach Deutschland geholte Ehefrauen unter 18.

    Und nein, ich möchte nicht, dass kleine Mädchen unter dem Vorwand des Familiennachzuges nach Deutschland geholt und hier als Ehefrauen an alte XXX XXX werden.
    Und ja, ich finde es schockierend, wenn heute zunehmend Enkelinnen und Urenkelinnen nonverbal suggeriert wird, sie seien »unreine« Frauen, wenn sie kein Kopftuch tragen oder nicht sich nicht verhüllen. Für was haben in Europa Frauen unter Einsatz ihres Lebens seit so langer Zeit gekämpft?
    Und nein, die Errungenschaften der Aufklärung sollten nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.
    Auch nicht von Grüninnen und Grünen, die davon überzeugt sind, die besseren Menschen zu sein.
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    Es geht doch überhaupt nicht darum, Einwanderung abzulehnen. Sondern darum, wie diese Einwanderung gestaltet wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    SinaSina

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