Irrende Justiz und untätige Behörden – Unrechte Zwangseinweisung in die Psychiatrie und die Folgen

Ein Mietstreit bringt eine Frau in die Psychiatrie. Zu Unrecht wie ein Gericht inzwischen festgestellt hat. Als sie aus der Psychiatrie kommt, stehen sie und ihre 72jährige Mutter auf der Straße. Die gemeinsame Wohnung von Tochter und Mutter wurde wegen rückständiger Zahlungen geräumt. Die Frauen bitten die Behörden um Hilfe, doch lange fühlt sich niemand verantwortlich. Report München über Fehler und Missverständnisse mit dramatischen Folgen. Mehr.

 

 

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  1. Es fehlt eine wirksame Kontrolle über die Justiz selber und hierfür wird sich unser Verein einsetzen, neben vielen anderen Missständen in diesem Bereich, die offenkundig politisch gewollt und toleriert sind bzw. sogar instrumentalisiert werden. Christoph Klein, Vorstandsvorsitzender des Vereins Justiz-Opfer e.V. in München

  2. Es war 1990 in Leipzig, noch war Revolution. Da erreichte mich im Haus der Demokratie ein Hilferuf des Psychiatrischen Klinikums LPZ-Dösen: Bedienstete waren ins Wochenende gegangen und hatten ihre Wohnung aufgelöst und sich in den Goldenen Westen verdrückt – Ohne der Klinik zu kündigen oder zumindest Bescheid zu sagen. Ich war aus dem Westen gekommen um die Revolution zu unterstützen und fuhr nun Fahrstühle (die notorische Wessis nur als Rollstühle kannten) von der Intensiv-Station zum Röntgen und dergleichen.
    Zu dieser Zeit begegnete ich Rudolf Bahro: Er empfahl mir „Der epochale Winter. Zeitgemäße Betrachtungen. Von Hanspeter Padrutt.“
    Darin wird der Neuzeitlich Objektivierende Subjektivismus beschrieben. Das Subjekt wird entmündigt und zum Objekt einer bürokratischen Verfügung gemacht, Freiheitsentzüge inklusive. Das war 1990 wegen der Stasi brandaktuell. Heute hat sich längst schon der Gutachter (oder die Gutachterin) noch über den traditionellen Halbgott-in-Weiß erhoben und übt Willkürregime über Einzelmenschen und Familien aus – Mit dem Anspruch naturwissenschaftlich begründeter Unausweichlichkeit.
    Dürrenmatt beschrieb in „Die Physiker“ das Selbstverständnis der Kaste der Dipl.-Psych.-Soziater & Kolln.: „Hier bestimme ICH, wer hier woran leidet!“
    (Sollte Gustl Mollath in einem schwachen Moment seine Hand würgend am Hals seiner Frau gehabt haben, dann gibt er das möglichst bald zu – Sonst erweist er der antizwangspsychiatrischen Bewegung einen Bärendienst mit vielleicht furchtbaren Folgen.)
    Die Dipl.-Psych.-Soziater & Kolln. leiden im Einzelfall SELBER an schweren Seelischen Störungen. Um die in den Griff zu kriegen, haben sie ja Psychokunde überhaupt erst studiert. Aber gesund sind sie dabei nicht geworden. Doch sie entdecken die Macht gutachterliche Willkür-Entscheidungen über diejenigen zu verhängen, die ihnen das sogenannte Gesundheitssystem als Opfer auf dem Tablett serviert. Und Macht macht geil! Sie sind dabei nur eine Variante der Hochderofürstlichen Schreibstüblichkeit. Dieser Typ lässt sich zwar als „Diener des Staates“ bezahlen (und nach GG. Art. 20 sind die Bürger der Staat). Das aber ist Lippendienst; notwendig um die Bezahlung einstreichen zu können. Dieser Typ dient niemandem außer sich selbst: Hochderofürstliche Schreibstüblichkeit IST der Staat. Bürger?! Kennt er nicht. Was ihn da begehrlich belästigt ist nicht „Bürger“, von dem allein alle Staatsgewalt ausgeht, sondern UNTERTAN, der sich ERDREISTET ihm dumm zu kommen! Recht?! Kennt er eigentlich auch nicht. Wenn er die GNADENAKTE, die er GEWÄHRT, „Recht“ nennen muss, dann nur, um seine Bezahlung zu garantieren.
    Solche Verfügungsgewalt auszuüben ist nach Art von GeStaPo und KGB und eines Rechtsstaates unwürdig und nicht im mindesten hinreichend.
    Wenn die Polizei mit einem Bürger reden will, bestellt sie ihn zur „Polizeilichen Einvernahme“. Wenn Gutachter und/oder Psychomediziner Willkür ausüben, sollten sie sich einer „Staatsbürgerlichen Einvernahme“ stellen müssen, denn Behördliche Kontrolleure könnten einem Korpsgeist erliegen, was ihre Aufsicht entwerten würde.
    Wenn sich die Hochderofürstlichen Schreibstüblichkeiten gegenseitig die Persilscheine ausstellen – Liegt dann noch Rechtsstaat vor? Oder Bürokrazi-Faschismus?

  3. Ich bin selber Opfer einer Verleumdung durch eine Dame, die in die Kaste der Dipl.-Psych.-Soziater eingestiegen war und sich zur Klerikalfaschistin mauserte. Daher muss ich das bereits Geschriebene noch ergänzen. Manfred Lütz schrieb das Buch „Irre, Wir behandeln die Falschen“. Da muss ein ergänzendes Kapitel hinzugefügt werden: „Falsch. Es sind Irre unter denen, die behandeln“.

  4. Ähnliches passiert gerade in München mit. mir. Beim Verein. für Justiz-Opfer habe ich auch um Hilfe gebeten,undzweimal keine Antwort erhalten. Ich bin schwerbehindert und die Anfänge der Streitsache liegen im Jahr 2005.Bis 2013 wurde vorgetäuscht, dass der Streitfall erledigt sei, bis sich die Testamentsvollstrecker. mit einer Verwandten (beide Hausverwaltung seit 2002) das Haus zugereignet haben, nachdem es angeblich nicht zu versteigern war, bei einer Wohngegend in Neuhausen. Vom Landgericht wurde mir trotz ärztlichen Attest zur Suizidgefahr beim ersten Antrag auf Aussetzung der Zwangsräumung mitgeteilt, es würden keine gesundheitlichen Nachteile gesehen, wenn ich zwangsgeräumt werde. Beeilt warten leitender Richter, der mir zuvor die PKH für die. Berufung verweigerte, mit Argumenten, die nicht einmal die gegnerische Partei verwendete.Bei der Klage zur Zahlung von angeblichen Mitschülern wurde eine Verwirrung anerkannt, die bei der Räumungsklage ohne Prüfung der Sachlage abgelehnt wurde.
    Beschlüsse des Landgerichts wurden so spät versandt, das sie mich nicht vor dem Termin der beabsichtigten Zwangsräumung erreichten. Gottseidank wurde die erste Zwangsräumung von der Gegenpartei zurückgezogen, um auf meine Kosten Einen Monat später einen neue Zwangsräumung zu starten. Zum 9.11.2014 ist meine vorläufige Frist abgelaufen, ohne dass die ärztliche Untersuchung stattfand. Ich lebe nur noch in Angst.
    Bei der ersten Zwangsräumung bat ich die Abendzeitung um Hilfe, der Herr Pfadfinder teilte mir dann mit, dass es nicht von Interesse sein, da normalerweise eine Notunterkünften über das Amt möglich sei. Herr Pfadfinder hat sich jedoch nicht über meinen speziellen Fall sachkundig gemacht.
    Der Nachlassverwalter hatte 2007 eine gemeinsame Lösung angeboten, wenn ich den Fall schriftlich nochmal mitteile, was ich tat. Danach hörte ich nichts mehr von ihm und ging davon aus, dass meiner Argumentation gefolgt wurde.
    Der Kaufvertrag an die Verwandte erfolgtem 19.06.2013 einschließlich Niessbrauch für die Testamentsvollstrecker am 23.06.2013 wurde im Interesse der Erbengemeinschaft. Räumungsklage eingereicht, obwohl die Frist zum Räumen der Wohnung Bis zum 30.06.2013 lief.
    Die fristlose Kündigung wurde nicht bestätigt, mir jedoch die Sozialklausel gegen eine ordentliche Kündigung verwehrt.
    Bei der Räumungsklage hatte ich einen Anwalt, der mich schlecht vertreten hatte, mir mehrmals verdeutlichte, dass er bei PKH nur einen reduzierten Satz erhält und ich verlor den Fall. Bei der Zahlung der angeblichen Mitschülern vertrat ich mich selbst.
    Ich kämpfe jeden Tag darum, weiter zu machen. Seit der Rückkehr nach meinen schweren Unfall gäbe ich nicht mehr gelacht und kämpfe jeden Tag ums weiterleben. Ohne Verantwortung für meine Katze hätte ich schon längst aufgegeben, da jedes Vertrauen sowohl zu Ärzten als auch in einen Rechtsstaat verloren wurde.
    Ich weiß nicht mehr, wo ich mir noch Hilfe suchen soll.
    Falls jemand Hilfe für mich kennt, freue ich mich, wenn diejenige/derjenige sich unter pkwz@buerotiger. de meldet.

    • Wenden Sie sich am Besten an Report München mit der Bitte einer weiterreichenden Recherche und Berichterstattung über Justiz in Deutschland und Bayern im Besonderen. Es geht nicht nur um Justizopfer in Verbindung mir Psychatrie, es muss mal alles auf den Tisch. Natürlich können Sie sich auch an andere Vertreter der Medien wenden. Finden Sie bei den Medien keine Gehör, wenden Sie sich an Parteien die nicht im bayer. Landtag vertreten sind wie die Piraten oder die Linken; oder wenden Sie sich an die kleinen Fraktionen von den Grünen evtl. auch der freien Wähler.

      Ps: An das Report-Team, meine E-Mail-Adresse haben Sie ja durch meinen Blogeintrag, sie können mich bezügl. dieses Themas gerne kontaktieren.

  5. Der Fall, so tragisch er auch im Verlauf ist, erscheint mir arg konstruiert.
    Welcher geistig Gesunde lässt sich prompt einen Tag vor der unerwarteten Zwangseinweisung seine Gesundheit attestieren? Die Frau drohte mit einem Unglück – dass sie für lediglich vier Tage zur Beobachtung in die Psychiatrie eingewiesen wurde ist nicht unnormal bei solchen Drohungen. Es gab keine Hinweise auf suizidales Verhalten oder Fremdgefährdung, also durfte sie gehen nach Ablauf der Einweisungsfrist. Dass man sie aber zur freiwilligen Behandlung bewegen wollte, kann als Anzeichen gewertet werden, dass man Anhalte für akute oder chronische Belastungen gesehen hat.
    Wieder draußen, keine Wohnung (zu Recht verloren?), wohl keinen Job, kein Geld, aber erst ein Vierteljahr später beim Sozialamt vorstellig werden, dann aber plötzlich Geld und Wohnung da. Dass das Amt sich wundert, ist nachvollziehbar. Aber die offenbar etwas paranoide Frau möchte keine Klarheit beim Amt schaffen.
    Aber Report präsentiert einen Geldgeber (von mehreren), der gleich mehrere Darlehensverträge präsentieren kann. Offenbar haben sich die beiden Damen finanziell heillos verzettelt.
    Und nun soll der Zuschauer sich nach einigen Minuten Filmbeitrag, grundsätzlich sach- und fachunkundig, eine Meinung bilden? Was ein Psychiater nach Aktenlage nicht darf, laut Report?
    Okay: eine offenbar essgestörte Frau, paranoid getrieben, wohl als Querulantin zu beschreiben (wären die Mängel wirklich existent gewesen, hätte das Gericht sicher nicht gleich räumen lassen), die sich nicht helfen lassen möchte, hat hier eine Plattform erhalten. Nur keine Hilfe. Wie die Geschichte wohl ausgeht?

    • Die gefundene „Plattform“ war mein erstes Bauchgefuehl auch – wenn nur die als Laienrichter selbst erlebten Gutachter und deren Bestimmung durch den an der Verhandlung teilnehmenden Richter nicht waeren.

  6. Herr Zillich, mein Rat: Es ist für jeden Menschen ein Segen, wenn er erkennt, dass die Situation ausweglos ist und er einlenken sollte, nicht nur für einen behinderten… Ich hatte eine Bekannte, die ihren Eckladen in ein anderes Haus verlegen sollte, weil ein Bankhaus darin eine Filiale eröffnen wollte. Man bot ihr viel Geld, später sogar an, die gesamten Umzugskosten zu zahlen. Aber sie wollte nicht auf diesen Standort verzichten. Sie stritt mit dem Verpächter, ärgerte sich und stritt – sie wurde nervös und unleidig, wirkte ständig wie gehetzt und redete von nichts Anderem mehr. Ihr bis dato völlig fitter Mann erlitt nach einem halben Jahr einen Herzinfarkt und verstarb. Da sie danach selbst „am Boden zerstört war“, wurde die Alltagsbewältigung für sie trotz eines Alters von Mitte 50 unerträglich. Sie hatte außerdem keine Fahrerlaubnis und kam folgerichtig allein nicht mehr mit dem Einkauf klar. Ende der Geschichte: Sie musste den heiß umkämpften Eckladen ganz aufgeben, mittlerweile für einen Apfel und ein Ei, räumte noch ihre Wohnung aus und zog verbittert weit weg… Überlegen Sie es sich, erkundigen Sie sich – es Organisationen, die Ihnen beim Umzug helfen. Der innere Frieden ist überlebenswichtig – nicht das Gefühl des krampfhaften Festhaltens, wenn das Schicksal einen neuen Weg vorgibt.

    • Ich muss Ihnen widersprechen. Dieses obrigkeitshörige und duckende Verhalten, ist doch eine der Ursachen, das Recht und Gerechtigkeit zunehmend vom gesellschaftlichen Stand und finanziellen Mitteln abhängt. Man sollte nur in solchen Fällen zweigleisig fahren, damit der Alltag nicht – mehr als notwendig – darunter leidet.

  7. an der Wohnung festhalten zu müssen, hat nichts damit zu tun, dass mir die Wohnung wichtig ist. Wichtig sind die Strukturen, da ich aufgrund meiner gesundheitlichen Einschränkungen nur einen begrenzten Bewegungsradius habe. Glauben Sie, innerer Frieden entsteht, wenn die Wohnung nicht mehr verlassen wird oder mit dem Vertrauensverlust, der entstanden ist ? Ich kann ihnen gerne die Arbeit meines Anwaltes zeigen, der mir zu einer Zusage der Grundsicherung zur Mietübernahme sagte, er kkölnne damit nichts anfangen und im Urteil steht, ich würde in Zukunft die Miete schuldhaft nicht voll zahlen. Zum damaligen Zeitpunkt war ich so depressiv, dass ich froh war, meinen Namen zu wissen und bekam das nicht mit. Ja, ich habe das Problem, zu naiv zu sein und immer auf die falschen Leute herein zu fallen. In meiner Situation bedeutet der Verlust der Strukturen den Verlust der letzten Dinge, die mich noch am Leben halten. Durch den Unfall ist alles weggefallen, was etwas Leben ausmachte und ich betrachte es nicht als lebenwert, eingesperrt zu sein und das Leid bis zu meinem Lenbensende ertragen zu müssen. Stellen Sie sich einmal vor, sie müssten den Rest ihres Lebens in einer Zelle verbringen. Das ist das, was mir derzeit als einzige Alternative bleibt, dabei nur das Gefühl in einer Zelle zu sitzen betrachten, ich kann das nicht ertragen….Die wenigen Strukturen sind mein einziges soziales Leben und das nch dem Unfall aufzubauen, dauerte Jahre. Das Gefühl zu haben, dass das Schicksal den Tod fordert, der beim Unfall verweigert wurde, lässt nicht gerade Engel jubilieren. Im Moment brauche ich Hilfe, die mir wieder etwas Vertrauen gibt. Ich kämpfe um einen Funken Licht am Horizont und innerer Frieden lässt sich nicht finden, wenn man ausgeliefert ist.

  8. Ein frohes neues Jahr.

    Ich verweise auf meinen Fall. Ich wurde am 20.2.2008 von Polizisten rechtswidrig zum Krüppel gemacht und muß erleben, daß der gesamte Staat zu diesen Polizisten hält:
    Polizeigewalt.blogger.de
    Es reicht, die letzten Schreiben zu lesen, an den Justizsenator mit 13.1.14, immer noch nicht beantwortet, 2×2 Schreiben mit dem Regierenden und dann der Schriftwechsel mit dem angeblichen Christen Gauck.
    Leider finde ich keine Medien, die darüber berichten. Daher bitte ich um Verbreitung im Netz.

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